Mitglied inaktiv
Hallo liebe Biggi Welter, habe eine Frage an Sie. Und zwar bin ich gerade im Abstillen,d.h. Mittags bekommt mein Sohn seit längerer Zeit Gläschen ohne danach noch zu stillen und seit 8.6. den Milchbrei am Abend.(Kind wird am 8.7. 7 Monate) Ich stille also noch 2x tgl. vormittags und 1x tgl. nachmittags. Seit dem ich den Milchbrei eingeführt habe, habe ich ihn danach immer noch angelegt was ich seit voriger Woche auch nicht mehr mache. So und jetzt mein Problem. Meine rechte Brust tut seit voriger Woche Donnerstag höllisch weh. Ich war auch gleich am selben Tag noch beim FA. Er hat gesagt das es KEIN Milchstau ist und mir 2 Tabl. Pravidel (davon habe ich vormittag und abend je 1/2 genommen - 2 Tage lang) und Gazestreifen Branolind N mitgegeben. Donnerstag Abend hatte ich dann 39°C Fieber und am Freitag noch bis vormittag - dann war es weg und mir ging es besser- außer die Brust , die konnte ich noch nicht mal zum Stillen etwas hochheben, jede Berührung tat weh. Das hat sich dann Anfang der Woche gegeben gehabt. Und gestern bzw. heute Nacht ging das ganze Spiel mit der Berührungsempfindlichkeit wieder los. Aber nur die von mir aus rechte Seite. Links ist alles OK. Nun bin ich total verzweifelt. Mach eich irgendetwas falsch ? Ich will ja nächsten Monat dann den Getreide-Obst Brei einführen, das heißt ja dann noch 1 Mahlzeit weniger - das platze ich ja sonst, wenn das so weh tut. Ich bedanke mich jetzt schon für Ihre Antwort und ich hoffe Sie können mir Hinweise, Tipps o.ä. geben. (In der Stillgruppe konnte mir auch niemand sagen was das sein soll) DANKE
? Liebe Mama, wieso sollte es sich nicht um einen stau gehandelt haben? Und wenn es kein Stau sein soll, warum wurde dann ein Medikament zur Verringerung der Milchmenge verordnet? Ihre Beschreibung klingt recht eindeutig nach einem Milchstau und das dazugekommene Fieber für eine beginnende Brustentzündung und auch in der andere Seite scheint es nun einen Stau zu geben. Wahrscheinlich ist es Ihrer Brust einfach zu schnell gegangen, denn die Brust mag keine schnellen Veränderungen. Versuchen Sie, die Beikost seeeehr langsam einzuführen und wirklich nur ganz allmählich weniger zu stillen und falls es dann doch zu Stauungen und Schmerzen kommt, können Sie die Tipps anwenden, die sich bei Milchstau und beginnender Brustentzündung bewährt haben. Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Ruhe für die Mutter ist mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen). Es gibt Frauen, die auf Quark allergisch reagieren, dann sollten keine Quarkwickel gemacht werden. Sie können die Brust auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Um eine gestaute Stelle zu entleeren, sollten Sie jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Sie sollten alle eineinhalb bis zwei Stunden anlegen und dabei das Baby so halten, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Häufiges Stillen rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Außerdem sollte beim Auftreten von Fieber und Schüttelfrost oder grippeähnlichen Symptomen ein Arzt aufgesucht werden, da unter Umständen Medikamente erforderlich sind. Die Medikamente können so gewählt werden, dass ein weiter gestillt werden kann. Und nochmals: Wichtig ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi Welter
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