Yeza
Liebe Biggi, mein Töchterchen ist nun schon fast 18 Monate und stillt noch ab und zu. Soll heißen, dass sie jede Gelegenheit zum Stillen nutzt. In der Woche ist sie tagsüber in der Kita, aber mitunter stillt sie erstmal direkt nach dem Abholen nachmittags. Abends wird sie einschlafgestillt und nachts kommt sie durchschnittlich noch 1-2 mal. Dann morgens wieder. Am Wochenende oder im Urlaub stillt sie hin und wieder auch tagsüber. Eine gute Esserin ist sie nur in der Kita - zu Hause eher schlecht als recht. Im Moment habe ich nicht das Gefühl, dass es sich in absehbarer Zeit von alleine ändern wird. Sie scheint es zu brauchen. Anfang Oktober muss ich aber auf Dienstreise (wohl 4 Tage). Wie soll das werden, wenn sich bis dahin nichts geändert hat? Ich möchte es meiner Tochter so einfach wie möglich machen. Sollte ich bis dahin abstillen? Momentan mag ich es mir überhaupt nicht vorstellen - ich stille mein Kind so gern (auch wenn es manchmal nervt, wenn Madame statt Frühstück nochmal an die Brust will oder ich abends nicht weggehen kann...). Aber völlig unvorbereitet kann ich doch auch nicht einfach wegfahren. Wann sollte ich denn über welche Maßnahmen nachdenken? Viele Grüße, Yeza
Kristina Wrede
Liebe Yeza, uiiii, ist sie schon SO GROSS geworden. Wie die Zeit doch fliegt... :-) Ja, ich sehe schon, deine Maus verhält sich ganz alterstypisch! es sollte kein Problem sein, nach der Rückkehr wieder wie gewohnt zu stillen. Nur wenige Kinder stillen sich komplett ab während der Abwesenheit der Mutter, doch ganz ausgeschlossen ist es nicht, denn vier Tage sind 4 Tage! Wahrscheinlicher ist, dass sich deine Tochter nach deiner Rückkehr auf dich stürzen wird. Abstillen im Voraus könnte eine Möglichkeit sein, wenn du sowieso abstillen willst und einen "guten Grund" brauchst. Andererseits ist noch viel Zeit bis Oktober (da kann sich bei einem so jungen Menschen enorm viel ändern), und wer weiß, vielleicht hat sie sich bis dahin ja sogar ganz von allein abgestillt? Falls nicht, ist im September noch genug Zeit, dass du ihr von deiner Reise erzählst und sie "mental" darauf vorbereitest, dass sie dann nicht wird stillen können (schlimm) und du dann nicht da sein wirst (ganz schlimm). Mit der entsprechenden "Vorwarnung" klappt es in der Regel ganz wunderbar!!! Übrigens: Wir haben Berichte von Müttern, die sich Sorgen gemacht hatten, ob ihre Babys auch ohne Mama und Brust schlafen würden. Sie erzählen z.B., dass ein Kind nicht beim Papa einschlafen wollte, er ist mit dem Kind spazieren gefahren, bis es geschlafen hat und hat es dann mit in sein Bett genommen. Ein anderer Vater hat das Kind so lange rumkrabbeln lassen, bis es auf dem Boden eingeschlafen ist und hat es dann in sein Bett getragen und ein dritter hat einen langen Spazierganz gemacht und hat das Baby dann eine Nacht im Kinderwagen neben sich schlafen lassen. Wichtig ist, dass die Person, die sich während deiner Abwesenheit um deine Kleine kümmern wird, ihr eine vertraute Bezugsperson ist und bereit ist, mit viel Geduld liebevoll für sie da zu sein, wenn sie dich vermisst. Du wirst sehen, es geht viel besser, als du es dir jetzt vorstellst! Lieben Gruß, Kristina
Yeza
Hallo Kristina, ja, so gross ist sie nun schon :-) Danke für Deine ermutigende Antwort. So was in der Richtung hatte ich mir erhofft. Dann werd ich alles mal ein wenig entspannter angehen. Abstillen möchte ich (zumindest aus heutiger Sicht) eigentlich noch nicht. Ein schönes Pfingstwochenende wünsch ich! Yeza
Morgen
Geht mir gerade ähnlich, meine Tochter ist etwas jünger, 14 Monate. Abstillen will ich deswegen nicht. Ich bin mir sicher, sie meistert die 3 Tage mit Papa top, ich werde in der Zeit mit der Pumpe leben, damit ich selbst nicht krank werde. LG, Stefanie
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