Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Nächtliches Stillen

Frage: Nächtliches Stillen

LeLa258

Beitrag melden

Liebe Biggi, ich bin gerade völlig verunsichert und ich habe fast schon Angst vor der heutigen Nacht. Ich stille unsere Tochter, fast 20 Monate, noch Abends zusätzlich zum Abendessen und nachts wenn sie aufwacht. Ich hatte ja berichtet, dass sie erkältet ist und daher den Schnulli nicht möchte. Diese Chance haben wir nun genutzt und ihr den Schnulli völlig unproblematisch abgewöhnen können. Sie hat absolut kein Interesse mehr daran. Teilweise liegen Schnullis noch offen rum und sie beachtet sie nicht. Soweit alles super. Die Abgewöhnung ist jetzt etwa 1,5 Wochen her. Du hattest ja darauf hingewiesen, dass es sein kann, dass sie nun verstärkt an die Brust will. Mir ist aufgefallen, dass sie zwar nicht häufiger gestillt werden will, aber teilweise sehr lange nuckelt. Sonst habe ich 2-3 min gestillt uns sie hat sich umgedreht und geschlafen. Nun stille ich mindestens 10 Min oft länger wobei mach wenigen Minuten schon keine Milch mehr kommt. Das lange Nuckeln empfinde ich als sehr unangenehm und schmerzhaft und ich würde nun langsam wirklich gerne nachts abstillen. Nun weiß ich aber nicht, ob das vielleicht zu viel Veränderung auf einmal ist. Vor 1,5 Wochen Schnulli weg und jetzt soll sie nachts auch auf die Brust verzichten. Ich bin unsicher ob ich ihr das zumuten kann oder noch etwas warten sollte. Zudem kommt, dass mir immer häufiger zu Ohren kommt wie schädlich das Stillen in der Nacht für die kleinen Zähnchen sein soll. Das macht mir ehrlich gesagt Angst. Das Abendliche Stillen habe ich jetzt schon auf vor dem Zähne putzen verlegt. (sonst haben wir das immer unmittelbar während des Einschlafrituals gemacht, das war dann aber nach dem Zähne putzen) Diese Veränderung hat sie völlig problemlos angenommen. Heute Nacht hatten wir die Situation, dass ich ihr nach 10 Min schmerzhaftem Nuckeln die Brust entzogen habe und ihr erklärt habe, dass Mama Aua hat. Das versteht sie grundsätzlich auch. Nur war sie natürlich extrem sauer. Und hat dies lautstark über 20 Min zum Ausdruck gebracht. Nach 20 Min ging das Schreien in ein bitterliches Weinen über. Es war herzzerreissend. Ich konnte sie für ein paar Minuten durch meine Stimme beruhigen, dabei ist sie auch fast wieder eingeschlafen, dann ging es jedoch wieder von vorne los. Bis ich irgendwann unten im Wohnzimmer mit ihr war. Sie sich beruhigt hatte und ich mit ihr vereinbarte, dass wir ohne Schreien ins Bett gehen und dafür kurz stillen. Ich weiß, ein fataler Fehler, aber das Weinen hat mir das Herz zerrissen. Da hat sie dann aber auch ein paar Min stillen und das "Abdocken" meinerseits ohne murren akzeptiert. Es ist so, dass ich es nun mittlerweile wirklich möchte nur es mir unglaublich schwer fällt stark zu bleiben. Ich würde mich über Deine Rückmeldung und Anregungen freuen. Ich würde mich auch sehr über Tipps freuen wie man mit dem Schreien und dem Protest des Kindes beim nächtlichen Entzug der Brust am besten umgeht? Unsere Tochter will dann weder angesprochen werden, noch abgelenkt, noch gekuschelt werden. Sie will gar nichts, ist völlig ausser sich. Ganz ganz liebe Grüsse, LeLa PS: Ab Mitternacht schläft sie übrigens im Familienbett.


Beitrag melden

Liebe LeLa, ich kann so gut nachvollziehen, wie schwer das alles für dich ist! Am wichtigsten beim (teilweisen) Abstillen ist es, dass die Mutter / die Eltern ganz klar haben, was sie wollen. Es ist total schwer, mit der Wut der Kleinen umzugehen, aber wenn du dir klarmachst, dass sie völlig normal ist, wird es hoffentlich leichter. Welche andere Ausdrucksmöglichkeit hat sie denn schon? Gesteht ihr 2-3 Nächte zu, in denen sie wüten, toben und traurig sein darf, ohne dass ihr sie dafür bestraft oder ablehnt. Diese Zeit reicht meist aus, damit die Kleinen neue Gewohnheiten verinnerlichen. Wenn sie in dieser Zeit alles ablehnt, lasst es ebenfalls zu... sie braucht das, und es hält nicht dauerhaft an. Lieben Gruß, Kristina


zweizwerge

Beitrag melden

Zu den angeblich schädlichen Folgen von nächtlichem Stillen für die Zähne kannst Du mal recherchieren hier im Forum, gab's vor ein paar Wochen eine ausführliche Antwort - schädlich ist vor allem nächtliches Trinken aus der Flasche, das wird oft durcheinandergeworfen, aber der Trinkvorgang beim Stillen läuft völlig anders => keine negativen Folgen nachgewiesen (oder so ähnlich, kurz zusammengefasst).


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo, wie komm ich da bloß wieder raus? Seit mehr als vier (!) Monaten (seit meine Tochter ca. 5 Mon. alt ist bis jetzt, gut 9 Mon.) wacht sie JEDE Nacht mindestens 3 Mal auf und will gestillt werden. Ganz selten sind es “nur” 2 Mal, oft genug auch mehr als drei. Sie schläft ca. 2 Stunden lang, dann wacht sie auf und schläft nur mit Brust weite ...

Liebe Biggi,  vor zwei Wochen habe ich stufenweise und langsam abgestillt. Zunächst am Tag, dann in der Nacht.  Meine Tochter (22 Monate) isst seit dem ständig und sehr viele kleine Portionen über den Tag verteilt. Gegen Abend versuche ich, dass sie etwas mehr isst, um wirklich gesättigt in die Nacht zu gehen. Am Anfang wollte sie sobald wir i ...

Liebe Biggi, mein Sohn ist 8,5 Monate alt. Bis er 4,5 Monate alt war, hat er super geschlafen. Seitdem ist der Schlaf sehr schlecht geworden und er wird nachts alle 40 Minuten wach und verlangt die Brust zum weiterschlafen. Alles andere akzeptiert er nicht und schreit solange, bis er gestillt wird (auch keinen Schnuller). Mittlerweile schläf ...

Hallo Biggi,  ich möchte meine bald 2-jährige Tochter gerne nachts abstillen und am liebsten auf sanftem Wege, weil sie noch ein echter Busen-Fan ist.  Ich war bei einer Stillberaterin und sie empfahl mir grob folgendes Schema: Am Abend auf dem Sofa Stillen, dann Abend-Routine. Dann meine Brust mit Pflaster abkleben, vorher Bitterstoff auftr ...

Liebe Frau Welter,  ich wende mich mich einer Frage an Sie, weil ich wirklich müde bin 😅 Unsere Tochter (13 Monate) wird nachts noch gestillt. Tagsüber isst sie gut und verlangt die Brust seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr. Nachts kommt sie dafür alle 30-60 Minuten. Mal gibt es dazwischen eine Pause von 1,5 Stunden, aber länger schläft s ...

Hallo liebe Frau Welter, langsam bin ich mit meinem Latein am Ende und vom Schlafmangel mehr als mitgenommen.  Mein Kind, fast 16 Monate, stille ich noch zum Schlafen und in der Nacht bei Bedarf. Seit gut einem Monat hat er nachts mindestens zwei Stunden lange, teilweise auch noch längere, Phasen, in denen er intensiv stillen will - und dabe ...

Liebe Biggi, mein Baby ist jetzt grade eine Woche alt und bis jetzt klappte das Stillen ganz gut. Seit gestern ist es allerdings sehr unruhig beim Trinken und besonders beim Anlegen. Mir wurde beigebracht, dass das Kind beim Stillen den Kopf extrem überstreckt. Ich soll also nicht wie oft im Internet steht mit der Nase vor der Brustwarze starte ...

Hallo Frau Welter, Mein Sohn, 9 Monate, ist ein extrem schlechter Schläfer und hat die ersten Monate nu geweint, tagsüber und nachts. Lange hab ich ihn dann dauernd nachts gestillt, seit einiger Zeit ist es aber wohl so, dass mein Mann es gut meint und ihn nachts nimmt, bevor ich zum Stillen aufstehe. Ich brauche teilweise länger, bis ich bewusst w ...

Liebe Biggi, ich habe soeben viele deiner Antworten auf gestellte Fragen zum Thema Abstillen gelesen und war berührt von deiner Empathie und deinem Verständnis für jede einzelne Situation der Mütter die verzweifelt, verunsichert und einfach nicht weiter wissen - so wie ich.  Hier unsere Situation. Unser Sohn ist jetzt 19 Monate alt und wird fast ...

Hallo, mein Baby ist 12 Wochen alt und seit ca. 2 Wochen möchte es fast durchgängig nachts an die Brust zum trinken/beruhigen. Das hat aber auch zur Folge,dass er immer mehr spuckt und auch deshalb meiner Meinung nach unruhig schläft. Ich stille im Liegen,da ich sonst überhaupt keinen Schlaf mehr bekommen würde und deshalb machen wir nachts natürli ...