Mitglied inaktiv
Hallo! Ich stille meinen Sohn seit 18 Monaten und würde ihn gern auch noch länger stillen. Jetzt bin ich erneut schwanger und seit anbeginn habe ich starke Schmerzen (extreme Übwerempfindlichkeit) beim Stillen! Ich empfinde es als ob er zwickt, beißt und buchstäblich an meinen Nerven saugt - es macht mich richtig aggressiv gegen meinen Sohn. Da er gerade Zähne bekommt, überwinde ich mich nun schon seit acht wochen zum Stillen und schaffe es einfach nicht, es ihm zu verweigern - obwohl ich das Einschlafen stundenlang "ohne Stillen" probiere und es stattdessen mit Vorsingen und Erzählen versuche. Bin schon nahe am Verzweifeln - weil mir das immer wieder Nachgeben und "dann doch Stillen" einfach so weh tut. Danke für jeden guten Rat, Ruth
? Liebe Ruth, Stillen in der Schwangerschaft kann sehr unangenehm sein und dann ist es manchmal so, dass die Entscheidung der Frau, nun sanft das Größere abzustillen der richtige Weg für diese Mutter ist. Sie können jetzt vorsichtig und mit viel Liebe, Zuwendung und Körperkontakt das Abstillen Ihres „Großen" einleiten. Wenn Sie viel Ruhe bekommen und Zeit für viele Kuschel- und Streicheleinheiten für den Ihr Kind haben und vor allem fest hinter dem Entschluss stehen, dass das Stillen nun eingeschränkt wird, dann wird Ihr Kind Ihre Entscheidung akzeptieren. Sicher wird es nicht ganz ohne Tränen und Kummer (von beiden Seiten) abgehen, doch das Leben ist nicht immer der Idealfall und wir müssen uns immer wieder mit bestimmten Tatsachen arrangieren. Beim allmählichen Abstillen können Sie zum Beispiel das Stillen jedes Mal weiter verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Sie können Ihr Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen anbieten. Eine Möglichkeit nachts abzustillen ist es, dass statt Ihnen Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Sie wenden sich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt. Es muss erkennen können, dass Sie ihm zwar die Brust, aber nicht Ihre Liebe entziehen. Ich würde dabei allerdings das neue Baby beim Erklären aus dem Spiel lassen, nicht dass das Kind den Eindruck erhält, dass das neue Baby „Schuld" ist, dass es nicht mehr stillen darf. Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die kommende Zeit, eine problemlose Schwangerschaft und eine gute Geburt. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
... noch eines: mein Frauenarzt meinte nur dazu, daß ich selber schuld sei wenn ich ihn so lange gestillt habe, daß es längste zeit zum abstillen wäre, und daß ich sowieso aufhören müsse - also wirklich keine hilfe
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