Jimmyfreak
Meine Hebamme ist leider zur Zeit im Urlaub und nun bekomme ich natürlich Probleme mit dem Stillen :( Meine Kleine (5 1/2) Wochen wird voll gestillt. Seit gestern wird sie nach 10-15 Minuten an der Brust unruhig, strampelt mit den Beinchen und fängt an zu schreien. Ich nehme sie dann hoch, beruhige sie und lege sie nochmals an. Sie saugt dann an und nach 2-3 Zügen fängt sie wieder an zu schreien. Kann es sein, dass sie nicht richtig satt wird? Gerade habe ich sie wieder gestillt und nach 10 Minuten fing die Schreierei wieder an. Ich habe sie dann beruhigt und versucht zum Einschlafen zu bringen. Sie schläft kurz ein und ist dann nach 5 Minuten wieder wach. Ich habe sie dann gerade nochmal an die andere Brust angelegt. Dort hat sie 5 Minuten getrunken und jetzt schläft sie friedlich neben mir und das so fest, dass ich sie sogar ablegen kann. Morgens trinkt sie auch länger an einer Brust. Ich bin mir auch sicher, dass sie keine Schmerzen hat, denn die Anzeichen für Bauchschmerzen etc. kann ich mittlerweile bei ihr gut unterscheiden. Meine Hebamme meinte, ich solle sie pro Mahlzeit nur an eine Brust lassen. Das war aber zu Beginn. Meine Mutter meinte, die Kleine könnte vielleicht eine Saugverwirrung haben, weil sie auch einen Schnuller hat. Den hat sie aber schon sehr lange, weil sie ein enormes Saugbedürfnis hat und sonst ihre Finger nehmen würde. Sie hat aber eine korrekte Trinkhaltung und trinkt ja auch die ersten Minuten gut an der Brust. Auch auf die Stillhütchen, die während des Milcheinschusses zu Beginn nötig waren, hat sie nach dem einen Tag nicht vermisst. Sie kommt so alle 2h bis 3h, nachts selten auch 4h.
Liebe Jimmyfreak, eine Saugverwirrung lässt sich leider nie ganz ausschließen, auch nicht bei einem älteren Stillkind und auch nicht, wenn es vorher unter Umständen monatelang gut gegangen ist. Ein Versuch wäre es daher immer wert, die künstlichen Sauger wegzulassen. So kleine Babys wollen im Schnitt zwischen acht und zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden gestillt werden. Im Schnitt heißt, es gibt Babys die seltener nach der Brust verlangen (eher wenige Babys) und es gibt Babys, die häufiger an die Brust wollen (die Mehrzahl). Nun ist es jedoch nicht so, dass ein Kind zügig zwanzig Minuten trinkt und sich dann nach drei Stunden das nächste Mal rührt, sondern es kommt immer wieder zu Stillepisoden, die so ablaufen: das Kind trinkt eine kurze Weile, hört auf, döst vielleicht sogar weg und beginnt erneut kurz zu trinken usw. Dieses Verhalten heißt Clusterfeeding und ist absolut normal für kleine Babys (und keinesfalls ein Einschlafproblem). Besonders gehäuft treten diese Stillepisoden am Nachmittag und Abend auf, wie überhaupt die Abstände zwischen den Stillzeiten im Verlauf des Tages immer kürzer werden. Dazu kommt, dass in bestimmten Alterstufen Wachstumsschübe zu erwarten sind, in denen die Baby manchmal schier ununterbrochen an die Brust wollen. Ein Wachstumsschub ist mit etwa sechs Wochen zu erwarten, dein Baby ist also im klassischen Alter dafür! Das Dauerstillen kann sehr anstrengend und auch nervend sein, aber es hat seinen Sinn. Rein wissenschaftlich gesehen ist es so, dass das Baby durch den Stillmarathon die Prolaktinausschüttung anregt und so dafür sorgt, das die Milchbildung angeregt wird und genügend Milch für das Kind zur Verfügung steht. Wird in dieser Situation zugefüttert, so wird in das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage eingegriffen und das kann der Beginn des unfreiwilligen, vorzeitigen Abstillens sein. Lass dich einfach auf dein Kind ein. Du wirst sehen, der Alltag mit Baby ist viel einfacher, wenn frau sich nicht in irgendwelche Schemata pressen lässt und so anstrengend wie die ersten Wochen mit Baby oft sein können, so bleibt das Leben mit Kind nicht auf ewig. Bitte melde dich doch noch einmal, ob es hilft, wenn Du den Schnuller weg lässt. Der Schnuller ist nicht die einzige Möglichkeit, ein aufgebrachtes oder sonstwie unruhiges Kind zu beruhigen, es gibt auch Alternativen. o Das Kind kann getragen werden. Durch das Tragen wird das Bedürfnis des Kindes nach Körperkontakt, Geborgenheit, Wärme und Nähe gestillt und mit einem gut gebundenen Tragetuch hat man mindestens eine Hand frei, um andere Dinge zu tun. o Das Kind kann gebündelt werden. Das Bündeln gibt dem Baby das Gefühl von Geborgenheit und lässt es seinen Körper und seine Grenzen spüren. Das Gefühl von Begrenzung hilft dem Kind sich sicher zu fühlen. o Man kann ein Nest bauen. Auch hier ist die Begrenzung der springende Punkt, der dem Kind Geborgenheit vermittelt. o Massage, eine warmes Bad oder auch ein warmes Körnerkissen können beruhigend wirken. Schaukelbewegungen (Wiege, Hängematte, Schaukelstuhl, mit Tragetuch spazieren gehen, Kinderwagen), monotone Geräusche (Staubsaugen, Auto fahren), beruhigende Musik, Singen und Tanzen mit dem Baby und auch der Schutz vor Überreizung (viele Besucher, Fernseher) helfen einem Kind sich zu beruhigen. Als Saugersatz bietet sich ein Finger (von Kind oder Vater oder Mutter) oder eventuell auch ein Lutschetuch an. LLLiebe Grüße Biggi
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