babymieze
Hallo, vielen Dank für Eure Mühe hier. Ich habe an einer BRust im Bereich unterhalb der Brust einen Hautpilz. Hatte schon letztes Jahr im Winter mal damit zu tun und habe es da mit Multilind Salbe (enthält Nystatin) wegbekommen. Das dauert aber eine Weile. Ich stille meine Tochter (7,5 Mo.) noch. Und auch nur mit dieser einen BRust. Da sie aus der anderen nie gern getrunken hat, weil dort die Milch langsamer kam. Nun habe ich Angst, das sie sich bei mir ansteckt. Möchte aber eig. auch noch nicht abstillen. Ich versuche schon immer den BH darüber zu lassen, dass sie nicht damit in Berührung kommt. Was könnte ich noch tun? Habe auch schon mit Teebaumöl probiert. Habe noch eine andere Frage: Lea bekommt jetzt 2x Brei (mittags und abends). Manchmal auch ein bisschen Obstbrei am Nachmittag. Sie ist aber abends noch keine volle Portion und ich stille sie auch noch 3mal am Tag. Auch nachts verlangt sie oft noch 2-3mal. Ist das okay? Ich gebs ihr halt einfach und denke die Mahlzeiten regeln sich schon noch. Danke für Ihre Antwort. Ich lese gerne mit und sie haben mir auch schon geholfen.
Liebe babymieze, achte einfach auf gute Hygiene, dann wird deinem Kind nichts passieren. Vielleicht fragst Du auch einmal den Hautarzt, was Du sonst noch tun kannst. Sicher ist es richtig und gut, einem sechs Monate alten Baby, das Interesse an fester Nahrung zeigt, diese dann auch anzubieten. Doch diese Einführung der Beikost sollte langsam erfolgen und keinesfalls kann die feste Kost die Muttermilch jetzt bereits in größerem Maße ersetzen. Ich weiß, dass fast überall steht: „zunächst wird die Mittagsmahlzeit ersetzt und im Abstand von etwa vier Wochen ersetzen Sie die nächste Mahlzeit usw". Gleichzeitig wird „eine Mahlzeit" als die Menge definiert, die in ein Gläschen passt und zwar für alle Kinder gleich. Doch dieses Schema, das leider immer noch oftmals propagiert wird verursacht in vielen Fällen nichts weiter als Stress und Tränen. Es ist einfach zu sehr in den Köpfen vieler Menschen verwurzelt, dass eine Stillmahlzeit „ersetzt" werden müsse, dabei stimmt das gar nicht. Schon der Begriff BEI Kost drückt doch aus, dass es sich bei dieser Nahrung um eine ergänzende Nahrung und nicht um einen Ersatz für die Muttermilch handelt. Wäre es ein Ersatz, dass würde es ANSTATT Kost heißen. Die Empfehlung lautet also nicht strikt erst eine komplette Mahlzeit vollständig zu ersetzen, ehe die nächste Mahlzeit ersetzt wird, sondern erst etwa eine Woche abwarten, ehe ein neues Nahrungsmittel eingeführt wird und die Beikost als Ergänzung und nicht als Ersatz für die Muttermilch betrachten. Daher gibt es auch keine festgelegte Zahl für die Stillmahlzeiten, sondern das Kind kann weiterhin nach Bedarf gestillt werden. Im gesamten ersten Lebensjahr sollte Muttermilch das Hauptnahrungsmittel des Kindes sein. Du machst also absolut alles richtig :-). Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ein Baby mit sieben Monaten eine bis zwei zusätzliche Beikostmahlzeiten ergänzend zur Muttermilch bekommt, mit acht Monaten zwei bis drei, mit neun Monaten zwei bis vier, mit zehn Monaten vier und mit zehn bis zwölf Monaten drei bis fünf. Daneben kann und darf es so oft gestillt werden, wie es möchte. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Wird das Kind ausreichen häufig gestillt, braucht es keine andere Milchnahrung und auch keinen Milchbrei oder Flaschennahrung. Allmählich wird sich die Menge der Beikost von selbst steigern und etwa ab den ersten Geburtstag werden sich das Verhältnis Beikost zu Muttermilch langsam umkehren, bis sich das Kind (wenn es dazu die Gelegenheit erhält, die Entscheidung selbst zu treffen) schließlich irgendwann ganz abstillen wird. LLLiebe Grüße, Biggi
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