Sonnenblume2411
Liebe Biggi Meine Tochter ist jetzt 6 Wochen alt und bekommt abgepumpte Muttermilch und wird gestillt (mit Stillhütchen). Seit einigen Tagen quengelt sie beim Stillen. Sie trinkt und lässt zwischendurch die Brust los und beginnt zu quengeln und weinen und streckt die Zunge raus. Wenn ich sie dann wieder zur Brust führe, trinkt sie wieder für einige Minuten eifrig, ehe sie wieder zu quengeln beginnt und so spielen wir das mehrmals durch. In diesen Momenten frage ich mich, ob ich ihr die Brust „aufzwinge“. Sie trinkt zwar eifrig wenn sie dran ist, es läuft aber auch immer wieder Milch den Mundwinkel hinab und sie kötzelt häufig nach dem Essen, deshalb frage ich mich, ob sie nicht zu viel bekommt und die Brust in diesen Momenten eigentlich gar nicht will. Wenn sie weint, bin ich mit meinem Latein schnell am Ende wenn Tragen, Hüpfen und Singen nichts bringen und biete ihr wieder die Brust an. Durch die obigen Schilderungen frage ich mich aber, ob das vielleicht falsch ist und ich sie so überfüttere und sie die Brust nimmt, weil ich sie ihr aufzwinge. Wenn sie aber kötzelt, frage ich mich wieder, ob sie nun doch wieder Hunger hat, weil doch der Magen wieder „leer“ ist und dann biete ich doch wieder die Brust an. Wie schätzst Du die Situation ein? Durch dieses Trinken, Quengeln, Kötzeln, verbringen wir teilweise den halben Tag auf dem Sofa und ich überlege mir, ob ich nur noch angepumpte Muttermilch geben sollte, weil da weiss ich wenigstens wieviel sie getrunken hat und frage mich nicht ständig, ob sie wieder Hunger hat. Gewichtstechnisch ist bei ihr alles gut, sie nimmt stetig zu. Vielen lieben Dank für die Hilfe.
Liebe Sonnenblume2411, kein Kind lässt sich an die Brust zwingen und wenn dein Kind nicht gestillt werden will, sondern ein anderes Bedürfnis hat, dann wird es dies unmissverständlich kundtun. Stillen ist eine aktive Sache von beiden Partnern und ohne dass das Kind mitmacht, geht es nicht. Und auch wenn dein Baby oft spuckt, heißt das nicht unbedingt, dass es zu viel Milch bekommt, sondern evtl. sehr hastig trinkt. Beobachte einmal eine Stillzeit ganz genau. Verschluckt sich dein Baby sehr leicht? Hast du den Eindruck, dass die Milch sehr rasch aus deiner Brust fließt? Fließt deinem Kind Milch aus den Mundwinkeln, weil es beim Schlucken nicht nachkommt? Wenn du die obigen Fragen mit „Ja" beantworten kannst, dann könnte es sein, dass du einen sehr starken Milchspendereflex hast und dein Baby mit der plötzlich in großer Menge fließenden Milch nicht zurechtkommt. Bei einem sehr starken Milchspendereflex hat es sich bewährt, das Baby von der Brust zu nehmen sobald die Milch zu fließen beginnt (leg dir eine Windel zum Auffangen der Milch hin und vergiss nicht den Saugschluss zu lösen) und erst nach ein bis zwei Minuten weiter zu stillen, wenn der Milchfluss etwas nachlässt. Eine weitere Möglichkeit ist das „Berg auf Stillen". Dazu hältst du dein Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als deine Brustwarze. Beim Stillen mit dem Rückengriff lehnst du dich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützt du dein Baby von unten mit zwei Kissen in deinem Schoß und lehnst dich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. Wenn das gar nicht klappt, stille im Liegen. Versuche überhaupt einmal verschiedene Stillpositionen, möglicherweise gefällt deinem Baby die von dir bevorzugte Haltung nicht. Außerdem solltest du unbedingt Kontakt zu einer Stillberaterin vor Ort aufnehmen, die dich und dein Kind beim Stillen beobachten kann. Es ist wichtig, dass du korrekt anlegst und dass dein Kind korrekt saugt. Es kann auch sein, dass dein Baby nicht richtig saugt oder eine Saugschwäche hat, was korrigiert werden müsste. Das kann ich nicht beurteilen, denn ich kann dich nicht sehen. Am besten besprichst du mit einer Stillberaterin in deiner Nähe, wie du vorgehen kannst. Adressen von Stillberaterinnen findest du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Liebe Grüße Biggi
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