Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Ist das eine saugverwirrung?

Frage: Ist das eine saugverwirrung?

Sonne1203

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Guten Morgen, Folgendes Problem. Meine Tochter 6 Wochen wird voll gestillt. Seit drei Tagen hat sie endlich einen Nuckel genommen. Sie hat sich sonst nur von Mama und Brust beruhigen lassen. Mit Nuckel hat sie auch gut in der Nacht geschlagen 5-6 h. Nun ist es so dass sie seit zwei Tagen die erste Seite der Brust trinkt, bei der zweiten die sie sonst zumindest angetrunken hat immer wieder schreit und kurz ansaugt und loslässt und sich auch nicht beruhigen lässt. Anfangs dachte ich es ist weil sie nur nuckeln will und sich "ärgert" dass sie milch trinken muss. Nun bin ich mir unsicher ob das nicht doch der Beginn einer saugverwirrung ist? Ich habe gestern den ganzen Tag mit ihr auf der Couch verbracht und nach Bedarf gestillt. Die ersten Mahlzeiten waren noch wie oben beschrieben. Die letzte nachmittags und abends hat sie sich an der Brust beruhigen lassen und ist auch wieder eingeschlafen. Diese Nacht ging das stillen gut aber leider im 1,5 Stunden Rhythmus. Einmal war ich noch so müde dass ich ihr den kleinen Finger gegeben habe. Prompt war heute früh wieder Geschrei. Ich bin wirklich verunsichert. Einerseits möchte ich schon gern dass sie etwas länger schläft andererseits möchte ich unser stillen nicht gefährden. (Ich habe meine beiden großen über ein im Jahr gestillt und möchte das auch bei ihr) Wäre für einen Rat dankbar.


Biggi Welter

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Liebe Sonne1203, Schnuller können wie alle künstlichen Sauger zu einer Saugverwirrung führen. Ist das Kind dann auch noch erregt oder besonders müde, dann „erinnert" es sich unter Umständen nicht mehr an die korrekte Trinktechnik für die Brust. In diesem Fall hilft nur konsequentes Verzichten auf alle künstlichen Sauger. Eine Saugverwirrung entsteht, wenn ein Kind mit dem Wechsel zwischen den Trinktechniken an Brust und künstlichem Sauger (dazu gehören Flaschensauger, Schnuller und Stillhütchen) nicht zurecht kommt und dann die Brust schlussendlich sogar verweigern kann. Das ist ein ernsthaftes Stillproblem, das schon viele Sorgen und Tränen bei Müttern und Kindern verursacht hat. Doch eine Saugverwirrung kann überwunden werden. Dabei ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen. Der Schnuller ist nicht die einzige Möglichkeit, ein aufgebrachtes oder sonstwie unruhiges Kind zu beruhigen, es gibt auch Alternativen. • Das Kind kann getragen werden. Durch das Tragen wird das Bedürfnis des Kindes nach Körperkontakt, Geborgenheit, Wärme und Nähe gestillt und mit einem gut gebundenen Tragetuch hat man mindestens eine Hand frei, um andere Dinge zu tun. • Das Kind kann gebündelt werden. Das Bündeln gibt dem Baby das Gefühl von Geborgenheit und lässt es seinen Körper und seine Grenzen spüren. Das Gefühl von Begrenzung hilft dem Kind sich sicher zu fühlen. • Man kann ein Nest bauen. Auch hier ist die Begrenzung der springende Punkt, der dem Kind Geborgenheit vermittelt. • Massage, eine warmes Bad oder auch ein warmes Körnerkissen können beruhigend wirken. Schaukelbewegungen (Wiege, Hängematte, Schaukelstuhl, mit Tragetuch spazieren gehen, Kinderwagen), monotone Geräusche (Staubsaugen, Auto fahren), beruhigende Musik, Singen und Tanzen mit dem Baby und auch der Schutz vor Überreizung (viele Besucher, Fernseher) helfen einem Kind sich zu beruhigen. LLLiebe Grüße Biggi


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