Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Blut in der Milch

Frage: Blut in der Milch

deedaa1

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Hallo Frau Welter, Ich bin grad total verzweifelt, seit Ca 3Tagen hatte mein Sohn (fast 4 Monate, voll gestillt) ein bisschen Blut (teils geronnen, teils frisch) ausgespuckt. Ich habe festgestellt, dass es von meiner rechten Brustwarze kommt, eher von innen, als äußerlich. Mein Kinderarzt hat meinen Sohn untersucht und mutmaßt dasselbe. Grad eben beim Stillen war es dann eindeutig :( Was kann ich nun tun? Ich will nicht abstillen, aber mein Sohn kann doch nicht dauernd Blutbeimengungen trinken. Kann man sich nur rechts abstillen? Wenn ich dort erstmal abpumpe, dann kann die Brust ja auch nicht heilen. Ich bin grad total fertig :(((( Liebe Grüße ju


Biggi Welter

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Liebe deedaa1, das war sicher ein ziemlicher Schreck, aber in der Regel ist das nichts Schlimmes. Ich zitiere dir dazu aus dem "Handbuch für die Stillberatung" der LLL: "Blut in der Milch, ohne dass die Brustwarze wund oder verletzt ist, kann verschiedene Ursachen haben. Ein Grund für Blut in der Milch schwangerer oder stillender Frauen wird auf eine »Gefässüberfüllung« zurückgeführt, eine leichte innere Blutung, die durch das gleichzeitige Auftreten eines erhöhten Blutflusses in die Brust und der schnellen Entwicklung der Milch bildenden Drüsen entsteht. Dies wird sehr verbreitet bei Erstgebärenden beobachtet, tritt meist in beiden Brüsten auf (es kann in einigen Fällen zunächst nur in einer Brust auftreten) und verursacht wenig bis keine Unannehmlichkeiten (Lawrence, S. 526). Bei einer Untersuchung an 32 australischen Frauen, die von Blut in der Milch während der Schwangerschaft und Stillzeit berichteten, das durch keine andere Ursache erklärt werden konnte, sagten die meisten Frauen, dass die Blutbeimischung innerhalb von drei bis sieben Tagen nach dem Beginn der Laktation aufhörte (O’Callaghan, 1981). Weitere verbreitet auftretende Ursachen für Blut in der Milch sind Papillome innerhalb eines Milchgangs und Fibrome (Lawrence, S. 526). Ein Papillom innerhalb eines Milchganges ist ein gutartiger Tumor, der in einem Milchgang angesiedelt ist. Derartige Tumoren treten gewöhnlich nur in einer Brust auf, können nicht als Verhärtung ertastet werden und können von Schmerzen und gelegentlichem Unwohlsein begleitet werden. Das Bluten hört oft spontan ohne jegliche Behandlung auf (Riordan und Auerbach, S. 392). Eine weitere mögliche Ursache können geplatzte Kapillare in der Brust sein. Dies kann durch zu heftige Brustwarzenvorbereitung, rohe Behandlung der Brust oder unsachgemäßen Gebrauch einer Milchpumpe verursacht werden. Das Blut in der Milch schadet dem Baby nicht, und es kann weiterhin gestillt werden." Es gibt sogar einen lustigen Namen für dieses Syndrom: Das "Rostige-Leitungen-Syndrom" (im Original, auf Englisch, spricht man vom "rusty-pipe-syndrome"). Das aus geplatzten Kapillargefäßen in der Brust austretende Blut der Milch nimmt einen rostbraunen Anschein an, gerade so wie Wasser, das aus alten rostigen Wasserleitungen fließt. Es kann auch durchaus sein, dass evtl. ein Soor vorliegt oder die Anlegetechnik nicht stimmt, das soll sich eine Kollegin vor Ort mal ansehen. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Hoffe, das beruhigt dich. Du kannst aber sicherheitshalber auch einen Frauenarzt mal nachschauen lassen, damit Du dich sicherer fühlst. LLLiebe Grüße Biggi


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