Sabine0607
Hallo Biggi! Ich bin noch neu hier im Forum. Ich hatte auf deine Antwort nochmal zurückgefragt, aber scheinbar funktioniert das nicht. Daher probiere ich es einfach nochmal mit einer neuen Frage und füge den Verlauf unten bei. Ich bin mittlerweile ziemlich verzweifelt. Ich bin mehr als überzeugt davon, dass ich meine Tochter weniger stillen möchte-es bereitet mir keinen Spaß mehr. Ich rede ihr gut zu und versuche es ihr zu erklären. Aber keine Chance. Das mit dem Kuscheln funktioniert leider überhaupt nicht. Meine Tochter schreit und weint und ist völlig außer sich. Sie schläft dann einfach nicht, dreht völlig auf. Es vergehen manchmal 2 Stunden, bis ich sie dann wieder an die Brust nehme und sie schläft. Auch der Papa kann sie kaum noch ins Bett bringen. Er kann mal kurz einspringen, damit ich mal kurz runterkommen kann. Aber sie schreit und ruft nach Mama. Sie weiß natürlich mittlerweile, dass ich irgendwann wiederkomme, wenn sie lange genug schreit. Manchmal schläft sie beim Papa ein, aber nur, nachdem sie schon lange geweint hat. Das kann doch nicht gesund sein für die kleine? Sie fühlt sich doch von mir im Stich gelassen?! Ich kann das kaum mitanhören vom Wohnzimmer, das macht mich total fertig und ich fühle mich, als hätte ich als Mutter völlig versagt. Mein Mann würde es trotzdem gerne probieren, sie jeden Abend zuerst ins Bett zu bringen, damit sie sich daran gewöhnt. Ich hab da so meine Zweifel, weil ich denke, dass ich sie damit im Stich lasse und sie das in ihrer Entwicklung stört.Wis siehst du das? Wenn ich nur kuscheln versuche, dreht und windet sie sich und sucht sich ihren Weg zur Brust. Mein Problem ist, dass ich so ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber hab, weil sie ja nichts dafür kann, dass ich wieder schwanger bin. Dadurch sind die Brustwarzen aber dermaßen empfindlich, dass es nur schmerzt. Und viel Milch fließt nicht mehr. Ich beiße dann die Zähne zusammen und denke mir "in 4 Monaten ist das Baby da, dann tut die Brust nicht mehr weh", aber schön ist es nicht. Wenn sie dann manchmal noch in die überreizte Brust beißt, schreie ich sie manchmal an und dann tut es mir doppelt leid. Soetwas wie Feierabend gibt es nicht. Meist sind mein Mann und ich dann so aufgelöst und fertig und es ist nicht selten 22 Uhr. Das Problem ist, dass sie auch trotz Brust dann manchmal sehr lange braucht, bis sie einschläft und das halte ich dann nicht aus. Wenn sie einfach nur 10 Minuten an die Brust gehen und dann einschlafen würde, wäre es kein Problem. Ich will sie ja weiterstillen, aber nicht so. Auch mittags bekomme ich sie nur ins Bett, wenn sie a) im Auto einschläft oder b) ich sie stille. Dann aber auch oft nur mit mehrmaligen Unterbrechungen, bei denen ich sie immer wieder stillen muss-oder durchgehend den kompletten Mittagsschlaf weil sie sonst aufwacht. Hast du noch einen Tipp für mich? LG Sabine Verlauf: Mein Kind möchte nur noch an die Brust! Hallo!! Ich habe eine 15 Monate alte Tochter und bin mit meinem 2. Kind schwanger (21. SSW). Seit ich schwanger bin, hat sich meine Milchmenge reduziert, das spüre ich am Volumen meiner Brust. Ob und wieviel noch fließt, weiß ich nicht. Seit ich schwanger bin, möchte meine Tochter nur noch an die Brust. Sie isst normale Familienmahlzeiten mit. Ich habe das Gefühl, sie möchte die Milchmenge steigern. Sobald sie in meiner Nähe ist, will sie an die Brust. Ich kann sie zwischendurch ablenken, aber das ist schwierig. Nur kuscheln geht nicht, weil sie dann einfach mein Tshirt runterzieht und sich versucht zu bedienen. Mittlerweile sagt sie auch "Brust". Ich habe sie immer zum einschlafen gestillt (tagsüber, abends und nachts). Nur kuscheln, Vorlesen und wach hinlegen klappt nur mit herzzerreißendem Geschrei. Teilweise bleibt sie den kompletten Mittagsschlaf ( bis 2 Stunden) "angedockt" und wird sofort wach, wenn ich sie abziehe. Auch die Methode aus "Jedes Kind kann schlafen lernen" haben wir versucht, aber ich bringe es nicht übers Herz, sie so weinen zu lassen. Die Methode ist mir einfach zu rabiat. Gutes Zureden habe ich auch versucht, aber es hilft leider nicht. Ich habe kein Problem damit, sie auch weiter zu stillen, wenn ich nicht so extrem empflindliche Brustwarzen hätte mit entsprechenden Schmerzen und es auch nicht in der Häufigkeit wäre.Es belastet unsere Stillbeziehung eher und stresst mich. Gleichzeitig möchte ich nicht, dass sie die Leidtragende wegen der 2. Schwangerschaft ist und stille dann auch unter Schmerzen weiter. Können Sie mir einen Tipp geben, wie ich eine liebevolle Art finden kann, das Stillen zu reduzieren? Es funktioniert leider nicht, sie im Arm zu wiegen oder nur zu kuscheln. Sie dreht und windet sich ihren Weg zur Brust. Lieben Dank schonmal und liebe Grüße! Sabine von Sabine0607 am 16.06.2016Liebe Sabine, dein Kind wird nicht gerne auf die Brust verzichten, aber es WIRD sich an die neue Situation gewöhnen, wenn DU liebe voll und klar bist. So lange DU nicht ABSOLUT sicher bist, dass Du weniger stillen möchtest, wird dein Kind das spüren. Ist die Mutter innerlich nicht davon überzeugt, dass sie ihr Kind ab- oder weniger stillen will, dann ist dieser Zweifel für das Kind sehr deutlich fühlbar und es reagiert in fast allen Fällen so, dass es eher noch häufiger gestillt werden mag. Zweifel und Unsicherheit sind für ein Kind unerträglich, Kinder brauchen Klarheit. Versuche, mit deinem Kind sehr viel zu kuscheln! Wichtig ist, dass deine Kleine spürt, dass Du ihr zwar die Brust entziehst, nicht aber deine Liebe. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen. Ich hoffe, die Antwort hilft dir ein wenig weiter. LLLiebe Grüße, Biggi von Biggi Welter am 16.06.2016 Liebe Biggi! Danke für deine Antwort! Das Problem ist, ich kann nicht nur mit ihr kuscheln. Sie sucht sich mit aller Kraft den Weg zur Brust und weint wenn sie diese nicht bekommt. Wir haben es jetzt öfter so gemacht dass mein Mann sie ins Bett gebracht hat, damit ich mal Brustpause habe. Hältst du das für den falschen Weg? Vielen Dank nochmal! Sabine
Liebe Sabine, so schwer es dir fällt, dein Kind braucht KONSEQUENZ und KLARHEIT. Im Moment lernt es wirklich nur, dass es lange genug schreien muss, bis es endlich an die Brust darf. Das ist für Euch beide schmerzvoll und wird sich nicht ändern, wenn Du die Situation nicht änderst. Dein Kind spürt jetzt deinen Zwiespalt und da es sich nicht hinsetzen und sagen kann „Mama, ich spüre, dass Du dir nicht sicher bist, was jetzt das Richtige ist, deshalb werde ich dir jetzt bei deiner Entscheidungsfindung helfen" reagiert es auf deine Zweifel mit Unruhe, Weinen und Verunsicherung. Es hat keine anderen Ausdrucksmöglichkeiten als Weinen und (vermehrte) Anhänglichkeit. Kinder sind für „geordnete Verhältnisse", Unsicherheit und Zweifel bringen sie aus dem Gleichgewicht. Wichtig ist nun, dass ihr zum einen wirklich miteinander redet und Du deinem Kind klar erklärst und sagst, was Du willst und was Du nicht mehr willst. Zum anderen muss für dein Kind deutlich erkennbar sein, wo deine Grenzen gesetzt sind. Liebevolle Konsequenz ist das Zaubermittel in der Erziehung. Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind brauchst du nicht befürchten, wenn du ihm wirklich beistehst und ihn nicht "strafst" für seine natürliche Reaktion auf diese Veränderung. Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte", das ich wärmstens empfehlen kann. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Deine Kleine wird vermutlich schreien, toben, treten oder dich schlagen wollen. Ist das schlimm? Nein, es ist völlig normal, denn es ist die einzige Art, wie sie in diesem zarten Alter ihren Frust ausdrücken kann. Wie kannst du damit umgehen? Lass es zu. Lass dich nicht verunsichern, denn es geht deinem Kind ja trotzdem gut, es bekommt kein Trauma fürs Leben, wird nicht an deiner Liebe zweifeln. Dein Baby ist sauer, und das wird auch wieder vergehen. Bleibe bei ihm und sei du ruhig und klar, so dass sie sich an dir orientieren kann. Vielleicht wirst du sie ein wenig ablenken wollen (falls sie sich ablenken lässt), vielleicht bleibst du auch einfach nur in ihrer Nähe und versicherst ihr, dass alles ok ist, und dass ihr weiter stillen könnt (oder kuscheln), sobald sie sich etwas beruhigt hat. Wenn du konsequent bleibst, wird es klappen. Nur davon hängt es ab: Schaffst DU es... Ich würde mich freuen, wenn Du mir in ein paar Tagen noch einmal schreibst, wie es Euch dann geht. LLLiebe Grüße, Biggi
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