Mitglied inaktiv
Hallöchen. Ich habe einen Sohn Louis, der am Sonntag 10 Wochen alt wurde. Louis ist ein Frühchen, das 5 Wochen zu früh kam. Zur Zeit habe ich ein riesiges Poblem. Mein Kind kann nicht allein einschlafen und will immer an die Brust. Und so geht das den ganzen Tag ich bin auf dem Sofa und stille! Manchmal fürchte ich, dass er nicht satt ist und deswegen nicht einschläft. Stundenlang wird er gestillt aber es reicht ihm nicht. Nach 10 mn Pause fängt er wieder herzzerreissend anzubrüllen und es kullern riesige Tränen. Nach einer halbe Stunde gebe ich ihm dann verzeifelt die Brust wieder. Wir können nicht mal so richtig spazieren gehen. Wenn ich Glück habe schläft er aber im Kinderwagen ein. Nachts ist es aber weniger anstrengend, da er mit mir schläft und sogar 3-4 Stunden lang. Ich stille also um ca 21h, 1h, 5h. Das mache ich jetzt schon seit 4 Wochen so! Was soll ich nur tun? Wer kann mir einen Rat geben?
? Liebe Myri, vermutlich gibt es hier im Forum unzählige Mütter, die genau wissen, von was Du schreibst und auch ich kann mich nur zu gut an solche Zeiten erinnern, in denen ich außer zum Stillen zu nichts gekommen bin und oft mich genug am Ende meiner Kraft gefühlt habe. Der wichtigste Tipp, den Du jetzt bekommen kannst ist der, dass es zwar für dich anstrengend und ermüdend ist, wenn dein Kind jetzt so unruhig ist und ständig an die Brust will, aber es ist nichts Unnormales. Gerade kleine Babys haben solche Phasen (und die dauern eben nicht nur ein paar Tage), in denen sie scheinbar ununterbrochen gestillt werden wollen und wenn sie mal gerade nicht an der Brust sind, weinen und unruhig sind. Solange dein Kind alle Anzeichen für ein gut gedeihendes Baby erfüllt, ist die Ursache für dieses Verhalten auch keinesfalls ein Milchmangel. Ich liste dir hier einmal die Kriterien für ein gut gedeihendes Baby auf: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, kannst Du sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht, mit zunehmendem Alter verringert sich die Gewichtszunahme. • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Schau, dass Du dir jetzt die Tage und Nächte so einfach wie möglich machst. Dein Kind braucht jetzt viel Nähe und als Frühchen hat es vermutlich auch noch einiges nachzuholen. Lass den Haushalt Haushalt sein, er läuft dir nicht davon, Viel wichtiger als top gebügelte Blusen oder geputzte Fenster ist es jetzt, dass Du einigermaßen regelmäßig etwas zu essen und zu trinken bekommst und dich so viel wie möglich ausruhen kannst. Hast Du ein Tragetuch? Ein Tragetuch kann in dieser Situation ebenfalls sehr hilfreich sein. Ein Tragetuch ist fast ein Zaubermittel. Dein Baby kann deine Nähe spüren, es wird sich an deinem Körper beruhigen, die Koliken verringern sich, es wird weniger weinen, vielleicht sogar recht gut schlafen und Du hast mindestens eine Hand frei (und auch deinen Kopf, weil das Baby wieder ruhiger ist), um andere Dinge zu tun. Versuchs einmal. Lass dir einmal von einer tucherfahrenen Frau zeigen, wie vielseitig ein Tragetuch eingesetzt werden kann. Du wirst vielleicht sehr erstaunt sein, wie einfach der Alltag mit einem Kind im Tuch wieder wird und mit etwas Geschick kannst Du dein Kind sogar im Tuch stillen. Tucherfahrene Frauen findest Du in fast jeder Stillgruppe. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Die Kollegin kann sich dann auch gleich anschauen, wie Du dein Kind anlegst und wie es an der Brust trinkt. Eine gute Anlegetechnik und korrektes Saugen sind nämlich ebenfalls Punkte, die überaus wichtig sind, um eine glückliche Stillbeziehung erleben zu können. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Liebe myri, bei deinem brief spürt man förmlich die anstregung, die du vollbringst. manche babies wollen ganz oft an die brust und manche weniger. manche babies schlafen nachts gut und manche wachen nachts x-mal auf. vielleicht hilft es dir, wenn du versuchst, es zu akzeptieren, dass dein sohn dich und deine brust im moment sehr braucht, und das es bestimmt bald besser wird. er ist ja mit 10 wochen noch richtig klein und gerade wenn es ein frühchen ist. es ist doch toll, dass du stillen kannst. wenn du ihn oft anlegst, wird er auch bestimmt satt. freu dich über die ruhigen nächte! versuche es einfach positiv zu sehen und probier es öfter mal mit dem kinderwagen (oder im tuch, das lieben auch viele babies und es ist so kuschelig !!) ich weiss. wovon ich schreibe, mein erster war auch ein richtig anstregendes fordendes baby ! mein zweiter ist dagegen wie urlaub ! hast du jemanden , der dich entlasten kann und mal mit ihm spazieren geht ? liebe grüsse, jösel
Mitglied inaktiv
... und die gehen vorüber! Meist sind es Entwicklungsschübe die das Baby so durcheinander bringen. Ich habe Thilo manchmal so ins Tuch gebunden, daß er gleichzeitig trinken konnte während ich Essen gekocht habe... weil ich ihn nicht weglegen konnte ohne Schreierei. Ich habe auch schon mal einen ganzen Tag mit Thilo im Bett gelegen und mich von meinem Mann mit Essen versorgen lassen weil Thilo ununterbrochen die Brust brauchte. Diese Phasen sind alle vorüber gegangen und je mehr ich auf das Kind eingegangen bin umso lieber war er hinterher. Er ist jetzt 8 Monate alt und ein super liebes, freundliches, pflegeleichtes und aufgeschlossenes Kind. Also laß Deinen Spatz nicht weinen sondern versuche das Beste aus der Situation zu machen, es wird sich später auszahlen. Im Kinderwagen ausfahren konnte ich Thilo zeitweise auch nicht, dieser Abstand war ihm schon zu groß! Ich kann heiß empfehlen, das Tragetuch zu verwenden, so daß der Kleine Dir so nahe sein kann wie möglich.
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