kathy0905
Hallo, unser Sohn ist 15 Monate alt. Er wird nachts ca. 2-3 x wach und möchte gestillt werden. Tagsüber ist es so, dass er morgens höchstens das Innenleben vom Brötchen isst. Mittags mag er momentan nichts essen und allerhöchstens ein Gläschen Bebivita ab dem 8. Monat. Aber meistens möchte er wirklich nichts! Abends ist es dann oft so, dass er dann wirklich Hunger hat und Haferbrei essen möchte. Am liebsten mit Birne und Apfel. Manchmal auch Banane und auch ein Brötchen. Über den Tag verteilt wird er dann auch hier und da gestillt. Vorzugsweise zum Einschlafen Abends und Mittags. Aber eben auch zum Mittagessen und morgens als Frühstück. Er isst ja nicht. Aber er trinkt dafür genug Wasser am Tag. Als er so 9/10 Monate alt war hat er super viel gegessen. Da war morgens noch alles drin und mittags hat er sogar von unserem Essen probiert. Dann kamen die unteren Schneidezähne und es wurde immer weniger. Jetzt hat er 6 Zähne und isst kaum was. Am liebsten nur noch Brötchen oder Hirsenkringel oder eben Stillen. Im Moment zahnt er daher denke ich nicht ans Abstillen allgemein. Aber meine Eltern raten mir nachts abzustillen da er sonst tagsüber weniger Hunger hat. Meine Mutter sagt man müsse ab dem 9. Monat Nachts nichts mehr geben und er müsste auch ohne zu Stillen wieder einschlafen können. Meine Mutter hat mit mir zusammen 6 Kinder aber nicht alle wurden gestillt und mein Sohn ist ja trotzdem nicht so wie ich früher oder meine Geschwister. Er hat in der Zeit seit er weniger isst, sehr viel gelernt. Er war recht spät dran und plötzlich kam alles ratzfatz. Drehen, Robben, Krabbeln... als er ein jahr alt war lief er dann ein paar Schritte am Tisch entlang und seit einer Woche läuft er ohne Hilfe und wird immer sicherer. Ich frage mich ob das alles einfach eine Phase gerade ist weil er so viel lernt und Zähne bekommen hat oder ob was an der Theorie dran ist und er Nachts einfach nichts mehr bekommen sollte damit er am Tag mehr Hunger hat. Ich habe ihn mal gewogen. Er ist bei 81 cm 11,9 KG und das finde ich gut dafür das er wie ein Spatz isst ^^ Ich freue mich schon auf eine Antwort :) lg Kathy
Liebe Kathy, ein Baby muss eine gewisse Reife erreichen, um längere Zeit schlafen zu können. Wann dieser Zeitpunkt erreicht wird, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Eine Flasche mit künstlicher Säuglingsnahrung (oder ein Abendbrei) verbessern das Schlafverhalten nicht (das wurde in Studien nachgewiesen). Es gibt nicht wenige Kinder, die dann sogar noch weniger schlafen. Auch wenn das Kind am Tag viel isst, schläft es nicht besser, denn es wacht ja nicht nur wegen dem Hunger auf, sondern sucht Nähe und Geborgenheit! Wurde der Eisenwert des Kindes kontrolliert? Kann dein Kind eventuell einen Zinkmangel haben? Beides kann die Ursache für ein schlecht essendes Kind sein. Wichtig ist irgendwann nach dem ersten Geburtstag wirklich, dass die Ursache für die Essensverweigerung gefunden wird und nicht, dass mit dem Kind eine Gewaltkur inklusive plötzlichen (und traumatischem) Abstillen veranstaltet wird. Gleichzeitig solltest Du weiterhin versuchen, deinem Kind feste Nahrung anzubieten. Setze auf den Nachahmungstrieb des Kindes und biete ihm an, was auch ihr esst (natürlich nur, wenn es sich um etwas babygeeignetes handelt). Stillkinder sind durch die immer wieder auftretenden Geschmacksveränderungen der Muttermilch (je nach dem was die Mutter isst, schmeckt die Milch unterschiedlich) an den Speiseplan der Mutter gewöhnt und lehnen andere Nahrung dann oft ab. Wenn Du zum Beispiel nie gekochte Karotten isst, dann kennt dein Kind diesen Geschmack nicht über die Muttermilch und wird sie höchst wahrscheinlich auch vom Löffel ablehnen. Was sollst Du denn machen? Dein Kind in einen Schraubstock spannen, ihm die Nase zuhalten, damit es den Mund auf macht und ihm dann unter Zuhilfenahme eines Kartoffelstampfers feste Nahrung in den Magen zwingen? Was macht ein Mensch, den man mit Gewalt dazu zwingen will, etwas zu tun? Er blockiert oder zerbricht. Beides ist nicht wünschenswert, schon gar nicht in der Eltern Kind Beziehung. Druck und Zwang sind nicht geeignet, um ein Kind zum Essen zu bringen. Im Gegenteil: je mehr Druck, je mehr Kampf es gibt, umso schwieriger wird die Situation und zum Schluss gibt es in diesem Kampf ums Essen nur Verlierer. So schwer es auch fällt, versuche die Geduld zu bewahren und mach weiterhin keinen Kampf ums Essen. Wenn es erst einmal so ist, dass das Essen Machtkampf bedeutet, dann sind wir Eltern sehr schnell die Verlierer und viele Essstörungen haben ihre Ursache in einem krampfhaften Machtkampf ums Essen im Baby und Kleinkindalter. Probiere es einfach weiterhin immer wieder aus lass einmal die Werte kontrollieren. LLLiebe Grüße Biggi
kathy0905
Hallo, danke für die Antwort. Ich muss dazu noch sagen... ich will ihn zu nichts zwingen! Und über das Thema Schlafen habe ich mich nie beschwert. Ich wollte nur wissen ob ich was ändern muss damit er es lernt oder ob er es automatisch irgendwann macht (mehr Essen) Muss man die Eisen und Zinkwerte auch kontrollieren ob wohl er noch viel gestillt wird? Ich dachte nämlich immer die Muttermilch sei so voller Nährstoffe und würde dann vor einem Mangel schützen. Deshalb biete ich ihm die Brust ja auch an, weil er so wenig isst möchte ich dass es ihm an nichts fehlt und daher darf er gerne trinken, immer. lg
Liebe Kathy, die Eisen- und Zinkwerte sollten bei einem appetitlosem Kind nach dem ersten Geburtstag bestimmt werden, wenn die passen, kannst Du wirklich ganz beruhigt zuwarten und Dein Baby das Tempo bestimmen lassen. LLLiebe Grüße Biggi
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