Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Letzter Schritt abends abstillen

Frage: Letzter Schritt abends abstillen

Fragestellerin86

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Hallo liebe Experten, Meine Tochter ist 11 Monate alt. Ich stille sie nur noch abends zum einschlafen. Mal trinkt sie noch richtig, mal nuckelt sie nur (spüre auch gar keinen Milchfluss mehr). Sie isst keinerlei Brei, verweigert das fütttern mit Löffel und Gabel, nimmt nur einen Becher oder ein Glas zum trinken. Da ich in einem Monat wieder arbeiten gehe (bin dann 24h weg), muss sie lernen ohne Brust einschlafen. Abpumpen will ich nicht, hab’s mal probiert - aber sie verweigert auch die Flasche. Das Problem ist nun folgendes: Sie ist 100%ig auf mich fixiert, ihr Vater hat wenig bis keine Chance bei ihr und wenn ich mich abends fertig mache, damit ich sie ins Bett bringen kann, schreit sie ihren Vater zusammen und das so lange, bis sie wieder auf meinem Arm ist. Wie soll sie lernen, ohne Brust und ohne mich einzuschlafen? Tagsüber schläft sie im Auto, Kiwa. Wenn wir zu Hause sind, schläft sie nur auf meinem Arm ein und dann leg ich sie in ihr Bett. Klappt mal besser, mal gar nicht. Soll ihr Vater ihr abends Prenahrung anbieten? Kann ich sie von heute auf morgen ihrem Vater „überlassen“? Wir wissen beide, auch wenn wir es nicht aussprechen, dass der 1. Abend und die Nächte darauf wahrscheinlich auch, eine Tortur für uns drei wird. Ich habe auch gesagt, dass ich nicht zu Hause sein werde, wenn der Vater sie ins Bett bringt, denn sonst schreite ich ein. Ich bin völlig ratlos - Danke für eure Hilfe Lg


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Liebe Fragestellerin86, bitte entschuldige, wenn ich das frage, aber wie kommt es, dass du tatsächlich 24 Stunden weg sein wirst? Du weißt, dass du als stillende Mutter unter besonderem rechtlichen Schutz stehst. Berücksichtigt der Arbeitgeber dies nicht, macht er sich strafbar!! SIehe zum Beispiel hier: https://www.haufe.de/oeffentlicher-dienst/tvoed-office-professional/mutterschutz-6-schutz-waehrend-der-stillzeit_idesk_PI13994_HI712147.html und hier, ab Punkt 2.4 https://www.bmfsfj.de/blob/94398/3b87a5363865637dd3bf2dd6e8ec87e0/mutterschutzgesetz-data.pdf Wenn dein Baby noch nicht soweit ist, dass es ohne dich zurecht kommt, dann bleibt nicht viel mehr übrig als zu ertragen, dass es ihm nicht so gut gehen wird mit der Trennung. Hier ist es dann vor allem wichtig, dass der Papa gute Nerven hat, so dass er seinem Baby verständnisvoll und geduldig zur Seite steht. Was weiß denn dieses kleine Wesen von den Zwängen unserer Gesellschaft, die kaum Rücksicht auf die Bedürfnisse eines Babys nimmt? Es darf nicht dafür bestraft werden, in dem man es anschreit, alleine irgendwo schreien lässt oder ähnliches. Ob es sinnvoll ist, schon vor dem Ernstfall zu "proben" wie es ist, wenn du nicht da bist... ist schwer zu sagen. Es würde vermutlich keinen Unterschied machen, wenn es erst dann passiert, wenn du wirklich weg bist. Und möglicherweise versteht euer Baby, dass es dann tatsächlich nicht anders geht. Im Grunde würde ich aber tatsächlich davon abraten, eurem Kind von Null auf Hundert eine so einschneidende Trennung zuzumuten. Gibt es keine andere Möglichkeit, z.B. dass du ersteinmal dich nur stundenweise von ihr trennst, aber zum Stillen wieder da bist? So kann sie erleben, dass Mama zwar weg ist und das schrecklich ist, aber sie wiederkommt, was wundervoll ist. Einen Zeitraum von 24 Stunden wird sie vermutlich kaum begreifen, vor allem, wenn sie noch so sehr an dich gebunden ist (was absolut ok und normal ist!!). Auf jeden Fall braucht sie Milch, wenn du wirklich so lange von ihr getrennt sein wirst; welche genau könntet ihr mit dem Kinderarzt besprechen. Oft wird in diesem Alter schon zu Vollmilch geraten, Pre wäre aber auch noch immer gut. Ob sie die nimmt ist eine andere Frage. Ich fürchte, so eine große Hilfe ist diese Antwort nicht. Ich bin auch eher ratlos, was in einer solch extrem belastenden Situation am Besten ist. Auf jeden Fall ist es extrem wichtig, dass der Papa jetzt schon so viel und so häufig wie möglich mit der Kleinen zusammen ist, z.B. abends lange Spaziergänge mit ihr im Tragetuch macht, so dass die Bindung zwischen den beiden so eng wie möglich wird. LIeben Gruß, Kristina


Fragestellerin86

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Liebe Kristina, 24h bin ich weg, da ich im Schichtdienst arbeite. Fange mittags um 12 Uhr an und am nächsten Tag um 13 Uhr habe ich Schluss. Ich würde gerne vor meinem Wiedereinstieg abstillen und es meiner Tochter so einfach wie möglich gestalten. Sie hält es zb super mit meiner Mutter aus. Die zwei können auch 6 Stunden alleine sein und das klappt gut. Das hat Papa leider noch nicht geschafft und er ist leider auch kein geduldiger Mensch. 2 ndl war er dann bei seinen Eltern und das lief recht gut. Seit Anfang an hat er es sehr schwer und da hat sich viel Frust aufgebaut. Also wäre es sinnvoller lieber noch weiterzustillen und ich entwöhne sie erst einmal von der Brust, bevor Papa sie ins Bett bringen muss? Hättest du dafür Vorschläge? Bisher liegen wir zusammen im Elternbett, sie bekommt die Brust und ich singe dazu. Dann schläft sie ein und ich trage sie in ihr Bett. Geht fast immer sehr schnell. Lg Anna


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