kathfra
Hallo, meine Tochter wird nun 18 Monate und zum Einschlafen und zur Beruhigung nachts (manchmal auch tags) stille ich sie noch. Nun stelle ich aber fest, dass mein Mann nie die Chance hat sie ins Bett zu bringen bzw. sie zu beruhigen, da sie laut weinend nach mir verlangt. Ich überlege nun, ob ich abstillen soll oder nicht. Leider schaffe ich es nur schwer sie ohne stillen in den Schlaf zu bringen. Sie schläft dann nur vor Erschöpfung vor lauter Weinen und Schreien in meinen Armen ein. Ich bin mir recht unsicher, ob das so gut für sie ist. Mein Bauchgefühl weiß nicht weiter. Vielleicht könnten Sie mir helfen? Grüße kathfra
Liebe kathfra, das Verhalten deines Kindes wird sicher von manchen Menschen als extrem anhänglich oder mutterfixiert bezeichnet, doch es ist ein vollkommen normales Verhalten für ein Baby. Es ist sogar wichtig, dass ein Kind zunächst eine feste und verlässliche Bindung zu einer Person aufbaut (und diese Person ist bei einem gestillten Kind naturgemäß fast immer die Mutter). Aufbauend auf dieser Erfahrung kann das Kind dann später seinen Horizont erweitern und Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen. Doch das „Fundament" der engen Beziehung zur ersten Bezugsperson sollte fest sein und so zum Fundament der Beziehungsfähigkeit und Bindungsfähigkeit überhaupt zu werden. Wie schnell oder langsam das Kind dann seine Fühler ausstreckt und Kontakt zu anderen aufnimmt und dort Bindungen knüpft ist ebenso wie das Laufenlernen oder Sprechen von Kind zu Kind verschieden. Jedes Kind hat da seinen eigenen Zeitplan. Keine Angst, dein Sohn wird weder ein Muttersöhnchen noch ein ewig unselbstständiger Mensch, sondern Du legst jetzt den Grundstock für einen in sich ruhenden, selbstbewussten und selbstständigen Menschen. Wenn es für SIE persönlich okay ist, dass Ihr Kind Sie im Moment noch zum Einschlafen braucht, dann ist alles in bester Ordnung. LLLiebe Grüße Biggi
maracuja001
Hallo, Bei uns sind die Bedingungen genauso. 18 Monate, gerne Einschlafstillen und auch nachts noch recht häufig. Familienbett.Wenn mein Sohn nachts wach wird, weint er häufig wie verrückt und nur Stillen hilft. Der Papa wird dann nur noch lauter an gebrüllt, falls er mal ins Zimmer schaut. Nun muss ich aber wieder arbeiten und mache auch regelmäßig Nachtdienste. Ich dachte, es wird hier zu Hause eine Katastrophe wenn ich nicht da bin. Aber gar nicht! Wir haben ihm am Tag mehrmals gesagt, dass ich nachts arbeiten muss und nicht da bin, und dass er die Nacht mit Papa alleine ist. Und es gab kein Gebrüll. Er ist zwar auch mehrfach aufgewacht, aber brauchte kein Stillen zum Einschlafen. Hat aber deutlich mehr Wasser getrunken. Diese kleinen Menschen sind anpassungsfähiger als man denkt. Wenn ich allerdings da bin, geht ohne Stillen gar nichts.Lg
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