Leoni82
Hallo, ich bin 30 und mein kleiner Sohn ist jetzt 6 Wochen alt. Leider klappt es mit dem Stillen nicht so richtig. Also das Stillen an sich und die Technik scheint ok zu sein, da ich keine Probleme bekomme, also wunde Brustwarzen oder Ähnliches. Mein Grundproblem besteht aber darin, dass ich eine tubuläre Brust habe. Es fehlt an Brustgewebe. Meine Hebamme meinte, dass man mit einer solchen Brust wohl nicht genügend Milch produzieren kann, allerdings hatte sie bis jetzt noch nicht so einen Fall (Sie ist erst anfang 20). Als mein Sohn geboren wurde wog er 3580g, bekam die Neugeborenengelbsucht, wurde behandelt und gleichzeitig haben wir mit Zufüttern begonnen, damit die Gelbsucht wieder weg geht. Ich habe bei jeder Mahlzeit vorher an beiden Seiten angelegt und mein Kleiner zieht auch ordentlich, jedenfalls dass bisschen was da ist. Nach der Stillmengenkontolle sind es ca. 30ml die er an der Brust trinkt. Danach füttere ich derzeit noch 120ml zu. Ich würde wirklich gern voll stillen, vermute aber, das ist nur Wunschdenken. Im Moment dauert so eine Mahlzeit über eine Stunde und da ich noch einen 3 jährigen Sohn zu Hause habe, möchte ich, bevor ich den Entschluss fasse komplett ab zu stillen, noch einen letzten Versuch starten, die Sillmenge zu steigern. Wie müsste ich diesen Versuch angehen bei einer Zufütterung von 120ml oder hat es auf Grund meiner Brust überhaupt keinen Sinn? Vielen Dank im Voraus für die Beratung.
Liebe Leoni82, unzureichendes Brustdrüsengewebe kann tatsächlich verantwortlich dafür sein, dass eine Frau nur wenig oder in extremen Fällen gar keine Milch bilden kann. Ihre Beschreibung spricht also tatsächlich dafür, dass Sie zu den Frauen mit Problemen mit dem Brustdrüsengewebe gehören. Aus der Distanz kann ich dazu jedoch keine Aussage treffen, sondern Ihnen eine Untersuchung durch Ihren Arzt/Ärztin Arzt anraten. Sind Sie in Behandlung bei einem Arzt, der Erfahrung auf diesem Gebiet hat? Der Einsatz von Medikamenten zur Steigerung der Milchmenge kann in bestimmten Fällen durchaus berechtigt sein. Die Wirkungsweise von Domperidon wird hier http://www.bfmed.org/Media/Files/Protocols/Protocol_9_German.pdf sehr gut erklärt. Da es sich in Deutschland um ein verschreibungspflichtiges Medikament handelt, besprechen Sie diese Option ebenfalls am besten mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt. Außerdem sollten Sie sich an eine Kollegin vor Ort wenden, die Ihnen beim Stillen zusehen kann und so besser beurteilen kann, ob Ihr Baby korrekt und effektiv saugt. Auch beim Zufüttern sollte eine alternative Fütterungsmethode gewählt werden, da es sonst passieren kann, dass Ihr Baby die Flasche der Brust vorzieht. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi
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