Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Milchmenge

Frage: Milchmenge

Rita30

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Hallo, Mein Sohn ist fast 4 Monate alt. Ich stille ihn eigentlich fast voll. Gegen Abend habe ich jedoch das Gefühl das meine Milch nicht mehr ausreicht. Er schluckt meistens nicht obwohl er kräftig zieht und meckert dabei und weint dann.Ich vermute das keine Milch kommt.Er geht immer kurz an die Brust, muss dabei ganz viel mal hintereinander kräftig ziehen um dann einmal zu schlucken , dann lässt er wieder los und das mehrmals hintereinander. (Beuerchen immer gemacht) Dann ist er so weinerlich das ich ihn nicht mehr an die Brust bekomme sodass ich am Abend meist zufüttere.Manchmal habe ich auch am Tag diese Situation hin und wieder. Ich trinke schon Malzbier und nehme Piulatte Plus von Humana ein trotzdem habe ich das Gefühl meine Milch reicht nicht. Mein Sohn schläft Nachts durch sodass ich dann eine lange Stillpause habe. Was kann ich tun? Danke im voraus Lg Rita


Biggi Welter

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Liebe Rita, die Vorstellung, dass die Brust (ähnlich wie eine Flasche) nach dem Stillen leer ist und erst wieder aufgefüllt werden muss, ist so nicht richtig. Zwar wird zwischen den Stillmahlzeiten Milch produziert, der Hauptanteil der Milch wird jedoch erst während des Stillens gebildet. Das Saugen des Kindes gibt das entsprechende Signal zur Milchbildung, der Milchspendereflex wird dann ausgelöst. Deshalb ist es auch falsch zwischen den Stilmahlzeiten eine längere Pause einzulegen, damit sich die Milch in der Brust sammelt, sondern es muss häufiger angelegt werden, um die Milchmenge zu steigern. Ich denke eher, dass dein Baby durch die Flasche irritiert ist und nicht mehr effektiv und korrekt trinken kann, gerade am Abend passiert das oft. Eine Saugverwirrung entsteht, wenn ein Kind mit dem Wechsel zwischen den Trinktechniken an Brust und künstlichem Sauger (dazu gehören Flaschensauger, Schnuller und Stillhütchen) nicht zurecht kommt und dann die Brust schlussendlich sogar verweigern kann. Das ist ein ernsthaftes Stillproblem, das schon viele Sorgen und Tränen bei Müttern und Kindern verursacht hat. Doch eine Saugverwirrung kann überwunden werden. Dabei ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen. Am besten besprichst Du mit einer Stillberaterin in deiner Nähe, wie Du vorgehen kannst. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi


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