Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Folgefrage zu " zuviel Milch "

Frage: Folgefrage zu " zuviel Milch "

Sanne79

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Liebe Stillexpertinnen, vielen Dank für Eure Antwort ! Ich habe jetzt einen Mix aus Pfefferminztee und Salbeitee über den Tag , kühle etc und es hilft ! Seitdem will meine 15 Wochen alte Tochter nachts aber stündlich für kurze Zeit an die Brust ( nur nachts ,tagsüber sind wir weiterhin im 2-3 h Rhythmus)- davor waren wir fest um halb drei und um 5 zum Stillen "verabredet"- seht Ihr da einen Zusammenhang? Und ñoch eine Frage, unabhängig von der jetzigen Sache - abends beim Einschlafstillen schreit sie öfter die Brust an, dann muss man sie wie zur Erlösung von der Brust nehmen und herumtragen, dann beruhigt sie sich augenblicklich. Ist die Brust dann ein zu starker Reiz? Nochmal vielen Dank für Eure tolle Arbeit!!


Biggi Welter

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Liebe Sanne79, es kann natürlich sein, dass Deine Kleine instinktiv die Milchmenge wieder steigern möchte und deshalb mehr trinken möchte, es kann aber auch sein, dass es im Moment einen neuen Entwicklungsschub durchmacht - da wachen fast alle Babys in der Nacht vermehrt wieder auf. Auch die abendliche Unruhe spricht dafür, denn viele Babys haben eine so unruhige Zeit am Abend und nicht immer ist Stillen dann die Lösung. Diese unruhige Zeit ist so verbreitet, dass es im englischen Sprachraum sogar einen Ausdruck dafür gibt: Omastunde , d.h. dass jetzt eine liebevolle Großmutter gebraucht wird, die nichts Dringenderes vorhat, als das Baby zu wiegen und im Arm zu halten, bis seine Unruhe vorbei ist. So schwer es auch fällt, es ist wichtig, in dieser Situation nicht in Hektik und Aufregung zu verfallen. Je mehr Sie versuchen um das Kind zu beruhigen und je hektischer Sie werden, um so aufgedrehter kann auch das Baby werden und dann ist man schnell in einem Kreislauf, der nur mehr schwer zu durchbrechen ist. Weniger ist hier oft mehr. Der Punkt ist, dass der Fokus vom Kind genommen wird, dass sich nicht mehr alle Anspannung auf das Kind konzentriert und es so die Gelegenheit bekommt, sich wieder zu entspannen und zu beruhigen. Der Teufelskreis der Anspannung, die sich auch bei den Eltern aufbaut und so das Kind immer unruhiger werden lässt, muss durchbrochen werden. Das kann manchmal auch dadurch erfolgen, dass das Baby auf eine Decke gelegt wird und die Mutter oder der Vater es durch unaufgeregtes, leises Sprechen und sanftes Streicheln beruhigt. Manche Eltern setzen sich in dieser Situation sogar mit ihrem Kind ins Auto und fahren ein paar Kilometer :-). Ich hoffe, ich konnte Dich eine wenig beruhigen! Herzlichen Gruß Biggi


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