Jaina
Hallo liebes Stillberatungsteam, meine Tochter ist heute 8 Wochen alt. Wir stillen voll und es klappt richtig gut. Allerdings habe ich seit fast einer Woche kleine Knötchen in bzw. auf einer Brust. Meine Frauenärztin hat diese per Ultraschall untersucht und festgestellt, dass sich dort wohl kleine Stauungen gebildet haben. Sie riet mir dazu, vermehrt an dieser Brust anzulegen und ggf. unter der Dusche auszustreichen. Leider hat das aber bisher nur wenig Linderung gebracht. Zudem schläft meine Tochter nachts bis zu 8 Stunden durch, wodurch morgens natürlich übervolle Brüste auf sie warten und es dadurch wahrscheinlich noch schlimmer wird. Aber wenn ich sie nachts zum stillen wecke, dann trinkt sie nur wenig und schläft sehr schnell wieder ein. Haben sie noch einen Rat für mich, wie ich diese Knötchen loswerde? Dankeschön!
Liebe Jaina, die Brust ist ein eher träges Organ, das sich nur langsam auf Veränderungen einstellen mag, aber es ist tatsächlich möglich, dass sie sich auf unterschiedlich lange Stillintervalle einstellt. In der ersten Zeit werden Sie wohl um das Weckerstellen/Aufwachen zum Ausstreichen nicht ganz drum herum kommen, aber langfristig werden Sie ohne auskommen können. Wie lange es dauert, bis sich das bei einer einzelnen Frau eingependelt hat, ist jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich. Sie können ein wenig unterstützend eingreifen, indem Sie die Brust immer dann, wenn sie unangenehm voll wird, gerade so weit ausstreichen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Aber nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Bei zu viel Milch kann es tatsächlich hilfreich sein, das Stillen auf immer nur eine Brust pro Stillmahlzeit zu beschränken und die andere Seite dann nur so weit vorsichtig auszustreichen bzw. abzupumpen, bis die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Anschließend kann dann auch noch gekühlt werden. Dieses vorsichtige und maßvolle Entleeren der Brust mit anschließendem Kühlen kann immer dann durchgeführt werden, wenn die Brust übervoll wird und das Kind nicht trinken kann. Homöopathische und naturheilkundliche Mittel (wie der Pfefferminz oder auch Salbeitee) können unterstützend eingesetzt werden. Allerdings sollte der Einsatz dieser Mittel mit einer entsprechend ausgebildeten Ärztin/Arzt oder Hebamme abgesprochen werden. LLLiebe Grüße Biggi
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