Mitglied inaktiv
Hallo Die ersten Zähne meiner Tochter sind nun da, und sie hat mich jetzt schon ein paar Male in die Brust gebissen. Ich stille nur noch morgens und abends und bei Bedarf nachts. Eigentlich möchte ich das noch weiterführen (meine Tochter ist jetzt 9 Monate alt) und ich habe das Gefühl, dass meine Tochter eigentlich auch noch gerne an die Brust will. Aber das mit dem Beissen tut richtig weh. Gibt es einen Tip, wie ich das verhindern kann? Ausserdem habe ich den Eindruck, dass die Milch langsam zurück geht. Insbesondere will meine Tochter am liebsten nur noch an einer Brust trinken. An der anderen nuckelt sie ein paar Minuten und will dann nicht mehr. Übrigens hat sie mich meistens in die Brust gebissen, wo ich glaube, fast keine Milch mehr zu haben. Hat das vielleicht einen Zusammenhang? Gibt es eine Möglichkeit, den Milchfluss wieder anzuregen, sodass meine Tochter sicher morgens und abend genug hat? Tagsüber will/kann ich nicht mehr stillen, da ich teilweise wieder zur arbeit gehe. Ich danke recht herzlich zum Voraus für Anregungen. Liebe Grüsse Wasser
? Liebe Wasser, Ihr Kind beißt nicht aus böser Absicht. Sobald Ihr Kind zubeißt, reißen Sie es bitte nicht von der Brust weg, sondern ziehen Sie es nahe an sich heran. Wenn Sie es nahe an sich heranziehen, muss es los lassen, weil es sonst nicht mehr atmen kann. Es ist besser für Ihre Brust, wenn das Baby loslässt, als wenn Sie es von der Brust wegreissen. Babys und Kleinkinder verstehen schon mehr als allgemein angenommen. Es gibt einige Tipps, wie man einem „bissigen" Baby das Beißen an der Brust abgewöhnen kann (einiges davon haben Sie ja schon ausprobiert): - das Baby ohne großes Aufheben von der Brust nehmen, damit es nicht versucht ist zu probieren, ob es die Mutter nochmals zusammenzucken lassen kann. - etwas Angemessenes zum Beißen anbieten. Sobald es zu einem Biss oder einem Beinahe-Biss kommt, bieten Sie dem Baby einen Beißring oder ein Spielzeug an, damit es weiß, wo es seine Zähne einsetzen darf. - das Baby schnell auf den Boden legen. Einige Mütter wollen auf das Beißen strenger reagieren. Nach ein paar Schrecksekunden für das Baby, die dem Ablegen folgen, sollte es beruhigt werden und die Rückmeldung bekommen, dass Beißen unangenehme Folgen hat. - einen Finger in die Nähe des Mundes des Babys legen, um den Saugschluss schnell zu unterbrechen, wenn es seinen Kopf dreht. Manche Babys lieben es, die Brustwarze nicht loszulassen, wenn sie abgelenkt werden und ihren Kopf drehen. Dies kann verhindert werden, wenn die Mutter einen Finger bereit hält, um den Saugschluss zu unterbrechen. Es wird nicht lange dauern, bis das Baby gelernt hat, dass sich wegdrehen bedeutet, die Brustwarze zu verlieren. - mit dem Baby reden und ihm erklären, dass Sie das Beißen nicht lustig finden (klingt vielleicht noch verfrüht bei einem Baby, aber es funktioniert vielfach tatsächlich). Außerdem sollte die Stillposition immer wieder gewechselt werden, damit nicht immer die gleiche Stelle belastet wird. Das Zubeißen beim Einschlafen ist ebenfalls nicht aus Bosheit, sondern es kommt oftmals deshalb dazu, weil das Kind im Einschlafen zusammensinkt und der Kopf abrutscht. Reflexartig klemmt das Kind dann die Kiefer zusammen, quasi um sich „festzuhalten". Um dem Entgegenzuwirken kann es helfen, den Kopf des Kindes gut abzustützen. Es ist möglich, dass Ihre Milchmenge zurückgegangen ist. Bei manchen Frauen reicht nur mehr zweimaliges Stillen am Tag nicht aus, um die Milchmenge auf dem erforderlichen Niveau zu halten. Um die Milchmenge wieder zu steigern, gibt es nur die Möglichkeit, häufiger anzulegen und so die Brust zu stimulieren. Dass eine Brust mehr Milch bildet als die andere ist normal, ebenso ist es normal, dass ein Kind eine Lieblingsseite hat, denn wir Menschen sind nun mal nicht symmetrisch. Manchmal kommt es so weit, dass die Bevorzugung der einen Brust eine Verweigerung der anderen Brust nach sich zieht. Das ist aber auch nicht unbedingt ein Problem, da es auch möglich ist, ein Kind mit nur einer Brust zu stillen und die andere Seite abzustillen, falls sich das Kind nicht davon überzeugen lässt, doch wieder beide Brüste anzunehmen. Zwillinge haben ja rechnerisch auch nur eine Brust und können auch voll gestillt werden. Das einzige Problem, das auftauchen kann, besteht darin, dass die Brüste sehr ungleich in der Größe sein können. Doch dies ist ein eher kosmetisches Problem und nach dem Abstillen gleichen sich die Unterschiede wieder aus. Manche Kinder lassen sich überlisten. Sie können versuchen Ihr Baby zunächst an der bevorzugten Brust anzulegen und beim Seitenwechsel drehen Sie es nicht um, sondern lassen es einfach an die andere Brust hinüberrutschen, so dass es seine Lage in etwa beibehält. Auch im Liegen stillen und dabei das Kind nicht auf die andere Seite zu legen, sondern beide Brüste von einer Seite aus anzubieten kann ein Weg sein. Allerdings sind diese Methoden nicht immer erfolgreich, vor allem nicht bei älteren Babys. Hier kann es schon vorkommen, dass sich die Bevorzugung einer Seite nicht mehr beeinflussen lässt. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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