belia1892
An die Stillberaterinnen: Mein Kind ist nun ein Jahr alt. Tagsüber ist es bereits abgestillt und isst und trinkt gut. Glücklicherweise ist es auch sonst fit und gesund. Nun möchte und muss ich aus verschiedenen Gründen auch nachts abstillen, da sich das Kind nachts zweimal zum Stillen meldet... abends zum Einschlafen und morgens beim Aufwachen würde ich gerne noch eine gewisse Zeit weiterstillen...wir haben daher in einer Nacht ausprobiert, dass mein Mann nachts eine Flasche mit Säuglingsmilch gibt.(Ich war bei dem Versuch noch anwesend im Schlafzimmer). Das Kind hat lange laut geschrien, war richtig wütend und hat die Flasche weggehauen, daher wurde es in Nacht wieder gestillt, damit es sich beruhigt. Ich kann und will das nächtliche Stillen aber nicht mehr auf längere Dauer leisten. Wie kann man es besser machen? Den Mann alleine mit dem Kind im Schlafzimmer lassen und ihn die Flasche geben lassen? Wie viele Nächte sind da ungefähr nötig bis das Kind die neue Situation akzeptiert? Tagsüber trinkt das Kind vor allem Wasser mit Apfelsaft aus einem "Magic-Cup". Ich habe aber in dem Buch "Schlaf gut Baby" von Dr. H. Renz-Polster gelesen, dass aufwachende Babys nachts Milchzucker bräuchten. Allerdings steht da nicht, wie lange sie den brauchen. daher die Säuglingsmilch. Wie würden Sie vorgehen? Vielen Dank, dass Sie sich hier engagieren!
Liebe belia1892, ich würde das Baby nicht alleine lassen, denn so wird es doppelt traurig sein, wenn Mutter UND Brust weg sind. Mit viel Geduld wird Dein Baby die Flasche akzeptieren oder hast Du die Becherfütterung schon einmal probiert? Wenn du bei Youtube die Stichworte "Cup feeding" und "baby" eingibst, kannst du viele Videos finden auf denen zu sehen ist, wie das geht. Es ist in der Regel von Fütterer und Kind wirklich schnell gelernt. Wenn Du das nicht magst, helfen folgende Tipps: - Lass immer JEMANDEN ANDEREN die Flasche anbieten, mach es nie du selbst (vielleicht kannst du den nächsten Versuch ja auf ein Wochenende legen?). Es gibt einige Tricks, die helfen können: - versucht die Flasche anzubieten, wenn das Baby nicht allzu hungrig (zur regulären Stillzeit wird es keine Experimente mitmachen wollen) ist; - lass die fütternde Person das Baby ganz liebevoll halten, während die Flasche angeboten wird; - anstelle den Sauger in den Mund zu schieben, die Unterlippe damit kitzeln, damit das Kind selbst ihn nimmt; - dein Baby könnte in ein Kleidungsstück eingewickelt werden, welches nach dir riecht; - der Sauger der Flasche könnte mit warmen Wasser auf etwa Körpertemperatur gebracht werden; - probiert verschiedene Sauger - Silikon + Kautschuk, verschieden Formen, größere oder kleinere Sauger; - probiert verschiedene Trinkpositionen aus; - vielleicht geht es mit rhythmischen Schaukeln besser, auch Gehen kann Erfolg bringen. Einige Babys nahmen die Flasche, wenn sie im Autositz saßen, besser; - probiere, die Flasche zu geben, wenn dein Baby schläft; - gib nicht sofort auf, wenn es nicht klappt, probiert es weiter - aber bedenke auch, dein Baby kann auch (tagsüber) aus einer Tasse, vom Löffel, mit der (Kunststoff-) Pipette oder dem "Soft Cup" gefüttert werden - es muss nicht zwangsläufig eine Flasche sein. LLLiebe Grüße Biggi
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