Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Reicht meine Milch noch ?

Frage: Reicht meine Milch noch ?

Mitglied inaktiv

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Hallo Biggi, ich stille meine Tochter (18 Wochen) noch voll. 6-8 x /Tag. Die Nacht schon seit sie 4 Wochen alt ist nicht mehr. Sie scheidet tgl. ca. 250 - 350 ml Urin aus, Stuhlgang 2 x/Woche. Geburtsgewicht 3340 g, KU 32,5 cm, Länge 51 cm, niedrigstes Gewicht 3110 g. Jetzt wiegt sie 6310 g, Länge 65 cm, KU 41 cm. In den letzten 3 Wochen hat sie aber nur 200 g zugenommen und seit 3 Tagen 80 g abgenommen. Sie hatte schon 6390 g. Reicht meine MIlch denn noch aus ? Ich möchte das Zufüttern unter allen Umständen vermeiden, denn ich bin selbst stark allergisch und ich möchte ihr nach Möglichkeit auch keine HA-Nahrung mit der Flasche geben. Ich weiß schon, daß häufiges Anlegen die MIlchproduktion steigert, aber wenn ich sie anlege und sie hat nicht richtig Hunger dann trinkt sie auch nicht. Sie bekommt vielleicht 1 x /Woche 30 ml Bauchwehtee, sonst nichts anderes. Ich trinke tgl. 2 - 2,5 l Stilltee und Wasser. Sie wirkt nicht so als ob sie nicht satt wird, eher kommt es mir so vor als wäre sie zur Zeit so neugierig und hat wenig Zeit zum Trinken. Was soll ich jetzt machen ? Vielleicht wiege ich sie auch zu oft ? Oder ist das manchmal so, daß die Kleinen in der Gewichtszunahme bremsen ? Schon vielen Dank im voraus für eine Antwort Mfg Katrin


Biggi Welter

Biggi Welter

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? Liebe Katrin, wenn ich die durchschnittliche Gewichtszunahme Ihrer Tochter anschaue, dann sieht es zunächst einmal nicht bedenklich aus. Doch die Tatsache, dass Ihre Tochter abgenommen hat und auch die von Ihnen genannte Urinmenge in 24 Stunden gefallen mir gar nicht. Da ich jedoch aus der Distanz nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten habe, Ihnen weiterzuhelfen, möchte ich Sie bitten, sich so bald als möglich an eine Kollegin vor Ort zu wenden und Ihre Tochter auch von Ihrer Kinderärztin/arzt anschauen zu lassen. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Bis Sie eine Stillberaterin erreichen können hier einige allgemeine Hinweise zur Steigerung der Milchmenge: Oberste Regel: Häufiges Anlegen und ein gut saugendes Kind stimulieren die Brust zu mehr Milchbildung. Deshalb sollten Sie Ihr Baby in den nächsten Tagen oft anlegen. Etwa alle zwei Stunden (jeweils vom Beginn der letzten Mahlzeit bis zum Beginn der nächsten Mahlzeit gerechnet) und vermeiden Sie den Schnuller. Der Schnuller befriedigt das Saugbedürfnis ihres Kindes, ohne dass es dabei Nahrung erhält. Bei einen wenig zunehmenden Kind ist dies nicht günstig. Um das Interesse Ihres Babys an der Brust wachzuhalten, können Sie es mit Wechselstillen versuchen. Beim Wechselstillen legen Sie Ihr Baby an und stillen es, solange es wirkungsvoll saugt, d.h. es schluckt nach jeder oder jeder zweiten Saugbewegung. Sobald es seltener schluckt, nehmen Sie es sanft von der Brust (vergessen Sie nicht den Saugschluss zu lösen) und lassen es aufstoßen, streicheln seine Fußsohlen oder massieren es sanft entlang der Wirbelsäule, um seine Aufmerksamkeit zu wecken. Dann wird es an der anderen Brust angelegt und wieder gestillt, so lange es wirkungsvoll saugt. Schluckt es wieder seltener, wird es zurück an die erste Brust gelegt, nachdem Sie es wieder etwas ermuntert haben. Dieses „Wecken und Wechseln" wird zwanzig bis dreißig Minuten lang ausgeführt, tagsüber alle zwei Stunden und nachts mindestens alle vier Stunden. Nach ein paar Tagen sollte eine Gewichtszunahme bei Ihrem Baby feststellbar sein. Um die Milchproduktion zu steigern kann außerdem zusätzliches Pumpen sinnvoll sein. Am besten wäre es, wenn Ihnen eine Stillberaterin vor Ort das Abpumpen genau erklärt und Ihnen zeigt wie Sie die Brust massieren können. Achten Sie darauf, dass SIE so viel Ruhe und Erholung wie möglich bekommen (am besten legen Sie sich zusammen mit Ihrem Baby ins Bett) und sich möglichst ausgewogen und ausreichend ernähren. Kohlenhydratreiche Nahrung wirkt sich positiv auf die Milchmenge aus. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Sie müssen keinen Milchbildungstee trinken und wenn Sie ihn trinken wollen, dann bitte nicht mehr als zwei bis drei Tassen täglich, mehr kann Bauchprobleme bei den Kindern verursachen. Eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr wirkt sich nicht positiv auf die Milchbildung aus. Sie trinken genügend, wenn Sie sich nicht ausgedörrt fühlen, wenn Ihr Urin hell ist und Sie keine Verstopfung bekommen. Bieten Sie bei jeder Mahlzeit beide Brüste an. Dadurch das Baby wirklich die gesamte vorhandene Milch bekommt und die Milchproduktion in beiden Seiten angeregt wird. Achten Sie auf eine korrekte Stillhaltung und richtiges Ansaugen Ihres Babys. Das Baby darf nicht nur die Spitze der Brustwarze in den Mund nehmen. Seine Lippen müssen auf dem Warzenhof aufliegen. Scheuen Sie sich wirklich nicht, eine Stillberaterin in Ihrer Nähe zu kontaktieren. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Hallo Biggi, danke für Deine schnelle Antwort. Ich wohne in 95679 Waldershof. Wir gehen morgen mal mit ihr zum Kinderarzt. Heute hatte sie aber schon wieder 6400 g. Vielleicht hat ja auch die Waage gesponnen ?. Mfg Katrin


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Katrin, wurde das Kind immer auf der gleichen Waage gewogen? Es gibt da beträchtliche Unterschiede und Du solltest wirklich immer auf der selben Waage wiegen. Bitte wende dich an Frau SELL, Karin, Karin.Sell@lalecheliga.de , Tel.: 09281-18612, sie kann dir sagen, welche Beraterin für dich die Nächste ist. LLLiebe Grüße Biggi


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