Mitglied inaktiv
gibt es das ? ich habe das Gefühl das mein Sohn 10 Wochen alt hauptsächlich aus der rechten Brust Milch bekomnmt da läufts auch immer noch leicht raus beim Stillen seitlich , aber links nuckelt er immer mehr als das er trinkt ....da kommt auch keine zusätzliche Milch seitlich mehr raus. Eigentlich ist es doch auch "unmöglich" nicht genug Milch zu bekommen oder ?...Meine Tochte habe ich ohne Probleme über 6 Monate voll gestillt. Bei meinem Sohn jetzt bin ich etwas verunsichert ob es wirklich reicht. Vielen Dank schon mal im vorraus
? Liebe Khinja, Wir Menschen sind nicht symmetrisch und das gilt auch für die Brüste einer stillenden Frau. Es ist ganz normal, wenn eine Brust mehr Milch bildet als die andere und es ist auch ganz normal, dass ein Baby eine Lieblingsbrust hat. In einigen Fällen kommt es zu einer stärkeren Milchproduktion in einer Brust, weil in dieser Brust mehr Milchgänge arbeiten und die Milch in dieser Brust schneller und reichlicher fließt. Manchmal wird (häufig unbewusst) an einer Seite mehr angelegt als an der anderen und so diese Seite zu mehr Milchbildung angeregt. Dieser Unterschied ist jedoch normalerweise bedeutungslos, da es nicht auf die Menge in einer Brust ankommt, sondern auf die Gesamtmenge. Es ist außerdem auch möglich mit nur einer Brust zu stillen (Zwillinge haben rechnerisch auch nur eine Brust pro Kind zur Verfügung). Das einzige Problem, das auftauchen kann, besteht darin, dass die Brüste ungleich in der Größe sein können. Doch dies ist ein eher kosmetisches Problem und nach dem Abstillen gleichen sich die Unterschiede wieder aus. Manchmal hat das Kind auch eine Lieblingsseite weil es sich in einer bestimmten Stellung unwohl fühlt (z.B bedingt durch seine Lage im Mutterleib oder durch eine Verletzung bei der Geburt). Hier sollte das Kind einmal von der Kinderärztin/arzt angeschaut werden, um auszuschließen, dass eine solche Ursache für die Seitenbevorzugung vorliegt. Wichtig ist aber nicht, ob Ihr Kind an einer oder beiden Seiten trinkt und ob es an beiden Seiten gleich viel Milch trinkt, sondern wirklich nur das Gedeihen, das Sie an den folgenden Punkten ablesen können: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Sind alle diese Punkte erfüllt? Dann ist davon auszugehen, dass Ihr Baby satt wird und gut gedeiht. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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