Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Einschlafstillen beenden aber wie?

Kristina Wrede

 Kristina Wrede
Stillberaterin
Frage: Einschlafstillen beenden aber wie?

Drea09

Beitrag melden

Hallo liebes Hebammen Team, Ich bräuchte einen kleinen Rat. Ich stille meine Tochter,14 Monate, von Anfang an und ich mach das auch gerne. Aber ich würde sie gerne vom Einschlafstillen weg bekommen. Ich leg mich nachts mit ihr ins Bett bzw sie schläft bei mir im Beistellbett. Wenn sie dann schläft geht's bis zu 2 Stunden, steh ich meistens wieder auf. mal geht's gut und sie schläft mal muss ich gleich wieder zurück. Tagsüber liegt sie zum schlafen meistens auf meinem Schoß und nuckelt an der Brust. Hab's auch schon mim Schnuller versucht aber den wirft sie mir in die Ecke oder bekuckt ihn nur von allen Seiten. Ich hab auch schon überlegt das irgendwie mit dem " im eigenen Bett schlafen" zu kombinieren wäre das ne Möglichkeit??? Ich bin mir auch gewusst das es ohne tränen nicht klappen wird. Aber hättet ihr mir Tipps wie ich das am,sagen wir schonendsten hinbekomme??? Vielen danke Andrea


Beitrag melden

Liebe Andrea, ich muss ganz kurz vorweg klären, dass wir keine Hebammen sind, sondern Stillberaterinnen der La Leche Liga Deutschland. Die Pantley-Methode funktioniert meist ganz gut. Dazu ist es wichtig, dass du einen klaren Plan hast, also genau weißt, von wann bis wann du einfach nur schlafen möchtest. Toll ist es natürlich, wenn dein Partner diesen Plan unterstützt und sich in dieser Zeit dann liebevoll und einfühlsam um deine Maus kümmern kann... Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird (sie verstehen es auch dann, wenn wir denken, sie seien noch viel zu klein um zu begreifen, was los ist!), und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei, bzw. die Stillpause so lang, dass du wieder Erholung findest in der Nacht. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du - oder der Papa, wenn er für dich diese Nachtschichten übernimmt - ihr während der Nacht einen Schluck Wasser oder etwas Milch anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Es ist normal, dass zunächst alles abgelehnt wird, was nicht Mama heißt! Aber das gibt sich in der Regel schon in der 2. Nacht... Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. In der Regel aber akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind brauchst du nicht befürchten, wenn du bzw. der Papa ihr wirklich beisteht und ihr eure Kleine nicht "straft" für ihre natürliche Reaktion auf diese Veränderung. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass sie damit überfordert ist und ihr einen anderen Weg finden bzw. noch etwas warten solltet. Lieben Gruß, Kristina


Drea09

Beitrag melden

Danke für die liebe Antwort und Sorry wg Hebamme ich dachte das ist irgendwie zusammen meine hebi war eben auch stillberaterin daher dache ich ihr auch. War nicht böse gemeint!!! Ich werde das versuchen. Weiß ne noch nicht ob jetzt schon oder dann im Zusammenhang mit ihrem eigenen Bett. Lg Andrea


Beitrag melden

Liebe Andrea, wir hätten das auch gar nicht als "bös" verstanden! Hebammen sind wunderbare Frauen!!! Lieben Gruß, Kristina


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo, unsere Kleine ist nun 2 Jahre und 9 Monate alt, ab April gehts in den Kindergarten....Bis dahin wollte ich sie so langsam gänzlich abgestillt haben. Wir stillen mittags zum Einschlafen, abends zum Einschlafen und morgens wenn sie aufwacht nuckelt sie ganz genießerisch :-)))) Sie liebt es einfach..... Nun haben wir probiert, daß der Papa ...

Liebe Biggi Welter, Unser 15-monatiger Sohn hat sich untertags mit etwa 9 Monaten selbst abgestillt - einfach weil die Umwelt so spannend war, er sich immer umschauen musste und dann aufs Trinken vergessen hat. Derzeit wird er abends auf der Couch im Rahmen des Abendrituals gestillt, wenn ich mit ihm ins Bett gehe, auch als Einschlafstillen, un ...

Hallo liebe Stillberatung, ich bin zur Zeit etwas ratlos und verzweifelt. Meine Tochter ist nun fast 13 Monate und geht seit zwei Wochen zur Tagesmutter. Da alles super läuft und sie sich toll mit der Tagesmutter angefreundet hat, hat diese schon nach zwei Wochen versucht, sie zum Mittagsschlaf hinzulegen. Zur Hause wird meine Tochter noch zum Eins ...

Hallo, ich weiß gar nicht ob ich bei ihnen richtig bin. Vor ein paar monaten habe ich schon mal eine Frage gestellt da ging es darum das ich meine Tochter nachts stündlich stillen musste. Diesen Kreislauf haben wir nun durchbrochen und sie schläft seit sie 17wochen alt ist in ihrem Zimmer in ihrem eigenen Bett. Dort kam sich viel weniger teilwei ...

Hallo, mein Sohn 22 Monate alt schafft es immernoch nicht selbstständig einzuschlafen sondern nur mithilfe von Stillen und er wird ich denke Mal deswegen auch noch mehrfach nachts wach und fordert die Brust..Ich weiß das es meine Schuld ist das hat sich durch mehrere Sachen ungeplant so ergeben..ich habe mitlerweile auch schon versucht damit aufzuh ...

Hallo Biggi Unsere Tochter ist 5 Monate alt, unser Sohn 3 Jahre. Im Gegensatz zu ihr hat er Flasche und Schnuller akzeptiert, was mir etwas mehr Freiheit gegeben hat. Zudem hab ich dieses Mal mit D-MER zu kämpfen, was das stillen nicht unbedingt zum schönsten aller Erlebnisse macht. Besonders schlimm ist es, wenn ich ohne Gesellschaft stille. D ...

Hallo Frau Welter, unsere Tochter (15 Monate) wird noch mittags und abends zum Einschlafen und nachts zur Beruhigung gestillt. Die Kleine wollte nie einen Schnuller und hat in ihrem Leben vllt zwei Mal (Muttermilch) aus der Flasche getrunken (das ist aber schon lange her und hat nicht gut geklappt). Nachts (wir schlafen im Familienbett) schläf ...

Sehr geehrte Damen und Herren,  ich würd gerne das stillen vom einschlafen trennen bei meinem Sohn 17 Monate  ich stille ihm ausschließlich zum schlafen legen ergo mittags zum abendschlaf und eben die ganze Nacht wenn er aufwacht.  das Problem ist, dass er nicht neben mir ohne Brust ruhig liegt. Er hampelt dann rum, schreit, weint, will spi ...

Liebe Biggi, erstmal vielen Dank für die Möglichkeit der Fragestellungen. Dies ist unglaublich wertvoll und hilfreich!!!  Ich stille meine (gefühlsstarke) Tochter immernoch sehr oft. Mit der Beikost hat es erst spät geklappt und sie will nach wie vor immernoch sehr oft die Brust. Tagsüber versuche ich sie öfter mal abzulenken. Abends jedoch ...

Liebe Biggi, meine Tochter ist vor Kurzem drei Monate alt geworden. Sie hat sich daran gewöhnt, während ihrer Tagesschläfchen – die sie meist auf meinem Arm verbringt, da sie sich schwer ablegen lässt, ohne aufzuwachen – im Schlaf immer wieder ein paar Schlucke zu trinken. Inzwischen schläft sie nur noch auf diese Weise länger als etwa 20 Minut ...