Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Sanftes Abstillen Kind 19 Monate

Frage: Sanftes Abstillen Kind 19 Monate

SLNickel

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Hallo, da ich in diesem Forum bisher sehr konstruktive Beiträge auch zum LZS gelesen habe und selbst die Grundsätze der La Leche Liga unterstütze, denke ich, dass dies der richtige Ort für meine Frage sein könnte: Ich stille unsere Tochter (19 Monate) nun schon viel länger als ursprünglich gedacht;) ..wie das wohl vielen LZS -Müttern geht...Ich habe gelernt, dass die geläufige Vorstellung eines natürlichen Abstillprozesses nach 6 Monaten nicht zutreffend ist. Mit Flasche und Schnuller brauchte ich unserer Tochter als Ersatz nicht zu kommen. Beides wurde konstant abgelehnt. So haben wir den längeren Weg gewählt und uns nach ihrem Tempo gerichtet. Außer bei Krankheit stillen wir zum Einschlafen, nachts und manchmal nach dem Aufwachen. Auch wenn ich generell befürworte jedem Kind seine Zeit zu lassen... kann ich mein Bedürfnis nach mehr Freiraum nicht mehr unterdrücken. Mein größtes Problem ist, dass durch die Gewohnheit des Stillens zum Einschlafen keiner außer mir die kleine Motte abends ins Bett bringen oder beim nächtlichen Aufwachen beruhigen kann. Sobald sie ins Bett krabbelt schickt sie den Papa oder die Oma weg und möchte gestillt werden. Auch ich habe versucht sie vor dem Einschalfen abzudocken oder garnicht erst zu stillen, aber das wird nicht akzeptiert. Gerne würde ich problemloser mal Abends ausgehen oder langfristig ein zwei Nächte verreisen können. Knallhartes Abstillen ist für mich derzeit keine Alternative, aber mir fehlen die Ideen für einen sanften Übergang. Für jegliche Ideen und/oder Erfahrungswerte bin ich sehr dankbar!!


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Liebe SLNickel, oh ja, ich denke dass die meisten Frauen wie du und ich, die unsere Babys länger als 6 Monate stillen bzw. gestillt haben, sich das nie so hätten vorstellen können. Und doch, es entwickelt sich aus der einfachen Erkenntnis heraus, dass es gut ist für Mutter und Baby. Und dass nichts daran "krank" oder unnatürlich ist. :-) Tatsächlich ist es aber so, dass ein Baby mit 19 Monaten ganz gut begreifen kann, wenn etwas nicht so laufen wird wie es das möchte. Es ist natürlich und richtig, dass deine Maus das nicht "will" (sie ist intelligent und möchte das, was IHR am besten erscheint), aber es ist überhaupt nichts verkehrt daran, dass du bzw. ihr es dennoch TUT. Will sagen: Wenn du abends ausgehen möchtest, und alle Betreuenden sich darüber im Klaren sind, dass es Gemecker seitens der Kleinen geben wird, dann wird sie recht schnell verstehen, dass es nichts ändert wenn sie meckert, und sie wird sich "fügen". Viele andere Mütter haben das schon vor dir erfahren, ich gehöre dazu! Es steht und fällt alles mit unserer Einstellung und mit der der betreuenden Personen. Je cooler und bejahender sie mit dem Unmut des Kindes umgehen - ohne lieblos oder gar strafend zu werden!!! - desto geringer der Widerstand der Kleinen. Wichtiger ist jedoch, was mit deiner Brust geschieht, wenn die Trennung zu lang ist. 2 Nächte sind da doch etwas anderes als wenn du abends mal zum Tanzen gehst. Da gilt es darauf zu achten, dass du keinen Milchstau bekommst! Lieben Gruß, Kristina


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