Mitglied inaktiv
Hallo Meine Tochter ist 14 Wochen alt, sie wurde bis anhin voll gestillt. Ab und zu hat sie auch Fencheltee bekommen. Seit ca. 3 Wochen hat sie probleme mit dem stuhlgang. Sie macht nur alle 5-6 Tage, wobei wir das letzte Mal mit Milchzucker und Bulbuid- Zäpfchen nachhelfen mussten. Etwa vor zur gleichen Zeit haben auch die Probleme an der Brust begonnen. Sie stosst sich ab, geht wieder hin, drückt sich weinend ab, geht wieder hin und so weiter. Wenn der Milchfluss dann einsetzt trinkt sie ganz hastig und wenn die Milch nicht mehr so fliesst, will Sie nicht mehr trinken und beginnt zu weinen an...was mache ich falsch, oder was hat das zu bedeuten?
Liebe ronjalina, Verstopfung hat nichts damit zu tun, dass der Stuhlgang eher selten ist. Von Verstopfung spricht man bei harten, trockenen Stühlen. Voll gestillte Kinder haben so gut wie nie Verstopfung (es sei denn sie bekämen zu wenig Muttermilch), da Muttermilch genügend Wasser enthält. Allerdings gibt es Kinder, die sich mehr plagen müssen als andere. Dennoch sollte dann nicht massiv eingegriffen werden (z.B. mit der Fieberthermometermethode, Abführmitteln oder Klistieren). Manchen Babys fällt die Darmentleerung in Schräglage im Schoß der Mutter oder in einer Babywippe leichter. Andere stoßen sich gerne mit den Füßen an etwas ab. Wenn Ihr Baby an Ihrer Schulter liegt, dann stützen Sie es mit einer Hand seine Füße ab. Es kann Ihrem Baby womöglich helfen, wenn Sie ihm sanft mit Watte und warmem Wasser über seinen Darmausgang wischen oder ihm sanft den Bauch massieren. Ein Abstand von einer Woche bis zehn Tagen oder sogar noch länger zwischen zwei Stuhlentleerungen ist bei einem voll gestillten Kind keine Seltenheit. Ich habe auch schon drei Wochen erlebt. Solange das Kind dabei gut gedeiht und ausreichend nasse Windeln hat, besteht jedoch normalerweise kein Handlungsbedarf, außer dass frau immer genügend Feuchttücher (o.ä.) und Kleidung zum Wechseln dabei haben sollte. Wenn es dann nämlich so weit ist, dass das Kind die Windeln voll macht, dann sind sie meist so voll, dass es am besten wäre, wenn eine Badewanne in der Nähe zur Verfügung steht. Sie schreiben, dass Sie Tee gegeben haben, hat Ihr Kind diesen mit der Flasche bekommen? Wenn ja, kann es sein, dass Ihr Baby saugverwirrt ist. Die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich grundlegend. Manche Kinder kommen mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kind bekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab. In dieser Situation spricht man dann von einer Saugverwirrung. Nun kann ein verhängnisvoller Kreislauf beginnen: da das Kind mit der falschen Technik an der Brust trinkt, wird es an der Brust hektisch, saugt an, lässt wieder los, dreht den Kopf hin und her schluckt viel Luft (die wiederum führt möglicherweise zu Bauchproblemen) und da es die Brust nicht mehr richtig stimuliert kommt es zu einem Rückgang der Milchmenge und damit zu weiterem Zufüttern, wenn dieser Kreislauf nicht unterbrochen wird. Eine Saugverwirrung ist alles andere als lustig und Stillberaterinnen wissen aus Erfahrung nur zu gut, warum sie künstlichen Saugern wie Schnuller und Flasche kritisch gegenüberstehen, denn beide bescheren uns immer wieder eine Menge "Beschäftigung". Dabei ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen. Am besten besprechen Sie mit einer Stillberaterin in Ihrer Nähe, wie Sie vorgehen können. Die Kollegin kann Ihnen dann im persönlichen Kontakt gezielte Tipps und Hinweise geben. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi
julchen-mama
Das mit der Brustverweigerung ist bei uns genau das selbe!!!! Mittlerweile kann ich meine Tochter nur noch im Halbschlaf stillen. Der Schnullerentzug war grausam, sie hat 5 Tage nur geweint. Resigniert habe ich ihn ihr wiedergegeben. Es wurde auch nicht wirklich besser ohne ihn. Bekommt Deine Tochter (meine ist auch 14 Wochen) den Schnuller? hast sich bei Euch was geändert bezüglich des Anschreiens? Meine nimmt die Flasche noch nicht mal, ich war schon soweit, ihr abgepumpte Mumi geben zu wollen, aber sie wollte alle nicht (Nuk.,Avent....) Bei uns ist es genauso wie bei Eucht, sobald die Milch nicht mehr fließt, fängt sie an, Theater zu machen. Das ist meist schon nach 2-3 Minuten pro Brust der Fall. Allerdings will sie auch nur alle 4 Stunden stillen, lege ich sie zwischendurch an, geht gar nichts. Wo wohnst Du denn? Liebe Grüße Grit
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