Mitglied inaktiv
Hallo! Ich hatte meine Tochter, inzwischen 5 1/2 Jahre alt, ein Jahr voll und bis zum zweiten Lebensjahr zugestillt. Anfang Januar 2009 erwarte ich nun mein zweites Kind, welches ich wieder wenigstens ein Jahr stillen möchte. Muss ich davon ausgehen, dass meine Brüste hinterher ruiniert sind? Oder gibt es spezielle Übungen oder Tipps, wie man seine Oberweite auch nach mehrmaligem Stillen wieder in die ursprüngliche Form bringt? Werden die Brüste von Kind zu Kind größer? ...mir kommt es beinahe so vor. Ganz liebe Grüße, Lifestylepower
Kristina Wrede
Liebe Lifestylepower, ein nachgewiesener Zusammenhang zwischen der Größe des Busens und der Zahl der Kinder ist mir nicht bekannt. Erstaunlicherweise belegen Studien, dass Stillen die Brüste NICHT "ruiniert". Ene Kollegin von mir hat einen Artikel zum Thema "Stillen und Figur" geschrieben, der sich auch mit dem Thema "Aussehen der Brust" beschäftigt. Ich hänge Ihnen den Artikel einmal an. Übungen gibt es eine ganze Menge, die man für die Brustmuskeln unternehmen kann. Da ich mich damit jedoch nur "privat" auskenne (und auf der Basis berate ich nur ungern...), würde ich z.B. mal in einem Fitness-Studio nachfragen, oder einen Physiotherapeuten um entsprechende Übungen bitten. Lieben Gruß, Kristina Von Denise Both, IBCLC Ruiniert das Stillen die Figur? Wir leben in einer Gesellschaft, in der viel Wert auf gutes Aussehen gelegt wird. Viele Frauen fürchten, dass sich das Stillen negativ auf ihre Figur auswirken könnte, besonders auf das Aussehen der Brust. Sind diese Ängste gerechtfertigt? Jede Frau weiß, dass sich ihr Körper während der Schwangerschaft verändern wird und viele sehen diesen Veränderungen mit gemischten Gefühlen entgegen. Bauch und Busen wachsen, die Brustwarzen und Brustwarzenhöfe werden dunkler und es kommt vor, dass sich die Venen unter der Haut sehr viel deutlicher abzeichnen. Manche Frauen leiden unter Wassereinlagerungen, andere unter Krampfadern. Die körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft sind so ausgeprägt, dass sich manche werdende Mutter fragt, ob das tatsächlich noch ihr Körper ist und wie es sein wird, nachdem das Baby geboren ist. Die Verunsicherung kann groß sein und die Berichte von Bekannten und Freundinnen oder aus Frauenzeitschriften über schlaffe Brüste, schwabbelige Bauchdecken und hartnäckig auf den Hüften klebenden Schwangerschaftspfunden tragen dazu bei, dass Ängste regelrecht geschürt werden. Aber liegt es wirklich am Stillen, dass die Brust hängt und die Frau sich von dem Traum, einen attraktiven Körper zu haben verabschieden muss? Definitiv nein! Der ganze Körper und die Brust verändern sich durch die Schwangerschaft und nur wenige Frauen werden erleben, dass nach der Geburt alles noch so mädchenhaft sein wird wie zuvor, doch es ist die Schwangerschaft und nicht das Stillen, die zu diesen Veränderungen führen. Es lässt sich an der Brust einige Zeit nach dem Abstillen nicht feststellen, ob die Frau jemals gestillt hat, wohl aber ob sie einmal schwanger war. Außerdem erreichen stillende Frauen statistisch gesehen ihr Vorschwangerschaftsgewicht deutlich früher wieder als nicht stillende Frauen. Bei den meisten Müttern nehmen die Brüste nach dem Abstillen wieder die Größe an, die sie vor der Schwangerschaft hatten. Die Brustwarzenhöfe können dunkler als vor der Schwangerschaft bleiben und die Montgomerydrüsen zurückweichen. Die Brüste mancher Mütter werden weich und etwas schlaff, doch nach einigen Menstruationszyklen gewinnen sie aber allmählich ihre Festigkeit wieder zurück. In seltenen Fällen verlieren einige Mütter vorübergehend die Fettschicht, die vor der Schwangerschaft in ihrer Brust vorhanden war. Diese Fettschicht bildet sich im Laufe der Zeit allmählich wieder. Allerdings dauert es einige Zeit, bis die durch die Schwangerschaft verursachten Veränderungen sich wieder zurückbilden und nicht immer wird alles wieder wie vor der Schwangerschaft. Bei Frauen mit einem schwachen Bindegewebe sind mehr Veränderungen zu erwarten als bei Frauen mit einem sehr festen Bindegewebe. Um den Busen nach der Stillzeit besser aussehen zu lassen, sollten Radikaldiäten vermieden werden. Die Brust sieht voller aus, wenn ausreichend Fettgewebe eingelagert ist. Gymnastik und spezielle Busencremes usw. können objektiv keine Verbesserung bringen, heben aber der allgemeine Wohlbefinden der Frau. Wichtig ist, dass wir Frauen ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass unser Körper mit der Geburt und dem Nähren unserer Kinder eine große Leistung vollbracht hat, auf die wir stolz sein können.
Mitglied inaktiv
Hallo, wie Denise Both schon schrieb: "Gymnastik und spezielle Busencremes usw. können objektiv keine Verbesserung bringen, heben aber der allgemeine Wohlbefinden der Frau.", nütz es leider nicht viel bis gar nichts, den Brustmuskel zu trainieren um einen Hängebusen zu vermeiden/ verbessern. LG
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