Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, ich muss mal wieder was ändern, und weiss nicht wie. Jetzt wo ich schwanger bin, hätte ich gern vor der Geburt ein bischen Nachtschlaf. Meine Tochter, 18 Monate, schläft schlecht und stillt noch viel nachts. Ich will weiterstillen, auch tandem, kein Problem, aber nachts nie länger als max. 3 Stunden zu schlafen, und auch darauf kann ich mich nicht verlassen, das schlaucht. Kann ich sie behutsam daran gewöhnen, nachts ohne Brust zu schlafen, vielleicht sogar mal stundenlang?? Und im eigenen Bett?? Sind wahrscheinlich zuviele Wünsche auf einmal... Sie geht mit uns um 23 Uhr schlafen, stillt spätestens um 4, oft auch früher schon, mindestens noch um 7.30, oft öfter. Wenn ich sie lasse, schläft sie dann locker durch bis um 12. Also, mit 2 Kindern kriege ich das so nicht mehr hin... Danke mal wieder, Erika
? Liebe Erika, ich kann dir nachfühlen, dass Du gerade jetzt, wo Du wieder schwanger bist nach Möglichkeiten suchst, die dir das Leben einfacher machen. Ob das teilweise Abstillen wirklich eine solche Möglichkeit bietet, wage ich jedoch zu bezweifeln. Nimm dir in einem ruhigen Moment doch einmal ein Blatt Papier und schreibe dir auf, was Du dir von dem Abstillen in der Nacht erwartest und dann schreibe hinter deine Erwartungen, wie realistisch es ist, dass sie wirklich erfüllt werden. Wenn Du dann zu dem Schluss kommst, dass eine echte Chance besteht, deine Vorstellungen zu verwirklichen, dann versuch es. Ein radikaler Brustentzug wird für dein Kind sicher sehr schwierig sein und mit vielen Tränen verbunden. Vielleicht kannst Du statt von jetzt auf gleich nicht mehr zu stillen, die Zeit an der Brust schrittweise immer weiter verkürzen, so dass der Übergang fließend ist. Eine Möglichkeit für die Nacht ist es, dass statt dir dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du allmählich und mit viel Liebe vorgehst und nicht zu schnell die Geduld verlierst. Denke daran, dass das Stillen für dein Kind viel mehr ist, als nur Ernährung. Eine schöne Schwangerschaft und eine gute Geburt. LLLiebe Grüße Biggi
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