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Hallo Biggi, mein Sohn ist nun 13 Monate alt und bekommt momentan ( endlich) einen Zahn nach dem anderen und ist quengelig... dazu kommt, dass er seit einer Woche nicht mehr an der rechten Brust trinken möchte. Das kam im Verlauf der Stillzeit rechts hin und wieder mal vor ( schmerz) und links ist seine Lieblingsseite aber so lange dauerte es noch nicht, die rechte Brust ist mittlerweile auch kleiner und die Milch fließt dort beiweiten nicht so wie aus der linken Brust, die nun viel größer aussieht. Er nippt immer nur ein wenig rechts, lässt dann los und kramt dann im Hemd nach seiner Lieblingsbrust. Was kann ich da tun? Er wurde 6 Monate voll gestillt und trank immer alle 2h eine Brust leer, ganz selten beide. Nun trinkt er noch zum Frühstück, am Vormittag, abends vor dem Einschlafen und nachts 1mal, wie gesagt links, 2mal konnte ich ihn nachts überlisten und er trank rechts etwas. Mich wundert es, dass die Brust nicht so schnell "voll wird", ich bin froh darüber, dass ich keinen Milchstau bekommen habe, vor einigen Monaten hätte das anders ausgesehen aber wie ist das möglich,dass die Brust sich so schnell darauf eingestellt hat. Was soll ich nun tun, ihn nur noch links anlegen oder immer wieder rechts probieren anzulegen, es sieht ja schon komisch aus so unterschiedliche Brüste, würde sich die rechte Brust wieder dem Bedarf anpassen, wenn er wieder trinken würde oder wird sie hinterherhinken? Ist es möglich, das mein Sohn dann keine Lust mehr hat, sich an der rechten Seite anzustrengen, weil er links schneller bekommt was er möchte? Vielen dank für Deine Antwort, alles Liebe wünscht Nine mit Jérôme
? Liebe Nine, Wir Menschen sind nicht symmetrisch und das gilt auch für die Brüste einer stillenden Frau. Es ist ganz normal, wenn eine Brust mehr Milch bildet als die andere und es ist auch ganz normal, dass ein Baby eine Lieblingsbrust hat. Gelegentlich hat auch die Mutter eine „Lieblingsseite". Manchmal kommt es so weit, dass die Bevorzugung der einen Brust eine Verweigerung der anderen Brust nach sich zieht. Das ist aber auch nicht unbedingt ein Problem, da es auch möglich ist, ein Kind mit nur einer Brust zu stillen und die andere Seite abzustillen, falls sich das Kind nicht davon überzeugen lässt, doch wieder beide Brüste anzunehmen. Zwillinge haben ja rechnerisch auch nur eine Brust und können auch voll gestillt werden. Das einzige Problem, das auftauchen kann, besteht darin, dass die Brüste sehr ungleich in der Größe sein können. Doch dies ist ein eher kosmetisches Problem und nach dem Abstillen gleichen sich die Unterschiede wieder aus. Manche Kinder lassen sich überlisten. Sie können versuchen Ihr Baby zunächst an der bevorzugten Brust anzulegen und beim Seitenwechsel drehen Sie es nicht um, sondern lassen es einfach an die andere Brust hinüberrutschen, so dass es seine Lage in etwa beibehält. Auch im Liegen stillen und dabei das Kind nicht auf die andere Seite zu legen, sondern beide Brüste von einer Seite aus anzubieten kann ein Weg sein. Allerdings zweifle ich daran, dass sich ein Kind im Alter Ihres Sohnes sich noch überlisten lässt. Wenn die Brust bereits so weit in der Abstillphase ist, wie es bei Ihnen der Fall sein dürfte, kommt noch dazu, dass sich der Geschmack der Milch an dieser Brust deutlich verändert, was weiter dazu führt, dass das Kind diese Seite ablehnt. Sie können versuchen, Ihrem Kind die rechte Seite anzubieten, doch die Chancen, dass es sie wieder annehmen und die Milchproduktion dort wieder ankurbeln wird, sind bei einem 13 Monate alten Kind eher gering. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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