Mitglied inaktiv
Hallo, ich brauche dringend ein Rat. Mein Sohn ist 6 Wochen alt. Bis vor 2 Wochen trank er alle 3 Stunden regelmäßig an der Brust und das pro Seite für 20min. Danach begann das Drama, die rechte Brust nahm er nur im Footballgriff und trank gerade mal nur max. 7min. daran mit jämmerlichen Weinattacken zwischendurch und die linke Brust bevorzugte er. Vor einer Woche begann das Drama auch an der linken Brust, bei beiden trank er nur 7min. und begann bei beiden jeweils jämmerlich zu weinen an. Das stillen sah so aus, 4 min. pausenlos trinken, dann weinen, trinken und wieder weinen, nach 7min. ging gar nichts mehr und er verfing sich im Schreien. Ihn zu beruhigen war schwer. Ich hatte auch das Gefühl, dass er auch zu schwach war, wenn er an der Brust trank. Eine Freundin meinte ich sollte mal zum Ostheopaten gehen. Aus diesem Grund bin ich auch zur Kinderärztin, da er immer mehr weinte und das stundenlang. Sie stellte fest, dass er das Kiss-Syndrom durch die schwere Geburt hat. Meine Geburt dauerte 26 Stunden, mit anschließender Saugglockengeburt. Und da er in 18 Tagen nur 240g zu nahm, sollte ich nun nach dem stillen zufüttern. Also pumpte ich zwischen zusätzlich alle 2h ab und gab nachdem er an der Brust ein paar Minuten getrunken hat, den Rest per Flasche mit dem neuen Calma Aufsatz. Am nächsten Morgen trank er nicht wirklich mehr an der Brust, machte zwei Züge und schrie immer wieder, ging wieder ran und schrie wieder. Meine Nachsorgehebamme probierte mit Gewalt und Nackengriff Ihn an die Brust zubekommen, seitdem verweigert er Sie komplett. In der Nacht kann ich Ihn nachdem er dielache hatte zum nuckeln an die Brust legen und dabei schläft er ein. Nun pumpe ich die Milch ab und dass alle 4 Stunden 100ml insgesamt. Laut Hebamme soll ich so abpumpen. Ich weiß nicht mehr weiter und brauche Rat. Soll ich es mit der Brust probieren und wie bekomme ich Ihn nach solch ein Drama ran! Ich würde so gerne ihn wieder stillen.
Kristina Wrede
Liebe Goldsternchen28, man kann ein Baby nicht zum Stillen zwingen, und dass deine Hebamme mit Gewalt versucht hat, ihn anzulegen, hat ihm vermutlich den Rest gegeben. Jetzt wird es wichtig sein, ganz vorsichtig vorzugehen. Am besten macht ihr das, in dem ihr euch ein paar Tage lang ins Bett verkriecht. Denn intensiver Hautkontakt (warmes Zimmer, möglichst viel nackte Haut bei euch beiden) kann dazu führen, dass dein Kind ganz von allein zurück zur Brust findet. Biete die Brust gezielt nur an, solange der Hunger noch nicht wirklich groß ist und die Geduld deines Kindes entsprechend größer. Wenn er dann andockt, könnte Wechselstillen helfen. Es hilft, das Interesse des Kindes an der Brust aufrecht zu erhalten. Dabei legst Du dein Baby an und stillst es, solange es wirkungsvoll saugt, d.h. es schluckt nach jeder oder jeder zweiten Saugbewegung. Sobald es seltener schluckt, nimmst Du es sanft von der Brust (vergiss nicht den Saugschluss zu lösen) und lässt es aufstoßen, streichelst seine Fußsohlen oder massierst es sanft entlang der Wirbelsäule, um seine Aufmerksamkeit zu wecken. Dann wird es an der anderen Brust angelegt und wieder gestillt, so lange es wirkungsvoll saugt. Schluckt es wieder seltener, wird es zurück an die erste Brust gelegt, nachdem Du es wieder etwas ermuntert hast. Dieses "Wecken und Wechseln" wird zwanzig bis dreißig Minuten lang ausgeführt, tagsüber alle zwei Stunden und nachts mindestens alle vier Stunden. Gleichzeitig solltest du möglichst wenig Flasche geben. Eher mit dem Löffel oder einem Becherchen die Milch geben, und auch keinen Schnuller anbieten, so dass alles Nuckeln und Saugen ausschließlich an der Brust passiert. Ich halte es für sehr wichtig, dass du nach jemandem suchst, der in deiner Gegend sich wirklich gut mit dem Stillen auskennt und euch unterstützen kann. Eine Stillberaterin in deiner Nähe findest Du im Internet unter http://wwwlalecheliga.de (La Leche Liga), http://www.afs stillen.de (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl stillen.de (Still und Laktationsberaterinnen IBCLC). Lieben Gruß, Kristina
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