rinka84
Mein Sohn ist jetzt knapp 5,5 Wochen alt, ich stille voll. Seit der Geburt habe ich stechende Schmerzen beim und nach dem Stillen in der linken Brust. Zu Beginn schoss es teilweise in die Achselhöhle und den Rücken ein, so dass ich auf die Suche nach der Lösung des Problems gegangen bin. In den letzten Wochen sind mit meiner Hebamme, einer Stillberaterin und meinem Frauenarzt diverse Verdachtsdiagnosen - u.a. Anlagefehler, Magnesiummangel und Vasospasmus und Brustsoor - abgearbeitet worden. Leider ohne nennenswerten Erfolg. Mit den Schmerzen - mittlerweile nur noch an der Brustwarze und der Brust - habe ich mich mittlerweile "abgefunden". Was jetzt noch hinzu kommt, ist dass ich das Gefühl habel, dass die Milchproduktion in beiden Brüsten sich nicht einpendeln will. Mein Kleiner meldet sich regelmäßig alle 2-3,5 Stunden. Dann stille ich abwechselnd die Seiten jeweils so 10-15 Minuten, nach Bedarf dann oft auch beide Seiten. In den längeren Pausen laufen meine Brüste so voll, dass sie zusätzlich zum gelegentlichen Stechen dann auch noch Spannen sowie regelmäßige Milchspendereflexe für volle Stilleinlagen sorgen. Ohne vorher geringe Mengen abzupumpen, kann mein Sohn gar nicht richtig an der linken Brust trinken ohne mir Schmerzen zu bereiten, weil er nicht richtig "andocken" kann. Die Milchspendereflexe überfordern den Kleinen dann, weil die Milch zu schnell spritzt, er verschluckt sich und beginnt zu weinen. Dabei dockt er dann wieder ab oder reißt schlimmstenfalls an der Brustwarze, was meine Schmerzen dann verstärkt... ein kleiner Teufelskreis. Alles in allem ist die Situation zwar erträglich aber immer noch nicht entspannt, so wie ich es mir vorgestellt habe, besonders mit der linken Brust weiß ich nicht weiter... Was kann ich noch tun?
Kristina Wrede
Liebe Rinka84, mit 5,5 Wochen ist es oft noch zu früh zu erwarten, dass die Brüste schon genau wissen, wie viel Milch sie produzieren sollen. Die Wachstumsschübe sind noch sehr stark, und gerade in dieser Zeit erfolgt meist noch eine deutliche Zunahme der Trinkmenge. Solange du deinen Kleinen immer trinken lässt, wenn er möchte (und auch so lange er mag - also nicht begrenzt auf eine bestimmte Zeit wie 10-15 Minuten, und auch gar nicht zwangsläufig beide Seiten!), solange werden Kind und Brust miteinander klar kommen. Du schreibst, dass du schon viele Expertinnen zur Unterstützung an deiner Seite hast, und alles, was du schreibst, hätte ich auch abgefragt. Soor (woher weißt du, dass es keiner ist? Abstriche können falsch negativ sein) und Vasospasmus (Magnesiummangel) ist das häufigste Übel... Wenn das alles nicht geholfen hat, kann auch ich dir nicht wirklich neue Ansätze geben. Wurde das Zungenbändchen deines Sohnes kontrolliert, ob es vielleicht zu kurz ist? Gegen den starken Milchspendereflex hilft neben erst einmal etwas Ausstreichenm wie du es ja machst, auch Bergaufstillen. Deine Stillberaterin kann dir das sicher zeigen. Vielleicht hilft die Zeit, und in 2-3 Wochen ist dann alles im Lot. Oder ihr probiert es doch mal mit einem Soor-Mittel? Lieben Gruß, Kristina
rinka84
Der Milchproduktion in meiner Brust werde ich dann also noch ein wenig Zeit geben... :) Bei der U3 wurden keine Auffälligkeiten in seinem Mund festgestellt. Auch das Zungenbändchen war unauffällig. Die Soormittel habe ich auch durch: Nystatin lokal bei meinem Sohn und mir und Fluconazol systemisch. Als dies nach 7 Tagen immer noch keine Veränderung der Schmerzen brachte, habe ich das nach Rücksprache nicht weiter genommen. Das Nystatin hat zumindest die Windeldermatitis recht schnell behoben. Stattdessen sollte ich dann noch ein Antibiotikum nehmen, weil statt Pilzen Bakterien im Abstrich waren. Da es sich dabei aber wahrscheinlich nur um eine Besiedlung handelt (keine Entzündungszeichen wie Fieber, Rötung, Schwellung ect., sogar die Entzündungswerte im Blut sind normal!), habe ich das bis jetzt noch nicht genommen. Nach dieser offensichtlich erfolglosen Fluconazol-Dröhnung bin ich etwas skeptisch was die prophylaktische Einnahme eines Antibiotikums - zudem noch in der Stillzeit - betrifft... Bevor ich damit beginne steigere ich lieber erst nochmal das Magnesium (derzeit 400mg täglich) und achte noch mehr als sowieso schon auf die Anlagetechnik! Daraus ergeben sich mir gerade 2 weitere Fragen...: Gibt es erfahrungsgemäß auch bakterielle "Brustentzündungen" ohne Entzündungszeichen, die aber trotzdem mit derartigen Schmerzen einhergehen? Wieviel Magnesium ist bei so einem Vasospasmus denn täglich empfohlen? Danke erstmal für die schnelle erste Antwort!
Kristina Wrede
Liebe rinka84, es gibt nichts, dass es nicht gibt :-( Du solltest deinen Frauenarzt fragen, der für medizinische Fragen der richtige Ansprechpartner ist. Was den Gefäßkrampf betrifft ist dies ein ganz intesesanter Artikel: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/schmerz/article/830590/schmerzen-stillen-mastitis-gefaessproblem.html Und ich teile deine Meinung, dass das viele Hin und Her der Mittelwahl nicht optimal ist. Aber manchmal geht es nicht anders, wenn die Ursache des Problems nicht wirklich zu finden ist. Immerhin deutet die Windeldermatitis ja durchaus schon auch auf einen Pilz hin, und dass sie besser wurde, könnte schon ein Hinweis sein. Allerdings kann ich von hier aus nicht beurteilen, was bei dir los ist - ich habe ja von hier aus noch weniger Möglichkeiten als die Profis, die dich umgeben! Doch eines, was mir noch einfällt ist die Frage, ob sich die Schmerzen wie Gliederschmerzen anfühlen, eher so wie Rheuma? Dann schau mal hier, ob sich das vielleicht "stimmig" anhört? http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/beitrag.htm?id=145058&suche2=Gelenkschmerzen+und+Stillen&seite=1 LIeben Gruß, Kristina
Ähnliche Fragen
Liebe Frau Welter, mein Sohn kam im August 25 auf die Welt und wird jetzt dann 4 Monate alt. Bei der Geburt hatte er 4 Kilo und bei der u4 zuletzt 7 kg. er wird voll gestillt. Die letzte Woche trinkt er nachts oftmals alle 1,5-2 Stunden. Manchmal auch stündlich ich weis das sowas normal sein kann aber ich mach mir Gedanken ob meine Milch ...
Guten Morgen Frau Welter, Mein 10 Monate alter Sohn kam im Februar per Not-Sectio an 33+6 zur Welt. Da er einige Wochen auf der Neo lag (Pneumonie, intubiert, Magensonde etc.) habe ich direkt am Tag der Geburt angefangen abzupumpen. - bis heute. Mein Sohn ist inzwischen ein guter Esser und isst aufjedenfall seine 3 Hauptmahlzeiten. So langsa ...
Liebe Frau Welter, zunächst wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch und danke für die Ratschläge, die ich dieses Jahr erhalten habe! Mein Sohn (9,5 Monate) hat eine Milchallergie,er juckt sich und kann deshalb nachts nicht schlafen. Auf Rat meiner Hebamme und des Kinderarztes habe ich ihm seit dem 24.12. keine Brust mehr angeboten, nur das Neoc ...
Liebe Biggi, ich stille meinen Sohn (3 Monate) voll. Wenn ich einen arzttermin habe, habe ich immer abgepumpt. Das hat immer super geklappt und in wenigen Minuten hatte ich 150ml Milch. Beim letzten Mal ging es schon etwas schwieriger: nur noch 100ml. Gerade wollte ich wieder pumpen und es kam leider gar nichts mehr. Das ist für mich sehr ...
Liebe Fr. Welter! Seit etwa einer Woche produziert meine linke Brust deutlich mehr Milch als zuvor und auch als die rechte Brust und mein Milchspendereflex ist stärker. Auch spukt meine Tochter häufiger. Meine Tochter ist 2 Monate alt, ich stille sie voll. Am Anfang hatten wir kleine Startschwierigkeiten, da habe ich zusätzlich abgepumpt ...
Liebe Biggi, mein Sohn ist 8 Monate alt und inzwischen arg am Zahnen. Meist schmerzt es ihn abends. Tagsüber isst er schon ganz gut Beikost (Getreideobstbrei zum Frühstück, Mittagsbrei und nachmittags den Milchbrei), abends und bei Bedarf nachts wird er gestillt. Durch das Zahnen hat er abends mehr Trink-/Nuckelbedarf als sonst und bei einer Brus ...
Liebe Frau Welter, mein Sohn ist jetzt 13 Wochen alt und wird voll gestillt. Leider ist das Stillen bei uns nicht immer so stressfrei und entspannt, wie es oft dargestellt wird. Ich habe immer mal wieder mit zu viel Milch zu kämpfen, was ich eine zeitlang gut in den Griff bekommen habe - seit ein zwei Wochen wieder das gleiche Spiel. Kühlen bri ...
Hallo zusammen, zunaexhst lieben Dank für die Möglichkeit hier Fragen stellen zu können. Meine Maus ist mittlerweile 3 Monate alt und ich stille bisher ausschließlich. Da nun Rückbildung usw ansteht, und ich etwas weniger Zeitdruck haben möchte habe ich etwas abgepumpte Milch, in der Hoffnung und dass sie dann die Flasche nimmt. nun meine Frage: ...
Hallo, Ich hatte gestern eine Konisation unter örtlicher Betäubung. Allerdings hab ich einiges an Blut verloren und bekam dann eine Sedoanalgesie. Als ich wieder halbwegs fit war, hab ich etwas Milch abgepumpt, da die Brust schon sehr spannte. Da hab ich bemerkt, dass die Milch plötzlich grünlich war. Auch nach dem Stillen war der Stuhl meines B ...
Liebe Biggi, Mein Sohn ist nun fast 8 Wochen alt und wird voll gestillt. Da bei ihm bald die Zungenband-OP ansteht, möchte ich muttermilch einfrieren, die er dann im Nachgang lutschen kann, um die Wunde zu Kühlen. Außerdem möchte ich mir einen kleinen Vorrat an Muttermilch für Notfälle anlegen. Wie gehe ich dabei nun am besten beim abpumpen vor ...