YaPa
Hallo Frau Welter, meine Tochter ist 19 Monate alt und möchte in letzter Zeit tagsüber wieder viel viel öfter an die Brust, teilweise nach 10-15 Minuten wieder, nachdem sie das letzte Mal dran war.. manchmal ist sie dann aber auch nur ganz kurz dran, sie trinkt dann nicht richtig, sondern nuckelt dann nur mal kurz. Ich möchte ja schon seit längerem abstillen und wir haben ja schon einen Versuch hinter uns, den ich dann abgebrochen habe weil sie ziemlich böse darüber wurde und sich erst beruhigen ließ als ich sie wieder an die Brust gelassen habe.. ich bin ehrlich, ich bin mittlerweile genervt vom stillen. Kann es sein dass meine Tochter das spürt und deswegen wieder so oft dran will? Liebe Grüße
Liebe YaPa, ja, das kann sehr gut sein, natürlich spürt Dein Kind Deine Anspannung und spiegelt diese durch vermehrte Anhänglichkeit. Ist die Mutter innerlich nicht davon überzeugt, dass sie ihr Kind ab- oder weniger stillen will, dann ist dieser Zweifel für das Kind sehr deutlich fühlbar und es reagiert in fast allen Fällen so, dass es eher noch häufiger gestillt werden mag. Zweifel und Unsicherheit sind für ein Kind unerträglich, Kinder brauchen Klarheit. Wichtig ist jetzt, dass DU vollkommen klar bist und eine Entscheidung fällst. Dein Kind spürt Deine Zweifel und reagiert darauf, es braucht aber Sicherheit und absolute Klarheit. Setze Dich in einer ruhigen Minute hin und schreib Dir alle Vor- und Nachteile auf, ob Du damit klar kommen könntest, Deiner Kleinen noch etwas Zeit zu schenken oder ob Du definitiv weniger oder abstillen möchtest. Egal, wie diese Entscheidung ausfällt, stehe dazu! oder ob Du definitiv abstillen möchtest. Wenn ja, dann steh dazu und begleite sie durch diese Trauer, tröste sie und sei ihr nicht böse, dass sie die Brust noch so sehr vermisst. Lieben Gruß Biggi
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