Bobby_Car
Liebes Stillberatungsteam, unser kleiner Mann ist nun 2 Wochen alt. Da ich nach dem Kaiserschnitt ziemliche Probleme mit Stillen hatte und der Kleine am 5. Tag auch ein ordentliches Stück von meiner Brustwarze abgebissen hat, pumpe ich nun seit 1 Woche ab. Die Milchmenge variiert sehr stark (wenn meine Schwiegereltern z.B. zu Besuch da sind, habe ich so gut wie keine Milch) meist sind es etwa 30-40ml insgesamt aus beiden Brüsten. Das ist nicht viel aber ich hatte damals auch bei meiner Tochter nie wirklich mehr gehabt, das liegt vermutlich in der Familie. Da ich mittlerweile wegen den Schmerzen recht verkrampft an diese Abpumperei rangehe, ich jedoch dem Kleinen die Mumi durchaus gönne und anbieten möchte, versuche ich einen Mittelweg zu gehen und die ganze Tortur in Grenzen zu halten, d.h. nur 3x am Tag abpumpen bzw. zusätzlich 1 am Tag anlegen. Da ich seit gestern auch schon wieder arbeite (freiberuflich), kommt AUCH deswegen ein häufigeres Abpumpen/ Anlegen nicht in Frage. Meine Brüste spannen nicht, wie gesagt, da ist wirklich nicht viel drin, mir ist einfach wichtig, dass er trotzdem dieses Wenige was da ist, bekommt. Seit 4-5 Tagen habe ich nun immer wieder stechende Schmerzen in den Brüsten, als hätte mir jemand hunderte Akupunkturnadel reingestochen. Die Schmerzen kommen und gehen, unabhängig davon ob ich gerade abgepumpt habe oder ich dies noch vor mir habe. Zusätzlich kommt wiederholt Schüttelfrost dazu. Ich könnte den ganzen Tag unter der heißen Dusche verbringen, was natürlich nicht geht aber mindestens 2x/ am Tag muss ich heiß duschen sonst geht es mir richtig dreckig. Ob dies nun von der Erschöpfung kommt (hatte leider eine sehr anstrengende/ schwierige Schwangerschaft mit sehr wenig Schlaf in den letzten 3-4 Monaten) oder mit den Schmerzen in den Brüsten zusammenhängt, weiß ich nicht. Haben Sie mit soetwas schon zu tun gehabt? Muss ich mir nun Sorgen machen bzw. woran könnten vor allem die stechenden Schmerzen in den Brüsten liegen? (Ich pumpe für etwa 12-15 Minuten je Brust auf mittlere Stufe ab (elektrische Pumpe), mit Wärmekompressen, da sonst so gut wie nichts rauskäme - ich glaube eigentlich, dass es nicht besonders lang ist, eher normal.) Was könnte die Ursache der Schmerzen sein? Soll/ muss ich zum Frauenarzt oder gibt es eine einfache Erklärung/ Lösung für das Problem? Vielen Dank im Voraus! MfG Amelie
Liebe Amelie, das klingt nach einem Milchstau und deshalb ist die allererste Maßnahme jetzt Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe! Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Ruhe für die Mutter ist mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt oder gepumpt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Wenn die Brust weich ist, pumpen Sie so lange, bis Sie sich wohl fühlen. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen). Es gibt Frauen, die auf Quark allergisch reagieren, dann sollten keine Quarkwickel gemacht werden. Du kannst die Brust auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Um eine gestaute Stelle zu entleeren, sollte jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Es sollte alle eineinhalb bis zwei Stunden anlgelegt werden und dabei das Baby so gehalten werden, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Häufiges Stillen (oder abpumpen) rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Und nochmals: Ganz wichtig ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Sobald Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen usw. dazu kommen, sollte unverzüglich eine Ärztin/Arzt hinzugezogen werden. Auch wenn sich die Verhärtung nicht innerhalb von ein bis zwei Tagen bessert, sollte die Brust ärztlich untersucht werden (Frauenärztin/arzt oder Hausärztin/arzt). Sie schreiben von stechenden Schmerzen in der Brust, haben Sie in letzter Zeit Antibiotika bekommen? Wenn ja, könnte es sein, dass Sie einen Soor haben. Die Diagnose Soor muss von einer Ärztin/Arzt gestellt werden. Mögliche Symptome für eine Soorinfektion bei der Mutter sind: starke Schmerzen der Brustwarzen oder der Brust, die seit der Geburt auftreten, während der gesamten Stillmahlzeit anhalten und durch verbesserte Stillpositionen und Anlegetechniken nicht gelindert werden können, plötzlich einsetzenden Schmerzen der Brustwarzen und/oder Brust nach Ablauf der Neugeborenenperiode, juckende oder brennende Brustwarzen, die rosa oder rot, glänzend und fleckig aussehen und/oder mit einen Ausschlag aus kleinen Bläschen bedeckt sind, offene Brustwarzen, stechende Schmerzen in der Brust während oder nach dem Stillen, schmerzende Brustwarzen und/oder Brüste bei korrektem Gebrauch einer vollautomatischen elektrischen Milchpumpe, Infektionen der Scheide mit Hefepilzen (Monilia). Mögliche Symptome für eine Soorinfektion beim Baby sind: Windelausschlag, cremige, weiße Ablagerungen auf der Innenseite des Munds, der Wangen oder der Zunge des Babys, das Baby wendet sich wiederholt von der Brust ab, ein klickendes Geräusch beim Stillen oder Brustverweigerung (weil es einen schmerzempfindlichen Mund hat), Blähungen und Quengeln in seltenen Fällen kann Soor mit zu einer langsamen Gewichtszunahme beitragen. Das Baby muss keine sichtbaren Symptome haben. Wenden Sie sich am besten an Ihre Ärztin/Arzt (Haus-, Kinder- oder Frauenarzt)und lassen Sie Ihre Brust anschauen. Zusätzlich sollten Sie sich an eine Stillberaterin vor Ort wenden, die sich anschauen kann, wie Sie ihr Baby angelegen und wie es saugt. Probleme mit den Brustwarzen werden in vielen Fällen durch eine ungünstige Anlegetechnik und/oder ein Saugproblem verursacht. Beides kann jedoch nur eine Stillberaterin, die Sie und Ihr Kind sehen kann, beurteilen Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi Welter
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