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Liebe Biggi! Ich habe ein drei Monate altes Baby, das voll gestillt ist. In meinem Bekanntenkreis gibt es mittlerweile vier Frauen, bei denen die Milch immer weniger wurde und nach einigen Tagen ganz weg war. Die Babys waren zu diesem Zeitpunkt 6 bzw. 8 bzw. 12 Wochen alt. So etwas erschreckt mich! Nun wollte ich fragen, warum es dazu kommen kann und ob es eine Möglichkeit gibt, dem vorzubeugen? Vielen Dank und liebe Grüße Nina
? Liebe Nina, das klingt exakt nach einem falsch interpretierten Wachstumsschub, ein Ereignis, das geradezu klassisch ist und vor allem rund um etwa sechs Wochen und zwölf Wochen eintritt. Wachstumsschübe sind Zeiten erhöhter Nachfrage, in denen das Baby sehr oft gestillt werden möchte. Wird das Baby dann auch häufig angelegt (etwa alle zwei Stunden, manchmal sogar noch häufiger), erhält der Körper der Frau das Signal „mehr Milch bilden" und nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei und die Milchmenge hat sich dem Bedarf des Babys wieder angepasst. Stillen funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Die Frau hat dann nicht zu wenig Milch, sondern der Bedarf des Babys hat sich vergrößert und die Brust muss darauf erst reagieren. Je häufiger angelegt und die Brust effektiv entleert wird, um so mehr Milch wird gebildet. Wird hingegen dann zugefüttert, erhält die Brust das falsche Signal, nämlich „weniger Milch bilden" und dann geht die Milchmenge zurück und das Kind kann sehr schnell abgestillt sein. Wenn eine Frau weiß, was es mit den Wachstumsschüben auf sich hat, dann erschrickt sie nicht und gerät auch nicht in Panik, sondern legt ihr Kind einfach häufiger an, gönnt sich selbst vielleicht auch etwas Ruhe und bald ist die „Krise" überstanden. LLLiebe Grüße Biggi
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