Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, wie bereits berichtet, klappte es bei meiner Freundin nicht so recht mit dem Stillen und ihre Hebamme riet ihr u.a. nachts abzupumpen und tagsüber immer wieder Fencheltee zu verfüttern *schauder*. Es kam wie es kommen sollte, der kleine Mann ist jetzt 4 Wochen alt und verweigert hartnäckig die Brust. Sie hat es zuletzt vor einer Woche versucht, doch er brüllt und schreit nur. Kann meine Freundin ihn noch irgendwie zum Stillen bewegen oder ist es jetzt zu spät? Zu einer Stillberaterin möchte sie nicht, da sie sich von ihrer Hebamme bestens unterstützt vorkommt. Vielen Dank und liebe Grüße, Doris
Liebe Doris, ich fürchte, dass deine Freundin nichts ändern MÖCHTE, denn wenn sie keine Hilfe annimmt, kann man ihr auch nicht helfen. Das Baby könnte wieder an die Brust geführt werden, allerdings bräuchte sie dafür wirklich professionelle Hilfe. Sie kann es so probieren: Die Milch, die sie beim Abpumpen gewinnt und auch die zur Zeit notwendige künstliche Säuglingsnahrung sollte sie ihrem Baby mit einem Becher geben. Die Flasche ist in dieser Situation eher kritisch. Wenn das Baby mit dem Becher gefüttert wird und ihm die Brust angeboten wird, um sein Saugbedürfnis zu stillen, kann es sich auf diese Weise wieder an die Brust heranführen lassen. Ein gesundes, voll ausgetrages und gut gedeihendes Baby kann auf die folgende Art wieder an die Brust zurückgeführt werden: 1. Tag: Keine Flaschen, keine Brust An diesem Tag erhält das Baby seine Nahrung über eine alternative Fütterungsmethode (z.B. Pipette, Löffel, Becher, bei Hohlwarzen KEINE Fingerfütterung). Wenn eine Pipette oder ein Becher benutzt werden, sollte das Baby aufrecht auf dem Schoß gehalten werden, um ein Verschlucken und Einsaugen von Flüssigkeit in die Lunge zu vermeiden. 2. Tag: Keine Flaschen, die Brust wird nur zum Trösten angeboten Jetzt ist das Baby möglicherweise bereit, dicht an der nackten Brust der Mutter gehalten zu werden, während die Nahrung verabreicht wird. Die Mutter kann dem Baby die Brust nach jedem Füttern zum Trost anbieten, ebenso, wenn sie merkt, dass das Baby saugen möchte. Dreht es sich von der Brust weg, kann es „gebündelt" (mit rundem Rücken in eine Decke gewickelt) und beruhigt werden, bevor ihm die Brust wieder angeboten wird. Das Baby braucht möglicherweise noch einen weiteren Tag, bevor es bereit ist, auf die Brust überzugehen. Es sollte nicht gezwungen werden. Übergang zur Brust: Akzeptiert das Baby die Brust zur Beruhigung, kann die Mutter versuchen, es zu stillen und zwar eine halbe Stunde bevor es wahrscheinlich richtig hungrig ist. Zu diesem Zeitpunkt akzeptiert das Baby im allgemeinen das Stillen. Wie gesagt, deine Freundin bräuchte wirklich viel Geduld, überreden kann man eine Frau nicht dazu. LLLiebe Grüße, war schön, wieder einmal von dir zu hören :-)m geht’s dir gut? Biggi
Mitglied inaktiv
hallo doris, mir gehts grad irgendwie ähnlich. siehe eine frage weiter unten. ich hab mir vorgenommne, wenn es zu größeren problemen kommen sollte, sie einfach zu fragen, was sie will. und wenn sie wirklich stillen will, dann geht es eben nicht ohne was dafür zu tun. ist aber soooo schwer sowas einer freundin klarzumachen. nur wenn sie nicht wirklich will, dann wird deine freudin das auch nicht schaffen. und ich würd auch drauf hinweisen, daß es ja ganz offensichtlich mit der hebamme nicht klappt, denn sonst hätte sie nicht vor einer wochen das letzte mal gestillt sondern vor einer stunde. sie soll sich einfach darüber klar werden, was sie jetzt wirklich möchte. aber wenn sie sich nicht mit ganzem herzen für das stillen entscheidet, kann man leider nichts machen. es ist ihre entscheidung, du kannst nur versuchen ihr zu helfen. wenn sie die hilfe nicht will, dann ist es ihr pech. ist aber hart zu akzeptieren. liebe grüße susanne, die auch gern die welt retten würde ;-)
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