Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Meine Brust hat ihrem eigenen Rhythmus...

Frage: Meine Brust hat ihrem eigenen Rhythmus...

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Hallo, ich habe ein etwas komisches Problem, vielleicht können Sie mir helfen, denn die Stillberaterin, die ich sonst anrufe, ist im Urlaub. Meine Tochter (geb. 22.06.) hat schon einen guten Schlaf-Rhythmus gefunden, finde ich. Sie trinkt 6-7 mal am Tag und schläft nachts von 0-6 Uhr durch, wenn es kühler ist auch länger. Ziemlich perfekt, oder? ABER: Meine Brust hat einen anderen Rhythmus. Ich muss dazu sagen, dass sie mit PRE-Nahrung zugefüttert wird ( ca. ein Drittel der Trinkmenge), weil trotz aller Abpump- Versuche und sonstigem igs. nicht genug Milch da ist.Meine Brust ist ab 4:30 so voll, dass sie furchtbar wehtut und ich es kaum aushalten kann- vom Schlafen ganz zu schweigen. Trinken will Juliane um die Zeit aber nicht, sie will einfach nur schlafen. Wenn ich abpumpe, sind es bestimmt 200ml. Über den Tag hab ich immer weniger Milch. Abends sind es oft nur 20ml ( in beiden Brüsten zusammen). Mehr pumpen(mind. alle 2 Std.) und anlegen (kann sie ja nicht zwingen) geht kaum noch. Kann man der Brust irgendwie- äh- "beibringen" dass das Kind anders "tickt"? Ich würde so gerne die ruhige Nacht genießen, wenn Juli schon so gut schäft... Vielen Dank und viele Grüße, Jeanie.


Biggi Welter

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? Liebe Jeanie, Sie schreiben, dass Sie in der Nacht abpumpen und dabei eine Menge von 200 ml Milch aus der Brust entleeren. Solange Sie diese Menge abpumpen, wird Ihrer Brust weiterhin zu diesem Zeitpunkt ein solcher Bedarf vorgegaukelt (so wie durch die Zufütterung von künstlicher Säuglingsnahrung zu anderen Zeiten ein geringerer Bedarf vorgegaukelt wird) und die Brust wird auch weiterhin zu dieser Tageszeit Milch entsprechend Milch bilden. Es gibt nun entweder die Möglichkeit, das Baby nachts zum Anlegen zu wecken, so dass es auch von der Muttermilch profitiert und weniger künstliche Säuglingsnahrung erforderlich wird, oder aber, Sie pumpen zunehmend weniger ab, um so der Brust einen sinkenden Bedarf zu signalisieren. Wenn Sie immer dann, wenn die Brust unangenehm voll wird, gerade so weit ausstreichen oder vorsichtig abpumpen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen, wird die Brust darauf mit sich verringernder Milchbildung reagieren. Aber nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Auf diese Weise erreichen Sie, dass die Brust sich daran gewöhnt, dass nachts eine längere Pause ist und Sie können schlafen - falls Ihre Tochter weiterhin bei diesem Schlafverhalten bleibt. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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