Mitglied inaktiv
hallo, war ja eben beim hautarzt, der meinte, ich würd ja lange stillen und er hätte es geschafft (er??), dass sein kind mit sechs monaten abgestillt wurde, denn er sei halt auch "eifersüchtig" gewesen. es würde auch medizinisch länger keine vorteile bringen....sie hätten halt die flasche gegeben.... (??). und bezüglich des schadstoffes, der eingeagert ist und in die milch übergeht, sage man ja auch "besser eine junge kuh, als eine alte mutter". hmm.. etwas seltsam das ganze. es ist doch aber richtig, dass empfohlen wird, sechs monate voll zu stillen? ich wollte anfang februar (da ist der kleine anfang des siebten monats!) mit beikost beginnen aus den gründen: 1. der kleine krabbelt schon ein bisschen und sitzt frei (kippelt manchmal). 2. er greift nach unseren tellern und betrachtet alles am tisch fasziniert. er nimmt vitamin d als tropfen vom löffel ohne mit der wimper zu zucken...hat sich geändert. 3. er trinkt irgendwie mehr und giegriger (tut weh) 4. ich werde im august meine ausbildung fortsetzen und will ihm zuliebe bis dahin abstillen (denke, dass er sonst so sehr gebunden, wenn krippe mit etwa eineinhalb jahren, dazwischen betreuung durch papa) bzw. dazwischen ein bisschen zeit haben, in der wir die stillbeziehung in eine mama-baby-stattdessen-kuscheln-beziehung übergehen lassen können... 5. ich merke (trotzdem ich auch manchmal sehr traurig bin, dass der kleine so schnell groß wird und bald etwas inniges wegfällt), dass ich langsam etwas mehr unabhängigkeit zurück haben will. ich bin das stillen jetzt öfter leid, nachdem es anfangs eh sehr anstrengend war, aber dann die totale offenbarung, was mamaliebe betraf. sind das gute gründe für baldiges abstillen? :) sollte ich eigentlich weniger essen, sobald der kleine beikost bekommt?gravierend? vielen dank fürs lesen und antworten!
Liebe Liebe erdnusslove, da ist kein triftiger Grund dabei ;-). Beikost anbieten bedeutet nicht automatisch, dass abgestillt wird und viele Frauen stillen noch jahrelang und geben trotzdem Beikost. Sowohl für dein Kind als auch für deine Brust ist es günstiger, wenn Du den Begriff BEI Kost wörtlich nimmst. Beikost ist Nahrung, die ergänzend zur Muttermilch gegeben wird und nicht als Ersatz, denn sonst würde es ANSTATT Kost heißen. Bei der Vorgehensweise, dass langsam als ergänzende Nahrung Beikost angeboten wird, hat die Brust Zeit, sich an die Veränderung zu gewöhnen, das Kind hat ebenfalls mehr Zeit für die Umstellung und die Nährstoffe aus der Beikost können in Zusammenhang mit bei der gleichen Mahlzeit angebotener Muttermilch besser verwertet werden. Das sind eine Menge Vorteile. Gerade wenn Du wieder arbeitest, kann es für dein Kind ganz wichtig sein, dass es noch gestillt wird, wenn Du zu Hause bist. Tagsüber kann es ganz normal essen und wenn Du da bist, bekommt es eine "Extraportion Mama", denn Stillen bedeutet viel mehr, als nur Nahrung zu geben. Wenn DU nicht abstillen möchtest und dich wohl fühlst, brauchst Du sicherlich nicht abzustillen. Die WHO empfiehlt ausdrücklich für ALLE Kinder eine Stillzeit von bis zu zwei Jahren und darüber hinaus. Die Ernährungsempfehlungen der WHO sind (in englisch) nachzulesen unter www.who.int/chd/publications/newslet/diaglog/9/feeding_young_children.htm . Es steht in der Innocenti Deklaration ausdrücklich, dass diese Empfehlungen für alle Kinder und nicht nur für Kinder in Drittweltländern Anwendung finden. Die amerikanische Akademie der Kinderärzte (AAP) empfiehlt ebenfalls eine mindestens einjährige Stillzeit für alle Kinder und darüber hinaus solange Mutter und Kind es wollen. Die neueste Verlautbarung der American Academy of Pediatrics ist übrigens seh eindeutig. Dort steht nämlich "There is no upper limit to the duration of breastfeeding and no evidence of psychologic or developmental harm from breastfeeding into the third year of life or longer". (Es gibt keine Obergrenze für die Stilldauer und keinen Beleb für Schädigungen hinsichtlich der Psyche oder der Entwicklung, wenn bis in das dritte Lebensjahr oder länger gestillt wird) Zum Thema Schadstoffe zitiere ich eine Aussage von Denise Both, IBCLC: Ganz generell ist es jedoch so, dass das Thema Schadstoffe leider immer wieder hochgekocht wird und dabei quasi Äpfel mit Birnen verglichen werden. Tendenziell ist immer damit zu rechnen, dass Muttermilch eine höhere Schadstoffbelastung aufweist als künstliche Säuglingsnahrung (dafür gibt es mehrere Gründe z.B. die Tatsache, dass der Mensch am Ende der Nahrungskette steht und dass Frauen in der Regel bei der Geburt ihrer Kinder im Allgemeinen doch eher zwanzig und mehr Jahre Zeit hatten, Schadstoffe in ihrem Körper anzusammeln, eine Kuh jedoch nicht nur weiter unten in der Nahrungskette steht, sondern auch deutlich jünger bei der Geburt der Kälber und damit beim Einsetzen der Laktation ist). Gleichzeitig sind die Grenzwerte, die für Schadstoffe in Lebensmitteln angegeben werden, darauf abgestimmt, dass dieses Lebensmittel lebenslang in einer bestimmten Menge aufgenommen wird. Auch das ist ein Punkt, der für Muttermilch nicht zutrifft, so dass der oft geäußerte Spruch "Muttermilch dürfte aufgrund der Überschreitung der Grenzwerte nie in den Handel gelangen" auch in die Kategorie "Äpfel und Birnen" gehört. Und ganz davon abgesehen ist es nach wie vor so, dass ein eventuelles Risiko durch Schadstoffe in der Muttermilch durch die nachgewiesenen Vorteile des Stillens mehr als aufgewogen wird. Zu dieser Thematik gibt es etliche Veröffentlichungen, die z.B. über eine Pubmed-Recherche schnell gefunden sind. Die Aussage, dass zurzeit wieder nur vier bis sechs Monate stillen empfohlen wird, ist einerseits richtig und andererseits falsch. Es stimmt, dass es in der letzten Zeit Bestrebungen gab, an der sechs Monatsgrenze zu rütteln, es wurde sogar das Gerücht in die Welt gesetzt, dass selbst die WHO ihre Empfehlungen verändern würde. Doch letztlich sind die Empfehlungen nicht geändert worden und schon gar nicht wegen einer eventuellen Schadstoffbelastung. Diese Aussagen, dass nur mehr vier bis sechs Monate stillen empfohlen würde und dass die Beikosteinführung vorgezogen werden sollte, hat dazu geführt, dass die Stillorganisationen in Deutschland eine gemeinsame Erklärung abgegeben haben. Diese kannst Du z.B. hier nachlesen http://www.stillen.org/deutsch/docs/stellungnahme_optimaler-zeitpunkt-beikosteinfuehrung.pdf Da wir als Reaktion auf diese Erklärung erneut mit der Aussage konfrontiert wurden, die WHO-Empfehlungen wären in Änderung begriffen, haben wir bei der WHO nachgefragt und am 14. April 2009 folgende Antwort von Randa Jarudi Saadeh von der Abteilung Nutrition and Health Development der WHO erhalten: "Die WHO hat ihre Empfehlungen zur Dauer der Zeit des ausschließlichen Stillens nicht verändert. Es wäre interessant zu wissen, welche Quelle es für diese (anderlautende) Information gibt, da ich bereits mehrere Anfragen dieser Art erhalten habe und nicht sicher bin, welche Gründe es dafür gibt und was dahinter steckt." (WHO has not changed its infant feeding recommendations concerning the duration of exclusive breastfeeding. It will be interesting to know the source of this information as I have had other queries of this sort and I am not sure the reasoning for this and what is behind it.) LLLiebe Grüße, Biggi
Mitglied inaktiv
achso ich wollte nur anmerken, dass ich nicht nach sechs monate abstillen will, sondern nur nicht mehr voll stillen, da ja beikost...stillen werde ich wie von hebi empfohlen, bis die drei mahlzeiten "ersetzt" sind, also noch 3- 4 monate lang..... danke
Mitglied inaktiv
na hoffentlich hast da nicht die rechnung ohne den wirt gemacht. meine süße ist mit 6,5 monaten gekrabbelt - jetzt ist sie fast 10 monate und läuft schon fast - und isst immer noch nur nicht nennenswerte mengen! sie hat unglaublich nach unseren tellern gegiert - und wasser vom löffel genommen und sab simplex - und als der brei kam ging der mund genau einmal auf und dann blieb er offen und das kind hat gewürgt was das zeug hält und ein gesicht gemacht als hätte ich ihr gift gegeben! und heute sind wir bei 5 löffel mittagsbrei und ein zwei stückchen fingerfood - und reiswaffeln udn obst übern tag verteilt und das wars! Liebe Grüße
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