Meyla
Guten Morgen! Im 3 Monaten erwarten mein Partner und ob unsere erste gemeinsame Tochter. Da ich Krankenschwester bin und früh wieder arbeiten muss (nur halbe Schichten von ca. 4 bis 5 Stunden) muss die kleine zusätzlich die Flasche annehmen. Da gibt es keine Auswahlmöglichkeiten für sie... Ich möchte erst gar nicht mit einer füttermethode starten die ich dann wieder umtrainieren müsste. Eine Stillberaterin gibt es hier nicht im Umkreis von einer Stunde. Kann mir also vor Ort keine Hilfe holen. Ist es möglich ein Baby früh an die Flasche zusätzlich zu gewöhnen ohne es zu verwirren? Sowas wie ein Fläschchen zusätzlich am Tag? Sie müsste in der Zeit auch die Pre Milch nehmen. Abpumpen ist in meiner Branche während der Arbeit definitiv nicht machbar. Habe feste Arbeitsrhythmen, die Flasche müsste sie somit zwischen 15.30 und 20.30 nehmen. Das ist in der Pflege so ziemlich der einzige Kompromiss, den ich finden konnte, muss hierfür extra die Stelle wechseln. Wäre über einen Tipp wirklich dankbar. Das Thema lässt mir einfach meine Ruhe...
Liebe Meyla, Sie kennen sicher die berühmte Frage an Radio Eriwan, die immer beginnt mit „Ist es möglich" und auf die die Antwort folgt „Im Prinzip ja, aber ..." So ist es auch mit der Antwort auf Ihre Frage: Theoretisch ist es möglich von Anfang an Zwiemilch zu ernähren, doch in der Praxis läuft es fast immer auf ein sehr rasches Ende einer (meist problematischen) Stillzeit hinaus. Die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich nämlich grundlegend. Manche Kinder kommen dann mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kind bekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab. In dieser Situation spricht man dann von einer Saugverwirrung. Nun kann ein verhängnisvoller Kreislauf beginnen: da das Kind mit der falschen Technik an der Brust trinkt, wird es an der Brust hektisch, saugt an, lässt wieder los, dreht den Kopf hin und her schluckt viel Luft (die wiederum führt möglicherweise zu Bauchproblemen) und da es die Brust nicht mehr richtig stimuliert kommt es zu einem Rückgang der Milchmenge und damit zu weiterem Zufüttern, wenn dieser Kreislauf nicht unterbrochen wird. Eine Saugverwirrung ist alles andere als lustig und Stillberaterinnen wissen aus Erfahrung nur zu gut, warum sie künstlichen Saugern wie Schnuller und Flasche kritisch gegenüberstehen, denn beide bescheren uns immer wieder eine Menge „Beschäftigung". Ihr Baby kann zwar aus der Flasche trinken und es kann eben passieren, dass es sich dann, wenn es die Flasche regelmäßig bekommt, ganz zur Flasche hin abstillt. Das Saugen an einem künstlichen Sauger unterscheidet sich nämlich grundlegend vom Saugen an der Brust. Der künstliche Sauger ist bereits vorgeformt und relativ steif. Die Brust ist weich und nachgiebig. Ein Schnuller kann in den geschlossenen Mund eines Babys gesteckt werden. Um die Brust zu erfassen, muss das Baby den Mund weit öffnen, die Brustwarze reicht dann weit nach hinten in den Mund, wo die Bewegungen des Kiefers und der Zunge nicht stören. Auch die Bewegungsmuster der Muskeln von Mund, Gesicht und Zunge, sind am künstlichen Sauger ganz anders, als an der Brust. Mit der Saugtechnik, die das Baby beim Trinken an einem Flaschensauger oder beim Nuckeln an einem Beruhigungssauger anwendet, kann es kaum Milch aus der Brust bekommen. Sie könnten auch mit einer alternativen Fütterungsmethode zufüttern, um eine Saugverwirrung zu vermeiden. Wenn Sie bei Youtube die Stichworte "Cup feeding" und "baby" eingeben, können Sie viele Videos finden auf denen zu sehen ist, wie das geht. Es ist in der Regel von Fütterer und Kind wirklich schnell gelernt. An sich lässt sich die sogenannte Zwiemilch-Ernährung durchaus umsetzen. Stillen und füttern mit Pre wechseln sich dabei ab. Pre ist immer die beste Alternative zur Muttermilch. Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig weiterhelfen. LLLiebe Grüße Biggi
Amphibia
Huhu Wann genau musst du denn wieder arbeiten? Ich erinner an das Mutterschutzgesetz Paragraph 7 Abs.2 Dir stehen in den ersten 12 Lebensmonaten deines Kindes Stillpausen während der Arbeitszeit zu. Ob das in deiner Branche möglich ist, interessiert das Gesetz nicht..da muss sich dein Arbeitgeber Gedanken machen wie er das bewerkstelligt ;) Zum Rest hast du ja schon eine lange Antwort bekommen. LG und alles Gute! :)
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