Inesfit
Hallo, ich weiß gar nicht ob ich bei ihnen richtig bin. Vor ein paar monaten habe ich schon mal eine Frage gestellt da ging es darum das ich meine Tochter nachts stündlich stillen musste. Diesen Kreislauf haben wir nun durchbrochen und sie schläft seit sie 17wochen alt ist in ihrem Zimmer in ihrem eigenen Bett. Dort kam sich viel weniger teilweise nur 1x in der Nacht, manchmal auch 3-4x. Letzteres wurde aber immer seltener. Bis vor 10 Tagen, seit dem kommt sie wieder 3-4x pro nacht und ich gehe mittlerweile auf dem Zahnfleisch. habe auch noch eine größere Tochter die meine Aufmerksamkeit benötigt und eine ausgeschlafene Mutter am Tag ;) Meine Tochter ist nun 7 Monate alt. Seid 1 Woche haben wir nun alle Breimahlzeiten (mittag, nachmittag, abend) eingeführt und sie isst gerne und gut ihren Brei. Dachte eigentlich das ich nun weniger stillen kann (nur noch morgens, abends und viell einmal nachts) statt dessen stille ich nun nachts 3-4x und morgens. Ich habe schon versucht sie auf Folgemilch umzustellen, aber das Fläschen wird nicht akzeptiert sie saugt gar nicht wirklich etwas heraus, auch keine abgepumpte Milch! Generell lehnt sie jede Form von künstlichen Saugern ab, auch Schnuller. Ich denke, dass das Hauptproblem darin liegt das sie nur an der bzw.mit der Brust einschlafen kann und wenn sie dann nachts wach wird ist die Brust weg und sie benötigt wieder ihre gewohnte Einschlafhilfe - die Brust - also mich :( Wie könnte ich diesen Bann durchbrechen? Sollte ich vielleicht doch nochmal Fläschchen probieren - ich wäre nicht böse drum abzustillen? Wenn ja, wie mache ich das am besten? Andere Frage, wie lange benötigt sie generell das Stillen wann könnte man die Milch weg lassen? Mit 12 Monaten? Habe auch von Lernprogrammen zum Thema Schlafen gelesen, zb. Gordon, wäre es nun schon an der zeit das zu probieren oder wartet man damit lieber bis das Kind 1 Jahr alt ist. Man liest sehr oft das es wichtig ist denn Kindern nicht anzugewöhnen immer aus dem Bettchen genommen zu werden, nachts nicht zu spielen usw. Vielleicht ist meine Tochter aber auch noch nicht so weit? Die ersten 16wo war sie ein Schreikind und hat bis zu 12 std. täglich geschrieen. das möchte ich auf keinen Fall mehr! Viele Fragen, aber ich bin dankbar um ihre Meinung. Viele Grüße
Kristina Wrede
Liebe Inesfit, ich finde es immer wieder schade, dass so viel gelesen wird über angeblich erforderliche Trainingsprogramme für unsere Kinder und so wenig darüber, was normal ist. Also was ganz von allein passiert... Ich empfehle, KEIN Schlaftraining zu machen, den sie zeigt dir so klar, dass sie deine Nähe noch sehr braucht. Für ein Baby in ihrem Alter ist das ganz natürlich. Ein natürliches Bedürfnis verschwindet von allein, wenn es befriedigt ist. Es gibt also keinen Grund zur Sorge, dass du etwas falsch machen könntest oder ihr etwas Falsches antrainieren würdest. Im Gegenteil... Wenn du wüsstest, dass in 3 Monaten altes viel einfacher ist, wäre es dann jetzt noch zu ertragen für dich? Wenn du wüsstest, dass alles ganz normal ist? Wenn ja, dann schenke deiner Kleinen doch die Zeit. Wenn nein, weil du am Anschlag bist, dann ist es dein gutes Recht, sie abzustillen. Ggf.bekommt sie keine Milchflasche, sondern Milchbreie. Oder Joghurt (möglichst alles noch zuckerfrei!). Evtl. kann euch eine Ernährungsberatung unterstützen... Egal ob mit oder ohne Stillen, deine Kleine braucht deine Nähe auch weiterhin, bei Tag und auch bei Nacht, damit sie sich gut entwickeln kann. Auch die kann ich den Besuch einer Stillgruppe ans Herz legen. Denn dort findest du eben mal nicht stillkritische Stimmen, die ja meinst von Menschen kommen, die keine (lange) Stillerfahrung haben, sondern solche, dich dich stärken und ermutigen. Um trotz der Bedürfnisse die es Babys Zeit und Hände für das ältere Kind frei zu haben, empfiehlt sich z.B. die Verwendung eines Tagetuchs oder einer GUTEN Tragehilfe. Dann kann dein Baby Körperkontakt tanken, während du mit dem Geschwister spielt, bastelst, spazieren gehst o.ä. Hilft dir das weiter? Lieben Gruß, Kristina
Inesfit
Liebe Kristina, Vielen Dank für deine Antwort! Ja es hilft mir insofern weiter dass du mich ermutigt hast kein Schlaftraining zu machen und ihr noch etwas Zeit zu geben. Quasi das alles ganz normal ist! Um mich herum werde ich nämlich immer kritisch angeguckt wenn es darum geht das die kleine nur auf dem Arm einschläft oder an der Brust. von meiner ersten Tochter kenne ich dies nämlich auch nicht sie war ein guter Schläfer. da wir eine sehr harte Anfangszeit hatten mit Krankenhausaufenthalt und Schreidiagnostik und ich quasi 20 Wochen die kleine nur in der trage hatte und ich Mit dieser trage/Tragetuch gelebt habe möchte ich jetzt das Tragen nicht mehr So intensiv machen. Im Alltag ist es auch weniger ein Problem da sie sehr schön krabbelt und mit ihrer Schwester spielt nur ich bin halt relativ oft erschöpft von den Nächten. Aber die werde ich auch noch schaffen und ich weiß ja dass auch sie Wird vielen Dank für deinen Zuspruch. Ernährungsberatung? Hast du da eine konkrete Empfehlung für mich ein Buch könnte ich jetzt bald mit der Familienkost schon anfangen da sie schon vier Zähne hat. viele Grüße Ines
Kristina Wrede
Liebe Inesfit, ich freu mich, dass meine Antwort dir getaugt hat. Ernährungsberatung: Nein, ich kann dir nichts nennen, wo es darum geht, wie du Proteine und Calcium und die Vitamine der Muttermilch durch anderes ersetzt, wenn die Kleinen keine künstliche Milch akzeptieren. Ansonsten gibt es viel zum Thema "Baby led weaning", und ich persönlich finde auch Gabi Eugsters "B(r)eikost und Fingerfood" sehr schön. Vom Familientisch essen geht, wenn du ungewürzt kochst und ihr nur wenig Auswahl bietest am Anfang. Denk daran: Im gesamten ersten Lebensjahr sollte (Mutter-)Milch die Grundlage der Ernährung bleiben... Das mit den Nächten IST anstrengend, und am einfachsten zu ertragen, wenn das Baby nah bei der Mama schlafen darf. Denn dann muss Frau nicht ganz wach werden, um das Kleine anzulegen, sondern es geht mehr oder weniger im Halbschlaf. Und, wie gesagt, irgendwann wird es dann auch besser... Ja, das mit den kritischen Stimmen ist ebenfalls eine große Belastung. Wie gesagt, allein um sich dagegen zu wappnen und zu merken, dass man nicht allein ist auf der Welt mit "abweichenden" Gedanken ist schon ein guter Grund, eine Stillgruppe zu besuchen ;-) Lieben Gruß, Kristina
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