Sylvie__
Liebe Biggi, liebe Kristina, ich habe eine Frage zum Thema Tagesbetreuung und Stillen. Normalerweise bin ich, wenn es ums Stillen geht, absolut überzeugt und selbstbewusst, aktuell bin ich leider aber etwas verunsichert. Kurz zum Hintergrund: Mein Sohn wird bald zwei und wir stillen von Anfang an gern und ohne Komplikationen. Aktuell stillen wir mittags und abends zum Einschlafen und auch während des Schlafens, tagsüber nur ab und zu und je nach Tagesform. Kurz nach seinem ersten Geburtstag haben wir begonnen, ihn bei einer Tagesmutter einzugewöhnen, was ganz gut klappte, solang es noch nicht um den Mittagsschlaf ging. Die Schlafversuche scheiterten jedoch und infolgedessen auch die ganze Eingewöhnung (nach „Neustart“ und erneutem, ganz langsamen Aufbau der Zeitspanne haben wir letztendlich nach zwei Monaten beschlossen, die Eingewöhnung abzubrechen). Seitdem habe ich ihn zu Hause betreut. Während seiner Elternzeit hatte mein Mann damals versucht, unseren Sohn an den Mittagsschlaf ohne Mama zu gewöhnen... Das lief mäßig, irgendwann kam er in den Schlaf, aber maximal für eine Stunde und auch recht unruhig. Mit Einschlafstillen klappt es meist problemlos und oft schläft er dann auch entspannt um die zwei Stunden, sodass, als ich wieder mit ihm zu Hause war, wir zum gemeinsamen Mittagsschlaf mit Stillen zurückgekehrt sind. Nun ist fast ein Jahr vergangen und wir möchten bei einer anderen Tagesmutter einen zweiten Eingewöhnungsversuch starten. Als gebranntes Kind habe ich natürlich Sorgen um den Mittagsschlaf und das fehlende Stillen und habe dieses Thema auch mit der Tagesmutter besprochen. Ihr erster Impuls war, dass wir zu Hause das Mittagsstillen einfach beibehalten und es in der Tagespflege parallel mit dem Schlaf ohne Mama versuchen, da er mit 2 Jahren verständig genug ist, um zu verstehen, dass es an zwei Orten unterschiedlich läuft. Nun hat sie aber noch einmal mit einer Sozialpädagogin Rücksprache gehalten, die meinte, es wäre besser, tagsüber abzustillen, da sonst die Tagesmutter in den Augen des Kindes „die Böse“ ist, die das Stillen verhindert, und infolgedessen die Eingewöhnung nicht gelingen könne. Beide Perspektiven klingen für mich plausibel und ich bin verunsichert, was nun der beste Weg für uns und vor allem für meinen Sohn ist. Ich möchte gern, dass die Eingewöhnung diesmal gelingt und denke auch, dass er in den meisten Belangen reif genug dafür ist. Nur am Mittagsstillen hängt er sehr und ich frage mich, was die beste Strategie ist - ihn nun schon „vorbereitend“ in die unangenehme Situation zu bringen, auf die Brust zu verzichten (in einem Monat soll die Eingewöhnung starten) oder dann in der Eingewöhnungsphase (mit dem Risiko, dass es dann wieder scheitert?). Wie ist Ihre Einschätzung? Ich würde mich sehr über ein paar Tipps zur besten Herangehensweise für meinen Sohn freuen. Viele Grüße Sylvia
Liebe Sylvia, ich teile die Meinung der Tagesmutter und würde zu Hause gar nichts verändern. Wie soll Dein Kind verstehen, dass es nicht an die Brust darf, wenn Du doch da bist!? Dein Kind ist jetzt tatsächlich viel reifer und es weiß genau dass es nur bei DIR an die Brust darf. Vielleicht wird es ein paar unruhige Tage geben und Dein Kind wird sich schwer tun, aber die Tagesmutter kann ihm beistehen. Vielleicht hilft es, wenn sie die ersten Tage mit Deinem Kind spazieren geht oder es ins Tragetuch nimmt oder sich einfach neben Dein Baby legt. Vertrau deinem Kind, es wird klar kommen, aber es braucht deine Sicherheit und auch deine Geduld. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du Boch einmal schreibst und berichtest, wie es läuft! LLLiebe Grüße Biggi
Sylvie__
Liebe Biggi, herzlichen Dank schon einmal für die nette und schnelle Antwort, die mir ein wenig den Druck nimmt. Ich werde versuchen, daran zu denken und noch einmal zu schreiben, wenn wir die Eingewöhnung (hoffentlich) erfolgreich geschafft haben. Liebe Grüße Sylvia
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