Mitglied inaktiv
Hallo! ICh habe schon länger mit Zufüttern angefangen. Erst Gemüse-Fleischbrei (zwischen 12 und 13 Uhr) dann Griesbrei (19 h), der zu einem Gerteide- OBstbrei wurde, da ja 3 Milch-Sitllmahlzeiten ausreichen! Nun will Lukas (genau 8Mon) nachmittags ca 16.30h par tou KEINE BRUST; schreit quengelt und motzt aber ununterbrochen. Geb ich ihm dann Obst pur oder einen Keks, ist er zufrieden (bei einem Keks nicht so lange!) Was kann ich tun. Ich will doch noch nicht mit Stillen aufhören - wir ihm doch gerade erst das Beisen abgewöhnt! Er drückt gegen die Brust, schiebt sie weg und ist zufrieden wenn ich sie wieder einpacke! Manchmal nuckelt nur etwas daran rum, Kneift mit den Händen, ... Irgendwie fehlt mir was, wenn er sich schon selber abstillt! Denn dann hat Lukas nur noch 2 Stillmahlzeiten (3.30h und 7.30h). Dann sollte er abends auch wieder seinen Gries-Milchbrei bekommen -oder? Wie schaffen es denn die anderen, ihre Kinder hauptsächlich von Muttermilch zu ernähren (habe relativ schnell ein ganzes gemüse-fleisch glas mit Öl und abends volle Portionen gefüttert) Zudem wollte er immer weniger die Brust! Was soll ich tun, ihn komplett abstillen?? Danke Tanja
? Liebe Tanja, ein selbstbestimmtes Abstillen in diesem Alter wäre überaus ungewöhnlich und in jedem Fall würde ich das Kind von der Kinderärztin/arzt anschauen lassen, um auszuschließen, dass ihm irgend etwas weh tut beim Stillen. Um etwa zehn Monate haben viele Kinder eine Phase, in der das Stillen (scheinbar) absolut uninteressant geworden ist. Viele Mütter interpretieren dieses Phase als Anzeichen für das Abstillen und tatsächlich lassen sich Kinder in dieser Zeit oft relativ problemlos abstillen, doch oftmals ändert sich das Stillverhalten des Kindes auch sehr bald wieder ganz entschieden. Es könnte sich auch um einen Stillstreik handeln. Stillstreiks können aber auch aus heiterem Himmel kommen:-) und manchmal eine Woche und länger dauern. Du kannst versuchen dein Baby weiterhin anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die im wachen Zustand streiken, nehmen die Brust im (Halb)Schlaf. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge es aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Wenn Du möchtest, dass es wieder an Deiner Brust trinkt, solltest Du Dich darauf einstellen, Dich in den nächsten Tagen fast ausschließlich Deinem Baby zu widmen. Wenn Du es viel im Arm hast, zärtlich streichelst und er Dich in einer entspannten Atmosphäre einmal ganz für sich alleine hat, beruhigt es sich vielleicht und läßt sich dazu bewegen, wieder bei Dir zu trinken. Solange dein Kind streikt, solltest Du deine Milch ausstreichen oder abpumpen. Erstens vermeidest Du so einen Milchstau mit allen daraus möglicherweise resultierenden Problemen und zweitens erhältst Du deine Milchproduktion aufrecht. Die beim Ausstreichen oder Abpumpen gewonnene Milch kannst Du deinem Baby mit dem Becher oder einer anderen alternativen Fütterungsmethode anbieten. Weiter hat sich bei einem Stillstreik bewährt: • im Umhergehen stillen, • in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, • im Halbdunkeln stillen, • im Halbschlaf stillen, • das Baby mit der Brust spielen lassen, • unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, • alle künstlichen Sauger vermeiden, • das Baby massieren, • viel Körperkontakt (Haut auf Haut), • und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Flasche ist ungünstig, da der künstliche Sauger das Saugbedürfnis deines Kindes befriedigt und es geschickter ist, dieses Saugbedürfnis auszunutzen, um das Kind an die Brust zurückzuführen. Am besten wendest Du dich zusätzlich an eine Stillberaterin in deiner Nähe, die dir im direkten Kontakt noch weitere gezielte Tipps geben kann. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi
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