Schwangere123
Hallo, ich versuche meine Geschichte und mein Problem zusammenzufassen. In beiden meiner Stillzeiten neige ich zu Milchstaus. Es ist eine Kombination aus psychischen Problemen (Angststörung) und Fettpfropfen die immer wieder die Brustwarze verstopfen. Ich nehme Lecithin, seitdem ist es besser. Aber hin und wieder tritt immer mal wieder ein Milchstau auf. Durch zwei Stillzeiten bin ich auch ziemlich erfahren damit, kenne alle Tipps und Tricks etc. Letztlich hat am Ende immer mein Kind den Stau gelöst. Nun ist folgendes Problem. Mein Sohn (2 Monate) hat eine Lieblingsseite, weshalb die schlechte Seite (da ist nun der Milchstau) in den letzten Wochen deutlich zurückgefahren ist (Beurteilung aufgrund des Schluckens). Jedenfalls hatte ich immer wieder Probleme, dass er nur kurz drangeht und ich den Rest ausstreiche oder abpumpen muss, um sie ganz weich zu bekommen. Nun wo der Stau drin ist und kaum was kommt, verweigert er sie komplett. Es ist KEINE SAUGVERWIRRUNG, da er die andere Seite problemlos in wenigen Minuten leertrinkt. Er mag sie einfach nicht mehr. Bei meiner Tochter ging das soweit, dass ich am Ende glücklich ohne Milchstaus noch 4 Monate einseitig gestillt habe. Das möchte ich diesmal gerne auch. Ich kühle nun nach jedem Still und Pumpversuch und wärme davor an. Und nun kommt mein eigentliches Problem. Aufgrund meiner Angststörung habe ich nun große Angst vor dem worst case Szenario. Sprich, weder Pumpe noch Baby holt die Milch raus. Auch beim Ausstreichen kommt mittlerweile fast nichts mehr. Die Brust macht mehr und mehr dicht. Aber das Baby will nicht richtig ran. Sollte ich ihn nicht austricksen können (Halbschlaf etc) und die Milch bleibt drin... bekäme man das im allergrößten Notfall mit Abstilltabletten in den Griff? Ich weiß dass ich dann abstillen würde, aber ich habe derzeit einfach nur Panik. Ich hoffe, dass ich weiterstillen kann, aber im Moment will ich einfach nur wissen, ob man mir notfalls irgendwie helfen kann, denn der Hypochonda in mir sieht sich schon mit einem Abszess im Krankenhaus. (Es ist wie gesagt derzeit nur ein Stau, keine Rötung, kein Fieber, nur hart). Vielleicht können Sie mir helfen. Es wäre einfach schön zu wissen, dass, wenn alle Versuche und Ideen ausgeschöpft sind und trotzdem nichts und niemand vermag diese Brust zu leeren, die Medizin eine Lösung hat, bevor es zu einem Abszess kommt. Auch wenn das bedeutet, dass die andere Seite auch abgestillt werden müsste. Falls es so ist, wäre das für meine Psyche immens befreiend. Natürlich gebe ich noch nicht auf, aber ich wüsste, es gäbe einen Notfallplan.
Liebe Schwangere123, ganz sicher gäbe es einen Notfallplan, aber Sie schaffen es auch so! Nehmen Sie in den nächsten Tagen unbedingt das Lecithin und zusätzlich evtl. Vitamin C, dann ruhen Sie sich so oft wie möglich aus und streichen die Brust aus. Sie sollten die Brust vorher wärmen oder versuchen, unter der Dusche auszustreichen, danach können Sie die Brust kühlen. Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Sobald Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen usw. dazu kommen, sollte unverzüglich eine Ärztin/Arzt hinzugezogen werden. Auch wenn sich die Verhärtung nicht innerhalb von ein bis zwei Tagen bessert, sollte die Brust ärztlich untersucht werden (Frauenärztin/arzt oder Hausärztin/arzt). Sollten Sie noch Fragen haben, bin ich gerne für Sie da! Liebe Grüße Biggi Welter
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