Mitglied inaktiv
Hallo, Biggi! Heute habe ich ein Problem, das sich so nach und nach ausweitet. Jonas (5 Wochen) trinkt toll und bekommt auch genug Milch, denn er hat mitlerweile einen schönen 3-4 Stundenrhytmus. Aber seit einigen Tagen fängt er an, nach 5 min an der "Trink"brust Terror zu schlagen und sie abzulehnen (ganz gleich, obs die linke oder rechte Brust ist!), lege ich ihn an der anderen Seite an, trinkt er dort in Seelenruhe weiter. Aus der abgelehnten Brust kann ich aber noch gut und gerne 30-40 ml ausdrücken. Will er die nicht? Und dann quengelt er nach dem Stillen immer 10-15 Minunten rum, trotz Bäuerchen und sauberer Windel (ich lass ihn so lange saugen, bis er sich selber abdockt). Nachts dagegen kann ich ihn nach dem Stillen ins Bett legen - er schläft! Woran kann das liegen? Danke schon mal im Vorraus für deine Antwort!
? Liebe Lottamia, ob ein Baby genügend Milch bekommt, lässt sich NICHT am Abstand der Stillzeiten ablesen. Es ist ein leider immer wieder auftretendes Missverständnis, dass längere Abstände zwischen den Stillzeiten automatisch bedeuten, dass ein Baby viel Milch pro Mahlzeit trinken würde und sicher genug bekommt. Gewissheit darüber, ob ein Baby genügend Muttermilch bekommt, geben nur die folgenden Kriterien: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, kannst Du sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Schau bitte wirklich auf die oben genannten Punkte und nicht auf die Uhr. Nun zu dem Problem der Brustverweigerung. Verschluckt sich dein Baby sehr leicht? Hast Du den Eindruck, dass die Milch sehr rasch aus deiner Brust fließt? Fließt deinem Kind Milch aus den Mundwinkeln, weil es beim Schlucken nicht nachkommt? Wenn Du die obigen Fragen mit „Ja" beantworten kannst, dann könnte es sein, dass Du einen sehr starken Milchspendereflex hast und dein Baby mit der plötzlich in großer Menge fließenden Milch nicht zurechtkommt. Bei einem sehr starken Milchspendereflex hat es sich bewährt, das Baby von der Brust zu nehmen sobald die Milch zu fließen beginnt (leg Dir eine Windel zum Auffangen der Milch hin und vergiss nicht den Saugschluss zu lösen) und erst nach ein bis zwei Minuten weiter zu stillen, wenn der Milchfluss etwas nachlässt. Eine weitere Möglichkeit ist das „Berg-auf-Stillen". Dazu hältst Du Dein Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als Deine Brustwarze. Beim Stillen mit dem Rückengriff lehnst Du Dich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützt Du Dein Baby von unten mit zwei Kissen in Deinem Schoß und lehnst Dich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. Besonders unruhige Babys, die sich an der Brust steif machen und nach hinten überstrecken, können auch gebündelt werden. Beim Bündeln wickelst Du dein Baby gut in eine Decke ein, so dass seine Schultern nach vorne geneigt und die Arme unterhalb der Brust gekreuzt sind. So kann es den Kopf nicht zurückwerfen. Bei manchen Babys bewährt es sich, wenn die Decke unten offen bleibt, so dass die Füße frei bleiben. Wenn Du dein Kind auf diese Weise eingepackt hast, sieht es wie ein „C" aus, mit dem Kinn auf der Brust und angezogenen Beinchen. Häufig reicht diese Maßnahme aus, das Baby zu beruhigen und es trinkt dann besser an der Brust. Manche Babys brauchen Halt im wahrsten Sinne des Wortes um weniger zappelig zu sein. Vielleicht versuchst Du es ja einmal mit dem Bündeln und dem Berg-auf-Stillen. LLLiebe Grüße Biggi
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