Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

langsames Abstillen mit Milchstau...

Frage: langsames Abstillen mit Milchstau...

girasole367

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Hallo, habe ein riesen Problem: Bisher habe ich meine Tochter im 4 Stunden-Takt gestillt. Bereits vor über einem Monat konnten wir die Nachtmahlzeit (um 3 Uhr) dann nach einer harten Woche, in der sie nachts immer aufwachte, aber nur Wasser bekam, abgewöhnen. Mittags bekommt sie jetzt seit einiger Zeit auch den Mittagsbrei und ich habe da aufgehört zu stillen, das hat sie auch sehr gut angenommen. Seitdem sie seit ein paar Tagen abends Hirsebrei bekommt und dann noch kurz an die Brust darf, benötigt sie auch die Mahlzeit um 23 Uhr nicht mehr. Ich hatte sogar das Gefühl, dass es sie eher nervt, wenn ich sie dann noch wach gemacht habe. Also lassen wir sie jetzt im Kinderzimmer schlafen, wo sie ihre Ruhe hat. Ich stille sie jetzt also noch morgens um 7, dann um 15 Uhr und sie trinkt noch kurz um 19 Uhr an der Brust. Die anderen Stillmahlzeiten zu streichen war eigentlich kein Problem, aber nun habe ich nachts ständig volle Brüste (richtig hart) und einen leichten Milchstau in der linken Brust. In der ersten Nacht spürte ich schon ein leichtes Spannungsgefühl gegen 23 Uhr, dachte aber, das pendle sich schon ein, wie bei der anderen Nachtmahlzeit. Nachts um halb vier war meine Brust allerdings so voll, hart und schmerzhaft, dass ich selbst nach einer Massage nichts ausstreichen konnte, also legte ich meine Tochter da an. In der zweiten Nacht strich ich um 23 Uhr noch etwas Milch aus, doch ein leichter Milchstau entwickelte sich. Nachdem ich meine Tochter dann nach dem Mittagsbrei noch einmal anlegte, ging es eigentlich wieder. Die letzte Nacht habe ich dann um 23 Uhr etwas Milch abgepumpt. Ich habe extra nicht zu viel, nur 30 ml gepumpt, damit die Milchbildung nicht wieder angeregt wird, aber heute ist der Milchstau wieder da und fühlt sich schlimmer an. Was kann ich da tun? Salbei- oder Pfefferminztee trinken? Globuli? Ich habe allerdings Angst, dass die Milch dann zu den anderen Stillmahlzeiten nicht mehr reicht. Und wie bekomme ich den Milchstau nun weg? Man sagt ja dann im 2-Stunden-Takt anlegen oder abpumpen, aber mein Körper soll sich ja eigentlich ans weniger Milch produzieren gewöhnen... Ich freue mich auf Antwort! LG


Biggi Welter

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Liebe girasole367, die Brust ist ein eher träges Organ, das sich nur langsam auf Veränderungen einstellen mag, aber es ist tatsächlich möglich, dass sie sich auf unterschiedlich lange Stillintervalle einstellt. In der ersten Zeit wirst Du wohl um das Weckerstellen/Aufwachen zum Ausstreichen nicht ganz drumherumkommen, aber langfristig wirst Du ohne auskommen können. Wie lange es dauert, bis sich das bei einer einzelnen Frau eingependelt hat, ist jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich. Du kannst ein wenig unterstützend eingreifen, indem Du die Brust immer dann, wenn sie unangenehm voll wird, gerade so weit ausstreichst, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Aber nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Also zunächst schon noch Wecker stellen, um etwas Milch auszustreichen, aber die Abstände können dann immer länger ausfallen und schließlich kannst Du ganz auf das Ausstreichen verzichten. Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken solltest Du deine Trinkmenge. Du solltest dich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekämest Du massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi


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