Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, mein Kinderarzt hat letzte Woche Montag meine Kleine gewogen und gemeint, daß sie in den letzten 4 Wochen gesamt nur 200 g zugenommen hat. Da sie mit gut 4 Monaten, 63 cm und 5.450 gr. zu leicht ist, hat er geraten, daß ich nach dem Stillen zufüttern soll. Ich hab mich erst noch dagegen geweigert und sie alle 3 Stunden tagsüber angelegt weil ich hoffte, daß die Milch dann mehr wird. Am Sonntag da hat sie wieder sehr geschrieen, so daß ich ihr dann doch noch eine Flasche gegeben habe. Sie hat 100 ml noch getrunken und dann erst mal 6 Stunden am Stück geschlafen. Seit Montag lege ich sie jetzt alle 2 Stunden an (bei jedem 2. Mal die Flasche dazu mit 60-100 ml) und in der Nacht alle 3 Stunden. Das ist unheimlich stressig. Ich dachte, daß sich die Milchmenge in 2 Tagen an den erhöhten Bedarf anpaßt, aber die Kleine trinkt immer noch 80 ml hinterher. Wie lange dauert es denn, bis die Milch wieder richtig läuft? Hab ich noch einen Chance von der Flasche wieder weg zu kommen? Vielen Dank schon mal für die Antwort! Sabine
? Liebe Sabine, die Gewichtszunahme ist in der Tat nicht so, wie es für dieses Alter wünschenswert ist und so wie Du es beschreibst habe ich den Eindruck, dass die Milch zur Zeit nicht reicht. Doch das heißt nicht, dass es so bleiben muss und es heißt auch nicht, dass ihr von der Flasche nicht wieder wegkommen werdet. Wenn es die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage nur relativ gering ist, dann kann sich das Gleichgewicht relativ schnell wieder einstellen, aber bei einem stärkeren Milchmangel kann es schon einmal deutlich länger als nur ein paar Tage dauern. Was Du nun brauchst, das ist direkte Hilfe vor Ort. Du brauchst jemanden, der sich anschaut, wie deine Kleine an der Brust trinkt und dir dann gezielte Tipps gibt, wie Du ihr Trinkverhalten verbessern kannst. Eventuell ist es auch sinnvoll, dass Du zusätzlich zur Anregung der Milchproduktion pumpst. Doch all diese Einzelheiten sollten wirklich mit einer Kollegin vor Ort besprochen werden. Ich suche dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus, wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst. Trau dich und wende dich direkt für eine persönliche Beratung an eine Kollegin. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo, klar hast Du noch eine Chance von der Flasche wieder wegzukommen! ICH würde sie sofort wieder abschaffen und mein Kind immer anlegen wenn es schreit. Also auch stündlich, auch nachts. Ich würde alle Flaschen UND andere Sauger (Schnuller) weglassen. So daß das Kind sein Saugbedürfnis komplett an der Brust stillt. Mach es Dir mit Deiner Kleinen im Bett und auf dem Sofa bequem. Lass alles andere mal stehen und und liegen, such Dir Unterstützung für den Haushalt. Wenn ich Industriemilch zufüttern würde, dann nicht mit der Flasche sondern aus einem kleinem Becher. So bäugt man einer möglichen Saugverwirrung/Stillstreik vor. Zum Gewicht: Wie groß und schwer war Dein ekind denn nach Geburt? Was war da niedrigste Gewicht. Die Werte von meinem Sohn waren mit 4 Monaten ganz ähnlich. Bei der U4 wog er 5030 Gramm und war 61 cm groß. Und zuleicht ist Dein Kind doch gar nicht! Es liegt doch auf der 3 % Perzentille, oder? Ansonsten kann ich nur sagen, daß zufüttern auch keinesfalls zu Gewichtszunahme führen muß. Mein Neffe wurde schon früh wegen (angeblich) zu geringem Gewichts zugefüttert. Geändert hat es nichts, er ist bis heute (1,5 jahre) ein dünnes Kind. Es kann (und soll) halt nicht nur kleine "Möppelchen" geben! LG Imke
Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe fast das gleiche Problem, mein Sohn ist jetzt 3 1/2 Monate alt und war bei der U4 60 auf der untersten Stufe der Gewichtsskala. Da er zu dieser Zeit aber nachts durchschlief, meinte der Kinderarzt, das sei kein Problem. Seit über 2 Wochen schläft er aber nun nicht mehr durch und wird nachts 2-3 mal wach und will trinken. Auch tagsüber stille ich teilweise in Abständen von unter 2 Stunden. Ich mache mir inzwischen auch Sorgen, dass die Milch reicht, zugefüttert habe ich bisher aber noch nicht. Weiß leider auch keine Lösung, falls du aber was in Erfahrung gebracht hast, bin ich für jeden Rat dankbar. Liebe Grüße, Uschi
Mitglied inaktiv
Hallo nochmal, die Kleine wog bei der Geburt 3760, Entlassung 3500. Das Problem ist, daß wenn ich sie anlege und die Milch nicht gleich losgurgelt (was sie sehr selten tut), daß sie dann total hysterisch wird und die Brust nicht mag. Bisher hatten wir mit dem Wechsel von Brust zu Nuckel keine Probleme. Sie hatte sich bisher automatisch alle 4 Stunden gemeldet. Nur am Abend vor dem Einschlafen, da war sie dann immer außer Rand und Band und nur durch Spazierengehen im Kinderwagen ruhig zu bekommen. Seit ich zufüttere ist sie am Abend und auch tagsüber das liebste Kind und ich kann sie sogar wach ins Bettchen legen und sie schläft dann ein. Das war vorher einfach undenkbar. Ich hab schon das Gefühl, daß sie einfach am Abend nur Hunger hatte. Ich kann sie doch nicht 24 Stunden immer stillen, wenn sie anfängt zu schreien. Hilfe!!! Danke! Sabine
Mitglied inaktiv
Hallo nochmal, also von Geburtsgewicht ausgehend ist die Zunahme schon relativ gering. Ich schließe mich dann Biggi an und rate Dir zu einer Stillberaterin vor Ort. Die kann Dir nicht nur durch praktische Tips besser helfen, sondern Dich auch emotional unterstützen, Dir Zuversicht schenken. Was Du ansonsten noch machen kannst ist: -Zwischen dem stillen pumpen. (Rezepte für gute Pumpen aus der Apo kann der Gyn oder der KiA ausstellen) -homöophatische Globuli nehmen, z. B: "Similasan zur Milchbildung" (gibt es auch in der Apo) -Deinen Arzt nach einen Oxytocin-Nasenspray fragen. Das ist ein Hormon, welches Dein Körper in der Stillzeit sowieso vermehrt produziert. Es fördert den Milcheinschuß (geht dann schneller, damit hast Du ja Probleme) und es fördert die Milchmenge. LG und viel Erfolg! Imke
Mitglied inaktiv
Hallo Uschi, dachte schon ich wäre die Einzige mit diesem Problem. Mein Sohn ist auch 3,5 Monate alt und wacht neuerdings 2-3 mal nachts sehr hungrig auf. Allerdings scheint er dann nicht genug Milch zu kriegen, denn er schläft nicht wie sonst zufrieden ein, sondern schreit und nuckelt mir fast die Brustwarze ab.. Ich bin mir nicht ganz sicher wie lang ich da noch mit dem Zufüttern warten kann... Solidarische Grüße, Susanne
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