Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, erstmal: Deine Kollegin Frau Braatz aus der Nähe von Hannover hat mir während einer Brustentzündung im Urlaub ganz toll geholfen, denn der Klinikarzt hatte keine Ahnung vom Stillen :-(( Nun zu meiner Frage: Meine Tochter (8 Mon) hat zwei Zähnchen, das war bislang kein problem, sie hat kaum jemals gebissen. Aber jetzt, wo die Zähne immer länger werden, scheuern sie an der Brustwarze, vor allem abends ist das unangenehm. Nicht direkt schmerzhaft, aber es stört, wenn sie manchmal etwas länger braucht zum Einschlafen. Wenn sie nur nuckelt, habe ich schon überlegt, ihr einen Schnuller zugeben, aber davon ist sie nicht so begeistert. Oder gibt es irgendeine Möglichkeit, die BW an die mechanische belastung zu gewöhnen? Na ja, kein richtig großes Problem, aber Abhilfe wäre schon nicht schlecht. Vielen Dank im Voraus Astrid mit Jantje
? Liebe Astrid, Das „Scheuern" der Zähne kann extrem unangenehm sein. Die erste Sofortmaßnahme ist, dass Du immer wieder die Stillposition änderst, so dass nicht immer die gleichen Stellen belastet werden. Außerdem solltest Du unbedingt darauf achten, dass dein Kind keine Beikostreste im Mund hat, bevor Du anlegst (falls dein Kind bereits Beikost bekommt). Kleine Beikostreste können wie Schmirgelpapier wirken. Lass dein Baby eventuell vor dem Anlegen erst einen Schluck Wasser trinken. Zusätzlich wäre es gut, wenn Du dich an eine Kollegin vor Ort wenden könntest, die dir gezielte Tipps zur Anlegetechnik und verschiedenen Stillpositionen (auch im Liegen) geben kann und dir auch zeigen kann, worauf Du achten musst. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Sprich mit deinem Kind und sobald Du spürst, dass seine Zähne scheuern, ermahne ihn wieder. Du kannst ihm sagen er soll „zart" oder „vorsichtig" (oder welches Wort auch immer in eurem Sprachschatz vorkommt) trinken. Unter Umständen solltest Du ihn wirklich jedes Mal neu anlegen. Falls dein Kind jetzt gerade (wieder) zahnt, kann sich auch die Zusammensetzung des Speichels dahingehend verändern, dass es schneller zu wunden Brustwarzen kommen kann. Dagegen lässt sich leider nichts machen. Kopf hoch, auch wenn es jetzt anstrengend(er) ist, es kommen auch wieder einfachere Zeiten. LLLiebe Grüße Biggi
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