Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Bläuliche Milch?

Frage: Bläuliche Milch?

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Guten Morgen Frau Welter, meine Tochter (17 Wochen) wird voll gestillt und entwickelt sich sehr gut (Geburt 2,9 kg, 46,5 cm, jetzt 7,25 kg und 63 cm). Zusätzlich pumpe ich morgens noch Milch ab. Bis jetzt war die Milch immer ganz normal, also nach einiger Zeit im Kühlschrank oben etwas Fett, darunter wässriger, aber immer noch gelblich und ganz unten fast wie Wasser. Seit drei Tagen aber ist zwar oben immer noch Fett, aber darunter schimmert die Milch bläulich, die unterste Schicht ist noch blauer. Auch direkt nach dem Abpumpen ist der Farbton eher bläulich als gelblich. Ich weiß, daß blaue Milch wohl weniger nährstoffreich ist, aber warum passiert das auf einmal? Kann ich irgendetwas dagegen tun? Ich hab im Prinzip nichts geändert, nur meinen (wirklich hohen) Schokoladenkonsum eingeschränkt und dafür mehr Obst gegessen. Außerdem hatte ich letzte Woche eine leichte Erkältung. Wäre schön, wenn Sie mir weiterhelfen könnten. Viele Grüße Helen


Biggi Welter

Biggi Welter

Beitrag melden

Liebe Helen, Ihre Milch ist jetzt ganz sicher NICHT weniger nährstoffreich, keine Sorge! Die meisten Menschen in unserer Gesellschaft sind an den Anblick von homogenisierter Kuhmilch gewöhnt, die gleichmäßig weiß und undurchsichtig aussieht. Abgepumpte Muttermilch ist nun aber nicht homogenisiert und sieht ganz anders aus. Die Farbe von frischer Muttermilch variiert zwischen gelblich, bläulich oder sogar bräunlich.Die Milch sieht dann auch häufig sehr durchscheinend aus. Das heißt aber nicht, dass sie zuwenig Nährstoffe oder zu wenig Fett hat. Selbst die Milch von schlecht ernährten Müttern ist in der Zusammensetzung und im Energiegehalt kaum anders als die von gut ernährten Müttern. Bei längerem Stehenlassen von abgepumpter Muttermilch setzt sich der Fettanteil oben ab.Bevor das Baby die abgepumpte Milch erhält, sollte sie deshalb vorsichtig geschwenkt werden, so dass sich das Milchfett wieder verteilt. Ihre Milch sieht also vollkommen normal aus und es gibt sicher keinen Anlass aufgrund des Aussehens der Milch ans weniger Nährstoffe zu denken. Ich hänge Ihnen einen Artikel zum Thema "Bunte Milch" an, der von sehr unterschiedlichen Farben der Milch berichtet und hoffe, dass ich Sie beruhigen konnte!?. LLLiebe Grüße Biggi Welter "Bunte" Muttermilch Denise Both, IBCLC Da wir meist an den Anblick von homogenisierter Kuhmilch gewöhnt sind, erstaunt manche Mütter das Aussehen ihrer abgepumpten Milch, bei der sich nach längerem Stehenlassen der Fettanteil oben absetzt. Bevor das Baby die abgepumpte Milch erhält, sollte sie vorsichtig geschwenkt werden, so dass sich das Milchfett wieder verteilt. Die Farbe von frischer Muttermilch variiert zwischen gelblich, bläulich oder sogar bräunlich. Gefrorene Muttermilch kann einen gelblichen Farbton annehmen, was aber nicht bedeutet, dass die Milch verdorben ist, es sei denn sie riecht oder schmeckt schlecht. Manchmal beeinflusst ein Nahrungsmittel oder ein Medikament die Farbe der Muttermilch. Normalerweise ist dies kein Grund zur Besorgnis. Es wurde berichtet, dass der Genuss von Sunkist Orange Soda, das rote und gelbe Farbstoffe enthält, die Milch einer Mutter rosa orange werden ließ. Ruth Lawrence, MD, berichtet von Müttern, die Bedenken wegen grüner Milch hatten. Nachdem die Ernährung der Mütter sorgfältig überprüft worden war, wurden die Nahrungsmittel, die man als Ursache der Verfärbung vermutete, weggelassen und anschließend wieder in den Speiseplan aufgenommen, um die Wirkung zu bestätigen. Bei den Lebensmitteln, die dazu führten, dass sich die Milch grün färbte, handelte es sich um Gatorade (ein Getränk, das grüne Lebensmittelfarbe enthält), Kelp (Seetang) und andere Algenarten (insbesondere Algentabletten) und um Vitaminpräparate, die in Naturkostläden verkauft werden (Lawrence 1994). In einem Fall wurde von schwarzer Milch berichtet. Die Frau hatte vier Jahre lang ein bestimmtes Antibiotikum (Minocyclin Hydrochlorid) eingenommen (Basler und Lynch 1985).


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Nach meiner Information sieht reife Muttermilch immer bläulich-wässerig aus. Kirsten


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Danke, also ist es wohl nicht so schlimm *steinvomherzenfall*. Denn meine Mutter (klar, wer denn sonst *g*... die Mütter, oh je) hat mich ganz verrückt gemacht. Stichwort: gelbe Milch ist gut, weil fett und blaue Milch ist schlecht. Und weil ich schon seit Monaten abpumpe und die Farbe vorher eben immer gelblich war, gerät man schnell in Panik *g*. Wahrscheinlich sollte ich einfach wieder mehr Karotten essen *g*. Danke und LG Helen


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Liebe Fr. Welter!   Seit etwa einer Woche produziert meine linke Brust deutlich mehr Milch als zuvor und auch als die rechte Brust und mein Milchspendereflex ist stärker. Auch spukt meine Tochter häufiger. Meine Tochter ist 2 Monate alt, ich stille sie voll. Am Anfang hatten wir kleine Startschwierigkeiten, da habe ich zusätzlich abgepumpt ...

Liebe Biggi, mein Sohn ist 8 Monate alt und inzwischen arg am Zahnen. Meist schmerzt es ihn abends.  Tagsüber isst er schon ganz gut Beikost (Getreideobstbrei zum Frühstück, Mittagsbrei und nachmittags den Milchbrei), abends und bei Bedarf nachts wird er gestillt.  Durch das Zahnen hat er abends mehr Trink-/Nuckelbedarf als sonst und bei einer Brus ...

Liebe Frau Welter,  mein Sohn ist jetzt 13 Wochen alt und wird voll gestillt.  Leider ist das Stillen bei uns nicht immer so stressfrei und entspannt, wie es oft dargestellt wird.  Ich habe immer mal wieder mit zu viel Milch zu kämpfen, was ich eine zeitlang gut in den Griff bekommen habe - seit ein zwei Wochen wieder das gleiche Spiel. Kühlen bri ...

Hallo zusammen, zunaexhst lieben Dank für die Möglichkeit hier Fragen stellen zu können.  Meine Maus ist mittlerweile 3 Monate alt und ich stille bisher ausschließlich. Da nun Rückbildung usw ansteht, und ich etwas weniger Zeitdruck haben möchte habe ich etwas abgepumpte Milch, in der Hoffnung und dass sie dann die Flasche nimmt. nun meine Frage: ...

Hallo, Ich hatte gestern eine Konisation unter örtlicher Betäubung. Allerdings hab ich einiges an Blut verloren und bekam dann eine Sedoanalgesie.  Als ich wieder halbwegs fit war, hab ich etwas Milch abgepumpt, da die Brust schon sehr spannte.  Da hab ich bemerkt, dass die Milch plötzlich grünlich war. Auch nach dem Stillen war der Stuhl meines B ...

Liebe Biggi,  Mein Sohn ist nun fast 8 Wochen alt und wird voll gestillt. Da bei ihm bald die Zungenband-OP ansteht, möchte ich muttermilch einfrieren, die er dann im Nachgang lutschen kann, um die Wunde zu Kühlen. Außerdem möchte ich mir einen kleinen Vorrat an Muttermilch für Notfälle anlegen.  Wie gehe ich dabei nun am besten beim abpumpen vor ...

Hallo, wir kämpfen seit vier Wochen mit dem Gewicht. Um die Milchproduktion zu steigern, versuche ich regelmäßig "Power Pumpen". Mir ist aufgefallen, dass die Rahmschicht der abgepumpten Milch super dünn ist. Ist es möglich, dass meine Milch zu wenig Fett hat und der Kleine deswegen zu schlecht zunimmt?  Oft und richtig anlegen, Wechselstillen, vie ...

Hallo Frau Welter,  meine Tochter ist 15 Wochen alt und macht wohl gerade wieder einen Schub durch. Seit einer Woche steht unsere Welt Kopf. Nachts wacht sie ca. alle 1,5h auf und wird von mir gestillt. Ab 5Uhr ist die Nacht dann ganz vorbei. Ich selbst habe in den letzten Tagen kaum geschlafen und bin wahnsinnig erschöpft. Da die Kleine tagsüber, ...

Liebe Biggi,. ich habe meine Tochter (ungeplant) 3 Jahre lang gestillt. Das letzte Jahr überwiegend zum einschlafen und in der Nacht. Jegliche Versuche, es vorher zu beenden, waren alle gescheitert. Ich war einfach zu erschöpft, um sie "schreien" zu lassen. Ich konnte das einfach nicht. Jedenfalls bin ich so unendlich dankbar, dass sie mit Eintritt ...

Liebe Biggi,  viekeb lieben Dank, dass Sie sich hier den Fragen der stillenden Mütter annehmen.  Unsere Tochter wurde 5 Wochen zu früh geboren, ich habe zu Beginn abgepumpt und gestillt. Sie ist jetzt 12 Wochen alt, lag zwei Wochen auf der kinderintensiv bis sie nach Hause konnte.   Seit ca. 4 Wochen Pumpe ich nicht mehr ab, wir haben all die ang ...