Schwangere123
Hallo Biggi, ich bräuchte mal ein paar Tipps bzw. habe Fragen. Zunächst versuche ich mal meine Geschichte zusammenzufassen. Wie bei meiner Tochter, hatte ich bei meinem Sohn sehr mit Milchstaus zu kämpfen (Ursache: Fettpfropfen & Milchbläschen), doch in beiden Fällen hatte ich den Kampf gegen die Brust nach ca 3 superharten, nervenaufreibenden Monaten mit zum Teil mehreren Staus pro Woche gewonnen, yay! Ich war auch diesmal sehr stolz auf mich durchgehalten zu haben und glücklich, dass es nun endlich bergauf geht und vielleicht alles gut wird, naja zu früh gefreut! Wichtig ist auch noch, dass meine Brüste unterschiedlich gut sind. Bis Ende Dezember waren sie etwa gleich gut, was daran lag, dass die vermeindlich bessere Brust von mehr Staus gebeutelt und daher ständig gekühlt und damit gedrosselt wurde. Danach ist sie richtig aufgeblüht. Sie hat mehr Speicher und läuft auch deutlich einfacher und mehr, der Kleine ist ja auch nicht doof. Die Schlechte hat er auch getrunken, allerdings immer nur solange bis der erste gute Fluss weg war. Ich musste immer mehr ausstreichen oder pumpen hinterher, damit die Brust gut entleert war. Als diese schlechte Seite dann auch noch unglaubliche 1,5 Monate immer wieder von dem gleichen Milchbläschen überwuchert wurde und damit öfters Milchstaus hatte, beschloss ich diese Problemseite abzustillen. Bei meiner Tochter habe ich auch irgendwann nur noch mit einer Seite gestillt und es war gut. Also habe ich die schlechte Seite zunehmend runtergefahren, sodass ich irgendwann diese Seite nur noch 2mal am Tag angeboten habe, die restlichen Mahlzeiten nur die gute Seite. Als dann aber das Milchbläschen ENDLICH weg war und die Brüste generell ENDLICH keine Probleme mehr machten, habe ich es dabei belassen, die schlechte Seite noch zweimal täglich zu geben (bei diesen Mahlzeiten starte ich auch immer mit der schlechten Seite). Kommen wir zurück zu dem Punkt, dass ich nun glücklich war. Das war ich für ca 2 Wochen, dann fing mein Sohn an die Brust anzuweinen... immer häufiger, manche Mahlzeiten gar nicht, dafür am nächsten Tag doch wieder usw. Das geht jetzt schon über 3 Wochen so. Er hat keine Schmerzen und beim Osteopathen sind wir sowieso schon öfters gewesen. Ich tippe also auf die Brustschimpfphase. Dies betrifft vorwiegend die beiden Mahlzeiten, wo beide Brüste dran sind, denn die erste Brust nimmt er meist ohne Probleme (egal welche), die zweite wird dann oft angeweint, obwohl er noch Hunger hat denn die Flasche (wir füttern zu, es gab nie Probleme mit Verwirrung) trinkt er danach gierig. Aber bei den anderen Mahlzeiten kommt es auch hin und wieder vor. Das ist aber nicht weiter schlimm, da die gute Seite sich auch gut mit der elektrischen Pumpe entleeren lässt, daher bleibe ich da recht entspannt. Problematisch ist es nur wenn er die schlechte Seite nicht austrinkt. Allgemein spüre ich jeden Milchspendereflex. Je intensiver ich ihn spüre, desto besser fließt die Milch. Oft löst mein Sohn 1-3 starke Reflexe auf der schlechten Seite aus und trinkt sie damit gut weich. Bricht er weinend ab und ich greife schnell zur Pumpe, pumpt sie die Brust ebenfalls gut leer. Sind die Reflexe aber durch Stress schwächer oder ich wechsle zu spät an die Pumpe und der Reflex ist schon "verfallen", schafft es die Pumpe nicht die Seite richtig zu entleeren. Selbst dann nicht wenn ich die andere Seite zur Hilfe nehme und ebenfalls mit abpumpe. Es kommt zwar durchaus noch ein Reflex, aber während die gute Seite damit gut entleert wird, reicht es auf der schlechten Seite nur für ein paar Spritzer. Ich muss sie dann langwierig ausstreichen, was mit der Zeit auch dem Gewebe nicht so gefällt, wenn das zb mehrere Mahlzeiten hintereinander so ist. Wieder einmal bin ich also an dem Punkt wo ich feststelle, mein Leben wäre so viel einfacher, mein Stillen so viel angenehmer, wenn die schlechte Seite endlich weg wäre. Denn die gute Seite kann im schlimmsten Fall immer sehr leicht noch mit der Pumpe entleert werden. Und nun nach diesem Roman zu meinen eigentlichen Fragen. 1) Hast du noch Tipps wie ich ihn trotz Brustschimpfphase dazu bringe zu trinken? Herumtragen beim Stillen oder Stillen in langweiliger, dunkler Umgebung helfen nicht. Im Halbschlaf stillen ist gut, aber unglaublich schwer den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Ist er zu wach, ist das Gebrüll schnell groß, ist er zu müde schläft er nach drei Schlucken ein. Auf der guten Seite kein Problem, auf der schlechten Seite problematisch denn wie gesagt, ich brauch die guten ersten Reflexe um die Seite problemlos durch ihn oder die Pumpe entleeren zu können. 2) Aus Verzweiflung war ich letztlich mit dem Milchbläschen auch bei meiner Frauenärztin (und weil ich Hypochonder bin). Sie versicherte mir, mit meiner Brust ist alles ok. Es wäre auch völlig ok, wenn ich die ungeliebte Problemseite aufgebe. Doch irgendwie fehlt mir wegen der Milchstaugeschichte der Mut die Brust richtig fest werden zu lassen... Wird sie auf Dauer bzw mehrere Mahlzeiten nicht richtig entleert bilden sich Knubbel. Um diese Knubbel restlos zu beseitigen muss ich die Brust praktisch tiefenentleeren (durch Ausstreichen). Aber das ist ja kontraproduktiv zum Abstillen. Meine Frauenärztin meinte dazu folgendes: "Beim Abstillen ist es normal, dass die Brust fest und knotig/knubbelig ist. Solange die Knubbel nicht wehtun oder entzündet/rot sind, ist alles ok. Sonst ein bisschen ausstreichen." In diesem Forum las ich hingegen, dass man "Verhärtungen" immer ausstreichen soll... aber dann muss ich wie gesagt die Brust tiefenentleeren, um das alles wegzubekommen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das bei mir dann Verhärtungen sind. Das ist nicht steinhart sondern mehr wie gefülltes Gewebe, das ist ja auch nicht ganz glatt, sondern uneben, also knubbelig. Was stimmt denn nun? Sind nicht schmerzende "weiche" Knubbel beim Abstillen ok? Habe ich Sie da falsch verstanden und Sie geben meiner Frauenärztin recht? Ich wünsche mir von Herzen endlich den Mut zu finden, diese Seite abzustillen :-( Ich glaube danach könnte ich endlich mal entspannt sein und müsste nicht vor jeder Mahlzeit Angst haben :-( Liebe Grüße und ein großes Entschuldigung für den langen Text!!!
Liebe Schwangere123, ich glaube nicht unbedingt an eine „Brustschimpfphase“. Eine Saugverwirrung lässt sich leider nie ganz ausschließen, auch nicht bei einem älteren Stillkind und auch nicht, wenn es vorher unter Umständen monatelang gut gegangen ist. Es kann auch sein, dass Dein Kind sich nun langsam zur Flasche hin abstillt. Es wäre sicherlich einen Versuch wert, eine alternative Fütterumgsmethode zu wählen, damit Dein Kind (wieder) lernt, die Brust gut anzunehmen. Allerdings brauchst Du da wirklich kompetente Hilfe vor Ort und auch viel Geduld. Wende Dich unbedingt an eine Kollegin vor Ort, die Dir zur Seite stehen kann. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Du kannst die eine Seite immer dann ein wenig ausstreichen, wenn sie sich voll anfühlt und spannt. Du streichst dann nur so viel Milch aus, bis der Druck nachlässt, sonst wird die Milchproduktion weiter angeregt. Mit der Zeit wirst Du nicht mehr ausstreichen müssen und kannst einseitig weiterstillen. Lieben Gruß Biggi
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