Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Mit 6 Monaten abstillen!!

Frage: Mit 6 Monaten abstillen!!

Mitglied inaktiv

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Liebe Biggi wie stelle ich es an, wenn ich meinen Kleinen(5Monate)nur bis 6Monaten stillen möchte??? Meine bekannte hatt ihre Tochter 6 Monate voll gestillt.Jetzt bekommt sie Flaschennahrung (was ich aber meinem Sohn nicht geben möchte) und Brei! Soll ich noch über 6 Monate stillen und es durch andere nahrung langsam ersetzen?? Ich habe keine Ahnung wie es nun weiter gehen soll.ch würde gerne mit 6 Monaten auhören zu stillen, es aber auch anders versuchen!! PS. Mit was fange ich an,Gläschen oder Brei Liebe Grüße Janet


Biggi Welter

Biggi Welter

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? Liebe Janet, als erstes müssen Sie sich darüber klar werden, was Sie wollen. Die generelle Empfehlung geht dahin, dass ein Baby in den ersten sechs Monaten ausschließlich Muttermilch erhält und ab etwa einem halben Jahr allmählich Beikost eingeführt wird und weiterhin gestillt wird. Ist aus irgendeinem Grund nicht genügend oder gar keine Muttermilch vorhanden, muss als Ersatz für die Muttermilch auf künstliche Säuglingsnahrung ausgewichen werden. Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ein Baby mit sieben Monaten eine bis zwei zusätzliche Beikostmahlzeiten ergänzend zur Muttermilch bekommt, mit acht Monaten zwei bis drei, mit neun Monaten zwei bis vier, mit zehn Monaten vier und mit zehn bis zwölf Monaten drei bis fünf. Daneben kann und darf es so oft gestillt werden, wie es möchte. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Kinder die entsprechend häufig gestillt werden brauchen keine andere Milch als Muttermilch. Die offizielle Empfehlung von WHO und Unicef lautet eindeutig sechs Monate ausschließliches Stillen und danach weiterstillen mit altersentsprechender Beikost bis mindestens zum zweiten Geburtstag und darüber hinaus, wenn Mutter und Kind es wollen. Sowohl für Sie als auch für Ihr Kind hat das lange Stillen Vorteile und es ist sicher nicht notwendig, Muttermilch durch ein Muttermilchersatzprodukt zu ersetzen nur weil das Kind ein bestimmtes Alter hat. Letztlich muss jedoch jede Frau selbst entscheiden, wie lange sie stillen mag und die wenigsten Mütter haben eine längere Stillzeit als das, was bei in unserer Gesellschaft als „normal" angesehen wird (die berühmten sechs Monate) bereits früh geplant - zumindest nicht beim ersten Kind - sondern wachsen einfach mit ihrem Kind in eine längere Stillzeit hinein. Ich kann Ihnen nicht sagen, was für Sie und Ihr Kind der passende Weg sein wird. Wenn Ihr Kind soweit ist, dass es Beikost bekommen kann, sollte die Einführung der Beikost langsam erfolgen. Es ist am günstigsten mit einem Nahrungsmittel zu beginnen, zunächst nur eine geringe Menge anzubieten (jeweils nur mit ein paar Löffeln beginnen) und diese dann langsam zu steigern. Am Anfang sollte nur eine neue Nahrung, ein- oder zweimal am Tag gegeben werden und etwa eine Woche gewartet werden, bevor wieder etwas Neues angeboten wird. (Also nur Karotte, nur Kartoffel, nur Banane, nur geriebener Apfel usw.). Der Sinn dieser Vorgehensweise ist folgender: Falls sich eine allergische Reaktion zeigt, kann man auf diese Art leichter feststellen, was sie verursacht hat. Auch wenn das Risiko einer allergischen Reaktion nach dem ersten halben Jahr nicht mehr so groß ist, besteht die Möglichkeit dass eine Speise eine allergische Reaktion auslöst (Ausschlag, Durchfall, Erbrechen). Wurde immer nur ein neues Nahrungsmittel eingeführt, dann lässt sich leichter feststellen, welches Nahrungsmittel nicht vertragen wurde. Die betreffende Speise sollte dann aus dem Speiseplan gestrichen und erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder angeboten werden. Bereits eingeführte Nahrungsmittel, die gut vertragen werden, können miteinander gemischt werden. Die Empfehlung lautet also nicht strikt erst eine komplette Mahlzeit vollständig zu ersetzen, ehe die nächste Mahlzeit ersetzt wird, sondern erst etwa eine Woche abwarten, ehe ein neues Nahrungsmittel eingeführt wird und die Beikost als Ergänzung und nicht als Ersatz für die Muttermilch betrachten. Daher gibt es auch keine festgelegte Zahl für die Stillmahlzeiten, sondern das Kind kann weiterhin nach Bedarf gestillt werden. Nicht zuletzt wegen der durch die Muttermilch verbesserten Aufnahme verschiedener Nährstoffe aus der Beikost ist es sinnvoll in direkter Kombination mit der Beikost zu stillen. Im ersten Lebensjahr braucht ein Baby noch keine reichhaltige Speisekarte mit viel Abwechslung, weniger ist hier mehr und wie oben schon gesagt, kann und soll das Kind weiterhin nach Bedarf gestillt werden, gleich wie alt es ist und wieviel Beikost es bereits bekommt. Bei einem Kind das bereits Beikost erhält, gilt, dass die Muttermilch weiterhin ausreicht, um seinen Flüssigkeitsbedarf zu decken, wenn es weiterhin nach Bedarf gestillt wird. Allerdings ist es empfehlenswert parallel zur Beikost auch den Becher mit Wasser einzuführen (Wasser ist das optimale Getränk für Kinder wie für Erwachsene). Welche Mahlzeit Sie als erstes einführen, bleibt Ihnen überlassen. Orientieren Sie sich an Ihrem Alltag und Ihren Essgewohnheiten, denn schließlich ist es das langfristige Ziel, dass euer Kind am Familientisch mitessen soll. Solange Ihr Baby noch mindestens drei Mal täglich gestillt wird, braucht sie keine andere Milch und auch keinen Milchbrei. Viele Tipps über das Was - Wann und Wie der Beikost und einige Rezepte zum Selberkochen finden Sie in dem Infoblatt „Babys erste feste Nahrung" der La Leche Liga, das Sie bei der LLL oder jeder LLL-Stillberaterin bestellen können. Ich hoffe, Ihnen etwas weitergeholfen zu haben. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Hallo, eigentlich ersetzt mal Mumi phasenweise durch Brei, Gläschen oder normalem Essen, aber nicht mit Flasche, und stillt solange weiter, wie das Kind trinken möchte statt Fläschchen zu geben ! Sina


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