familienpower
Hallo, ich habe grosse Stillprobleme mit meinem Sohn. Er kam vor knapp 3 Wochen per Kaiserschnitt auf die Welt. Es ging ihm nicht so gut. Er hat in den ersten 24 Stunden ständig Fruchtwasser erbrochen. Jegliches Anlegen ist fehlgeschlagen. Er hat nicht getrunken. Dann wurden wir getrennt, denn er kam in eine Kinderklinik 100 km von mir entfernt, weil sie herausgefunden hatten, dass er einen Mekoniumpfropf hatte. Ich lag mit Kaiserschnitt also im einen Krankenhaus und er 100 km entfernt im anderen Krankenhaus. Als sie das mit seiner Verdauung in den Griff bekommen haben und die Magensonde entfernt wurde (dauerte 3 Tage) haben sie dann angefangen ihm mit der Flasche Nahrung zu füttern. Ich habe mich dann den darauffolgenden Tag aus dem Krankenhaus entlassen lassen, weil ich einfach nur zu meinem Kind wollte. Habe in der ganzen Zeit abgepumpt und er hat dann dort in der Klinik meine abgepumpte Milch mit der Flasche bekommen. Am drauffolgenden Tag durfte ich ihn dann heim holen und dann haben meine Hebamme und ich versucht ihn an die Brust zu bekommen. Wir haben wirklich alles versucht. Auch mit Stillhütchen , aber er schreit meine Brust nur hysterisch an. Meine Hebamme meinte nun ich solle mal nachfragen beim Kinderarzt, ob er evtl. ein verkürztes Zungenbändchen hat.Zunehmen tut er gut. Er hatte ein Geburtsgewicht von 3100 g und hat heute am 20.Lebenstag ein gewicht von 3600g. Haben Sie vielleicht noch Tips für mich? Würde ihn so gerne stillen.
Kristina Wrede
Liebe familienposer, ihr habt ja einen sehr schweren Anfang gehabt, kein Wunder, dass es ihm jetzt schwer fällt, "normal" zu stillen, wo er an die Flasche gewöhnt ist. Wenn er ein zu kurzes Zungenbändchen fürs Stillen hätte, würde seine Zunge eher herzförmig ausschauen statt spitz zulaufen (oder stumpf, auf jeden Fall ist das "normale" die abgerundete Zungenspitze, nicht eine zurück gezogene...). Das kannst du ja recht einfach beobachen. Wie gut kennt sich deine Hebamme mit dem Stillen aus? Vielleicht macht es Sinn, dass du auch noch eine Stillberaterin in deiner Nähe zu Rate ziehst? Eine Stillberaterin in deiner Nähe findest Du im Internet unter http://wwwlalecheliga.de (La Leche Liga), http://www.afs stillen.de (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl stillen.de (Still und Laktationsberaterinnen IBCLC). Er nimmt gut zu, schreibst du, aber das bezieht sich auf seine Ernährung mit der Flasche, korrekt? Habt ihr mal das Brusternährungsset in Betracht gezogen? Das Brusternährungsset regt zu gutem Saugen an der Brust an, stimuliert die Milchproduktion und vermeidet den Einsatz von Flaschen. Das Brusternährungsset besteht aus einem Behälter für die zugefütterte Flüssigkeit (einem Plastikbeutel oder einer Flasche), der an einer Kordel um den Hals der Mutter hängt und zwischen ihren Brüsten ruht. Eine dünne Schlauchverbindung geht von dem Behälter zur Brust der Mutter, wo der Schlauch so befestigt wird, dass sein Ende etwa sechs Millimeter über die Brustwarze hinausragt. Bei einigen Modellen besteht die Möglichkeit, den Schlauch im Deckel abzuklemmen, um zu verhindern, dass die Milch bereits fließt, bevor das Baby saugt. Es gibt über verschieden dicke Schläuche - je dicker der Schlauch, umso schneller fließt die Milch. Welcher Schlauch zum Einsatz kommt, hängt davon ab, wie wirkungsvoll das Baby saugt und welche Zufütterung es benötigt. Ein Brusternährungsset kann in der Apotheke bestellt werden. In Deutschland wird nur das Brusternährungsset der Firma Medela vertrieben. Auch für die korrekte Verwendung eines Brusternährungssets sollte wirklich die Unterstützung einer Stillberaterin vor Ort vorhanden sein, das erleichtert sehr vieles. Und was ihr auch versuchen solltet, ist so viel Hautkontakt wie möglich zu haben. Nimm ihn mit zu dir ins Bett, heiz den Raum auf, so dass ihr beide möglichst "oben ohne" sein könnt, und lass ihn auf deinem Bauch liegen sobald deine Narbe das möglich macht. Solange sie noch weh tut, kannst du nach einer anderen Position suchen, in der ihr so nah wie möglich aneinandergekuschelt liegt, z.B. beide auf der Seite, Bauch an Bauch, sein Köpfchen in Höhe deiner Brust. Viele Babys fangen dann ganz von selbst zu suchen und zu saugen an, das ist wirklich ganz erstaunlich! Lieben Gruß, Kristina
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