Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Schmerzen in der Brust

Frage: Schmerzen in der Brust

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Hallo, seit 2 Tagen habe ich Schmerzen in der rechten Brust. Ich stille meinen 3 Monate alten Sohn Paul nach Bedarf und kam bislang damit gut zurecht. Nun hat er die letzten beiden Nächte "durchgeschlafen", d.h. ca 2 Std. länger als sonst, dadurch fällt eine Mahlzeit weg. Die Schmerzen sind nicht konstant da, sondern eher bei Berührungen oder beim Draufliegen wie ein starker Muskelkater.Sehr unangenehm! Die Brust ist aber nicht hart. Nun mache ich mir Gedanken weil ich auch noch Kopf- und Nackenschmerzen habe, bin richtig unbeweglich. Ist das was Schlimmes? Danke im Vorraus


Biggi Welter

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Liebe Paulis Mama, die Übergänge zwischen Milchstau und Brustentzündung sind fließend. In beiden Fällen ist die Brust (an einer Stelle oder komplett) hart und/oder schmerzt. Es kann rote und heiße Bezirke geben. Bei einer Brustentzündung kommen dann immer noch Fieber und eventuell auch Kopf und Gliederschmerzen, wie bei einer Grippe dazu. Um eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen) Häufiges Stillen rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Außerdem sollte beim Auftreten der oben genannten Symptome ein Arzt aufgesucht werden, da unter Umständen Medikamente erforderlich sind. Eine Brustentzündung ist KEIN Grund zum Abstillen. Die Brust ist ein recht träges Organ, das seine Zeit braucht, um sich auf Veränderungen einzustellen, wie hier auf die nächtliche längere Stillpause. Falls die Brust in der Nacht zu spannen beginnt, kannst Du gerade so viel Milch abpumpen (oder streichst von Hand aus), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Es gibt auch homöopathische und naturheilkundliche Methoden, eine Milchstau und eine Brustentzündung zu behandeln. Wenn Du dich dafür interessierst, wende dich bitte an eine Hebamme oder einen Arzt. Weiterhin eine schöne Stillzeit. LLLiebe Grüße Biggi


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